Picknick, Grillen & Co.: 3 Tipps für’s Outdoor-Schlemmen!

Auch wenn viele den Sommer schon mental abgeschrieben haben: Noch hat uns der Herbst nicht eingeholt und die Grill- und Picknick-Saison ist nach wie vor in vollem Gange. An den heißen  August-Wochenenden werfen tausende Menschen selbst den Grill an und genießen gemeinsam das Essen im Freien. Passend dazu habe ich euch ein paar Tipps für das Outdoor Essensvergnügen zusammengestellt. 

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1. Better be safe than sorry

Die oberste Regel – ganz egal, ob es um ein Picknick oder Grillerei geht – gute Vorbereitung ist die halbe Miete! Das bedeutet: Überlegt euch im Vorfeld, was ihr unbedingt mitnehmen/einpacken müsst und notiert es euch (das empfiehlt sich besonders, wenn ein Picknick in der mittelbaren Umgebung geplant ist). Nichts ist ärgerlicher als mitten im Vergnügen feststellen zu müssen, dass man leider zuwenig Alu-Grilltassen eingekauft oder den Korkenzieher, mit dem man den Prosecco öffnen wollte, zuhause in der Schublade vergessen hat (been there, done that)😉

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Gerne vergessen werden in der Regel:

  • Grillanzünder
  • Korkenzieher
  • Outdoor-Mini-Lautsprecher und Powerbank (für Musik)
  • Feuchte Erfrischungstücher
  • Sonnencreme
  • Gelsenspray
  • Kühlakkus bereits am Vortag ins Gefrierfach legen

Übrigens: Überlegt euch am besten bereits im Vorfeld des Einkaufs, welche Gerichte ihr anbieten wollt. Gerade bei Grillfeiern wird häufig viel zu viel vorab eingekauft – nach dem Motto „es könnte ja jemand verhungern“. Das ist zwar löblich, aber im Hinblick auf das eigene Geldbörsel sowie die Nachhaltigkeit (Stichwort: Lebensmittelverschwendung) sollte man sich bereits im Vorfeld gut überlegen, wie viel Lebensmittel man tatsächlich braucht. Grillspieße mit verschiedenen Gemüse- und Fleischarten lassen sich z.B. hervorragend vorbereiten und einplanen. Mehr als 4 Spieße wird kaum jemand essen, da lässt sich die Planung gut einteilen.

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Gut vorzubereiten und planbar: Grillspieße mit marinierten Scampi oder herzhaft mit Filetstücken vom Schwein und Gemüse.

 

2. Selbst mariniert schmeckt besser

Beinahe nichts ist blutleerer als eine Grillerei, bei der nur fix fertig mariniertes Grillgut aus dem Supermarkt auf den Grill landet, gerade weil Essen für mich viel mehr bedeutet als die bloße Befriedung des Hungersgefühls. Deswegen trifft meine Abneigung gegen halbfertige Nahrungsmittel auch auf andere Convenience-Produkte wie fertige Gemüsespieße, vorgeschnittenes Gemüse im Allgemeinen oder Tramezzini von der Tankstelle zu.Und obwohl ich durchaus selbst manchmal Convenience-Produkte wie Fertig-Blätterteig benutze (sei es aus Zeitgründen, sei es aus Bequemlichkeit), bin ich beim Grillen unnachgiebig. Grill-Fleisch, -Gemüse oder -Fisch muss sorgfältig ausgewählt, vorbereitet und in jedem Fall selbst gewürzt werden.

Wer keine Idee hat, aus welchen Gewürzzusammenstellungen sich eine gute Grillmarinade zusammensetzt, dem seien fertige Grillgewürz-Mischungen ans Herz gelegt. Die Basis für eine Grillmarinade mit Gösser Bier von Kotanyi wird einfach mit ein paar EL Maiskeimöl angerührt und schmeckt – und zwar nicht nur deshalb, weil ich als gebürtige Steirerin dem Gösser Bier traditionell verbunden bin (für alle, die es nicht wussten: Göss ist ein Ortsteil von Leoben, meiner Heimatstadt). Ich mag die Kotanyi-Produkte auch, weil sie komplett ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel oder Farbstoffe hergestellt werden und variabel einsetzbar sind. Das „Grillgewürz Gösser Märzen mit Hopfen und Malz“ habe ich bereits seit letztem Sommer mit unterschiedlichen Fleischsorten (Hähnchen, Koteletts) ausprobiert und kann sie deshalb sehr empfehlen. Aber auch das Barbecue Gewürzsalz ist einfach in der Anwendung und schmeckt vor allem mit Schweinefleisch sehr gut.

Frische Zutaten sind die beste Basis für ein gelungenes Grillvergnügen. Das Fleisch selbst zu würzen, versteht sich von selbst.

Frische Zutaten sind die beste Basis für ein gelungenes Grillvergnügen. Das Fleisch selbst zu würzen, versteht sich von selbst.

3. Achtet auf den Flüssigkeitshaushalt

Auf jeder Party solltet ihr darauf achten, genug antialkoholische Getränke vorzubereiten – das gilt vor allem für den Gastgeber, der pro Person im Sommer zumindest 1 Liter Wasser einplanen. Kaltes Wasser mit selbstgemachten Sirupen – z.B. Limetten-Ingwer-Minz-Zitronen-Sirup oder Ribisel-Pfirsich-Sirup und Eiswürfeln erfrischen ebenfalls und schmecken herrlich.Bei den alkoholischen Getränkeklassikern, die auf den meisten Grillfeiern gereicht werden, handelt es sich meistens um Bier oder weißen Spritzer. Aber wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Cider? Ich habe für mich den Goldkehlchen Cider als willkommene Alternative entdeckt. Die Äpfel, die für den Goldkehlchen Cider (erhältlich im gut sortierten Fachhandel – z.B. Gourmet SPAR oder bei Merkur am hohen Markt) verwendet werden, kommen übrigens ebenfalls aus der Steiermark, wecken bei mir also durchaus heimatliche Gefühle.😉

Goldkehlchen Cider Himbeer (auch als Apfel-Variante erhältlich) erfrischt auf die steirische Art.

Goldkehlchen Cider erfrischt mit heimischem Obst.

Ich hoffe, meine Tipps für einen gelungenen Grill- und Picknickausflug gefallen euch und wünsche euch damit noch einen herrlichen Sommer!🙂

Clafoutis: Französischer Eierkuchen mit sommerlichem Steinobst

Sommerzeit ist Erntezeit: Ob Kirschen, Marillen, Pfirsiche oder Zwetschken – in der Zeit von Juni bis September ist bei mir eindeutig Obstkuchenzeit.🙂 Heute zeige ich euch ein sommerlich-leichtes und fruchtiges Obstkuchen-Rezept, das ich vor ein paar Jahren bei einer Freundin kennengelernt habe: Der Clafoutis ist eine französische Variante des Eierkuchens, der am besten lauwarm schmeckt und mit nahezu allen Früchten zubereitet werden kann!

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Ob mit Kirschen, Nektarinen, Pfirsichen oder Marillen: Der Clafoutis ist für mich das perfekte Naschwerk, um sommerliches Obst (gerne auch im Mix untereinander) zu verwerten. Der Teig ist leicht zuzubereiten, kann variiert werden und der Kuchen funktioniert sogar mit Mango oder Ananas (aber bitte jedenfalls frisch, und nicht aus der Dose). Am besten schmeckt der Clafoutis im lauwarmen Zustand, mit Puderzucker bestreut, aber auch kalt schmeckt der Eierkuchen immer noch sehr gut. Traditionell wird der Clafoutis mit Kirschen zubereitet und in einer Quicheform gebacken.

Zutaten (für 2 Quiche-Formen Ø 26 cm):

  • 6 Eier
  • 300 ml Milch
  • 1 EL Zucker
  • 1 Tl Vanillezucker
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 500 g Früchte (entsteinte Kirschen, säuerliche Äpfel, Marillen- oder Nektarinen-Würfel, je nachdem, was gerade zu verwerten ist)
  • Staubzucker zum Bestreuen
  • Butter zum Ausfetten der Form

Zubereitung:

Für den Teig werden zunächst die Eier mit der Milch versprudelt und anschließend die trockenen Zutaten hinzugefügt und verquirlt. Das Obst wird in kleine Stücke gewürfelt und gut durchmischt. Der Ofen wird auf 180 Grad vorgeheizt (bei Ober- und Unterhitze; für Umluft reichen 160 Grad). Übrigens gelingt der Kuchen bei Ober- und Unterhitze ähnlich wie eine Creme brulée – bei Umluft geht er lockig-flockig auf. So oder so ist der Clafoutis lecker!😉

Anschließend werden die Quiche-Formen mit der Butter ausgefettet, damit sich der Clafoutis später aus der Form heben lässt. Das Obst wird nun zu gleichen Teilen und regelmäßig in die gebutterte Form gegeben. Anschließend den Eierteig über den Früchten verteilen und die Quiche-Formen im Ofen bei 180 bzw. 160 Grad eine Stunde lang backen lassen. Der Clafoutis ist dann fertig, wenn die Stichprobe nicht mehr klebt und die Oberfläche schön goldbraun gebacken ist. Mit etwas Puderzucker bestreuen und in noch lauwarmen Zustand servieren. Mahlzeit!🙂

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Herrlich fuchtig-fluffig: Der Clafoutis ist ein wahrer Allrounder im Sommer und kann mit allen Früchten zubereitet werden.

 

Pilzzeit: Eierschwammerl haltbar machen

Der Sommer ist da und mit ihm auch wieder die Schwammerlsaison!😀 Jedes Jahr freue ich mich schon ab Anfang Juni darauf, wieder mit Messer und Körberl „bewaffnet“ in den Wald aufzubrechen und Pilze und Schwammerl zu suchen. Weil die Schwammerlsaison in der Steiermark aber meistens kurz, der Hunger nach Eierschwammerl und Co. aber beständig ist, stelle ich euch heute meine Methode vor, mit der ich die kleinen gelben Pilze haltbar mache! 

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Wenn es in der Steiermark ab Anfang Juli endlich warm genug ist, schießen auch bei uns die sprichwörtlichen Schwammerl aus dem Boden. Spätestens, wenn dann ungefähr ab August noch die Steinpilze endlich dazukommen, gibt es für mich kein Halten mehr: Ausgerüstet mit Messer und Körberl geht’s „in die Pilze“ (wie unsere deutschen Nachbarn zu sagen pflegen). Welche Pilze und Schwammerl es bei uns so zu finden gibt, könnt ihr übrigens hier in meiner kleinen Pilzkunde nachlesen. Und genau zu dieser Zeit lade ich auch immer meine Freunde zum großen „Schwammerlschmaus“ ein – da gibt es unter Anderem auch herzhafte Muffins mit Eierschwammerlsoße!

Doch der Hunger auf Schwammerl hält an und so lohnt es sich, einen Teil der Ernte abzuzwacken und ihn fürs restliche Jahr haltbar zu machen. Vorneweg sei gesagt, dass Eierschwammerl nicht roh eingefroren werden sollten, dadurch werden sie zäh und vor allem extrem bitter! Man muss die Pilze also vor dem Haltbarmachen zubereiten. Meine Methode, mit der die Eierschwammerl garantiert 3 Monate haltbar werden (länger bleiben bei mir die Gläser nicht stehen😉 ), zeige ich euch heute!

Zutaten:

  • 4 Einmachgläser á 250 ml (etwa 8 Portionen)
  • 1 kg frische Eierschwammerl, geputzt
  • 400 g Schinkenspeck, gewürfelt
  • 3 mittelgroße Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 EL Butter
  • 1 Handvoll Petersilie, gehackt
  • Pfeffer
  • Sonnenblumenöl
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Damit die Eierschwammerl – auch Pfifferlinge genannt – auch im Winter auf den Tisch kommen, lohnt sich das Einkochen im Glas.

Zubereitung:

Den Speck in kleine Würfel schneiden (für eine vegetarische Variante kann man ihn auch weglassen, dann benötigt man allerdings mehr Butter bzw. Pflanzenfett für die spätere Zubereitung), ebenso mit den Zwiebeln verfahren. Die Schwammerl werden mit einem Pinsel und Messer geputzt (möglichst nicht waschen, denn dadurch geht der Geschmack verloren!) und anschließend grob zerkleinert.

In einer großen Pfanne wird anschließend die Butter erhitzt, dann die Zwiebel sowie die Speckwürfel hinzugeben und anrösten, bis der Zwiebel glasig ist und der Speck duftet. Anschließend die zerkleinerten Eierschwammerl hinzugeben und umrühren. Die Petersilie hinzugeben und ordentlich pfeffern (ich salze die Schwammerl nicht, da das Salz ihnen sonst noch mehr Flüssigkeit entzieht). Auf großer Flamme unter mehrmaligen Rühren einkochen lassen. Nach etwa 10 Minuten, wenn alle Eierschwammerl gut durchgedünstet sind, das überschüssige Pilzwasser mit einer Suppenkelle abschöpfen und die Schwammerl-Speck-Mischung anschließend gut durchkochen, bis der Rest der Flüssigkeit aufgesogen ist. Übrigens: Den Pilzsud nicht wegschütten, sondern am besten für eine Pilzsuppe oder ein Schwammerlrisotto einfrieren!🙂

Wenn die Schwammerl kaum mehr Flüssigkeit haben, die heiß ausgespülten Einmachgläser zur Hand nehmen und bis zum Rand mit der noch heißen Schwammerlmischung befüllen. Durch Schütteln und Klopfen der Gläser auf der Küchentheke sorgt ihr dafür, dass möglichst wenig Abstand zwischen den Pilzen und somit wenig Luft im Glas ist. Sobald das Glas voll ist, das Sonnenblumenöl zur Hand nehmen und das Glas bis zum Rand damit auffüllen. Schnell verschrauben und mit dem Deckel nach unten auf der Theke auskühlen lassen. Dadurch entsteht ein Vakuum, das dafür sorgt, dass der Inhalt des Glases nicht schimmeln kann und sich im Kühlschrank aufbewahrt, monatelang frisch hält.

Die Masse kann übrigens auch sehr gut portioniert in TK-Beuteln tiefgefroren werden. Wenn ich also im späten Herbst oder Winter Gusto auf Schwammerl bekomme, öffne ich einfach ein Glas, leere es in eine heiße Pfanne, füge 250 ml Schlagobers (oder Sauerrahm) hinzu, würze nach und serviere die fertige Schwammerlsoße entweder mit Nudeln oder Semmelknödeln.🙂 Mahlzeit!

TIPP: Für das Einkochen der Schwammerl eignet sich neben Sonnenblumenöl auch Maiskeim- oder Rapsöl. Olivenöl empfiehlt sich hingegen nicht, da es durch seinen starken Eigengeschmack den Geschmack der Pilze übertönt.

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Noch heiß befüllt, sorgen das Öl und das Vakuum im Glas dafür, dass die Schwammerlmischung monatelang frisch bleibt.

Griechischer Salat mal anders

Einer DER Klassiker in der Sommerküche ist der Griechische Salat mit Paradeisern, Paprika, Fetakäse und mediterranen Kräutern. Heute stelle ich euch eine Variante dieses Gerichts vor, das ich vor einigen Jahren während meines Griechenland-Urlaubs kennengelernt habe: Griechischer Salat aus dem Ofen! 

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Dieses Gericht habe ich vor einigen Jahren in einem kleinen Hafen-Restaurant auf Samos kennengelernt, dort wurde es mir als Vorspeise mit frischem Weißbrot serviert. Der griechische Salat aus dem Ofen ist einfach zubereitet und lässt sich mit jedem vorhandenen Gemüse variieren (etwa Melanzani, Mais, oä). Ein klassisch zubereiteter griechischer Salat enthält natürlich Salatgurke, diese wird bei diesem Rezept aber kurzerhand durch die gebraten wesentlich schmackhaftere Zucchini ersetzt. Abgerundet wird das Gericht durch die Zugabe von mediterranen Kräutern, wie Basilikum, Oregano, Rosmarin, Majoran und Thymian. Wer diese nicht frisch parat hat, dem ist die neue Gewürzmischung „Dalmatinische Kräuter“ von Kotányi empfohlen, die aus 100% Kräutern besteht und schnell zur Hand ist.

Zutaten (für 4 Personen):

Zubereitung:

Gemüse waschen, trockentupfen und in etwa gleich große Würfel schneiden. Den Fetakäse in kleine Vierecke zerteilen. Vier etwa 30×30 cm große Rechtecke aus Alufolie vorbereiten und das Gemüse zu gleichen Teilen auf der Alufolie verteilen. Den Fetakäse mit der Hand zerbröseln und über dem Gemüse verteilen. Nun kommt die Kotányi-Gewürzmischung „Dalmatinische Kräuter“ zum Einsatz. Diese großzügig über den Gemüsehäufchen verteilen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

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Anschließend wird das Ganze fest zu kleinen Paketen gefaltet, die anschließend bei mittlerer Hitze (etwa 200° C) in den Ofen kommen. Nach etwa 25 Minuten können die Pakete aus dem Ofen genommen und auf einem Teller serviert werden. Das Öffnen der Salatpakete erfolgt dann direkt am Tisch, dazu passt Weißbrot mit Olivenöl. Mahlzeit!🙂

Gutes aus der Resteküche: Spargelcremesuppe

Meine Rezepte für Spargelkuchen, Risotto und Ofenspargel kennt ihr ja schon. Doch was macht man am besten aus den Resten vom Spargelfest – genauer gesagt, den Schalen und holzigen Enden? Meine Antwort: Eine cremige Spargelsuppe mit knackigen Spargelspitzen.

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Für die Zubereitung dieser cremigen Suppe braucht es nicht viel, und es ist die ideale Möglichkeit, aus den Spargelresten (die ansonsten im Müll gelandet wären), noch etwas Genießbares zu zaubern.🙂 Die Mühe, den Spargelsud vorab anzufertigen, lohnt sich, denn die Suppe überzeugt mit intensiv-feinem Spargelaroma.

Zutaten (für ca. 1 Liter Suppe):

  • Schalen und Spargelenden von 1/2 kg Spargel
  • 1 EL Zucker
  • 1 trockene Semmel vom Vortag
  • 1/4 kg weißer Spargel
  • 1 große Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 0,25 L Cremefine
  • 2 EL Suppenwürze
  • Salz, Pfeffer, Vegeta

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Zubereitung:

Den Spargel schälen und die holzigen Enden entfernen. Die Spargelreste aber nicht wegwerfen, sondern für den Spargelfond beiseite legen. Die Reste gemeinsam mit einem Liter Wasser, einem gestrichenen Teelöffel Salz, Suppenwürze und Zucker sowie der trockenen Semmel (diese dient dazu, die Bitterstoffe aus dem Spargelgericht zu entfernen) in einem Topf aufkochen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Sud durch ein feines Sieb abseihen und auffangen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln und in Butter anschwitzen. Mit dem Mehl abstauben, den Sud dazugießen und gründlich umrühren. Die Spargelstangen in Stücke schneiden und die Spitzen beiseite legen (diese werden später als Einlage zur Suppe gereicht). Die Spargelstücke zur Suppe geben und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten lang köcheln lassen. Cremefine unterrühren, mit Salz, Pfeffer und ggf. Vegeta würzen und mit einem Pürierstab pürieren. Ziehen lassen und abschmecken. Vor dem Servieren die Spargelspitzen der Länge nach halbieren und 5 Minuten vor dem Servieren in der Suppe verteilen. Mahlzeit!🙂

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Spargel mal anders: Spargel im Blätterteig-Bett

Die Spargelsaison ist schon fast wieder zu Ende, doch mein „Noch einmal schnell Spargel!“-Prinzip zieh ich durch. Nach den Rezepten der Vorjahre – Spargelrisotto und  Spargel aus dem Ofen gibt’s zur Saison 2016 Spargel im Blätterteig-Bett mit Sauerrahm und Schinken. Eine leckere und einfache Mahlzeit, die kalt und warm schmeckt!

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Auf der Suche nach schmackhaften Spargelrezepten bin ich beim Blättern in Sarah Wieners „Kochbuch fürs ganze Jahr“ über dieses Rezept gestolpert, das ich euch heute in einer leicht abgewandelten Version zeigen möchte: Spargelkuchen mit Sauerrahm und Schinken. Das Rezept ist nicht nur schnell und mit wenigen Zutaten zubereitet, sondern schmeckt auch kalt und warm – das macht den Spargelkuchen zum idealen Begleiter z.B. bei Picknicks.

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Zutaten (für 2 bis 4 Personen):

  • 8 Stangen Spargel (weiß oder grün)
  • 1 Pckg. Blätterteig
  • 3 Scheiben Beinschinken
  • 1 Becher Sauerrahm
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Butter

Zubereitung:

Den Spargel schälen und gemeinsam mit der Butter in einer Pfanne von allen Seiten anbraten, bis er bissfest ist. Salzen und pfeffern. In der Zwischenzeit den Blätterteig ausrollen und in 2 bzw. 4 längliche Rechtecke schneiden (je nachdem, wie viele Personen bekocht werden sollen). Die Ränder der Rechtecke rollen und so ein „Bett“ für den Spargel schaffen. Den Sauerrahm mit einem Löffel im Blätterteigbett verstreichen. Den Schinken in kleine Würfel schneiden und auf den Blätterteigkuchen verteilen.

Den Spargel aus der Pfanne heben und jeweils 2 bzw. 4 Stangen auf dem Blätterteigbett platzieren. Mit Salz und Pfeffer (sowie gegebenenfalls ein paar Kräutern) würzen und bei 220°C im Ofen ca. 10 Minuten lang backen. Aus dem Ofen nehmen und entweder heiß mit Salat oder kalt beim Picknick genießen. Mahlzeit!🙂

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Diagnose: Aufschieberitis. 3 Hinweise darauf, dass du ebenfalls daran leidest.

In den letzten Wochen habe ich eine ernstzunehmende Neigung zum aufschieben von Tätigkeiten entwickelt: Ein Interview mit einem Schmuckdesigner, eine Lokalempfehlung, zwei Rezepte, ein Beauty-Review sowie zwei Mode-Posts sind liegen geblieben. Ich muss der Wahrheit ins Gesicht sehen: Ich leide an Prokrastination. Für euch gibt’s heute 3 Symptome, an denen ihr erkennt, ob ihr ebenfalls betroffen seid.

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Ich will mich nicht beschweren, dass ich einen spannenden und anspruchsvollen Job habe, der manchmal auch Überstunden einfordert. Oder dass ich liebe Freunde und Familie habe, die sich gerne an den Wochenenden bei mir ankündigen. Und dass mein Süßer abends am liebsten auf der Dachterrasse den Grill anschmeißt und wir gemeinsam die Abendsonne genießen, bereitet mir auch keinen Grund zur Klage.

Doch bei all dem kündigt sich doch ein schlechtes Gewissen an – das erste Symptom der Prokrastination: Das dumpfe Gefühl, mal wieder einen Blogpost zu verfassen, die Fenster zu putzen oder die Uni-Arbeit endlich zu vollenden. Irgendwo hab ich ja auch mal gelesen, dass erfolgreiche BloggerInnen MINDESTENS zwei Blogposts pro Woche verfassen müssen, um wahrgenommen zu werden. Dass geputzte Fenster schön anzusehen sind, ist auch nichts Neues und die Uni abzuschließen, ist grundsätzlich eine gute Sache.

Doch jeder, der unter Prokrastination leidet, wird schon einmal festgestellt haben: Relevanter Content schreibt sich nicht von alleine und gute Fotos nehmen Zeit in Anspruch. Fensterputzen dauert und anstatt an der Masterarbeit zu feilen, kann man genausogut ins Kaffeehaus gehen. Man könnte auch Musik hören oder Binge-watching (also eine oder mehrere Staffeln einer TV-Serie im Nonstop-Modus anschauen). Letztendlich läuft es darauf hinaus – die Zeit, die es braucht, um die Tätigkeit oder das Hobby auszuführen, ist nicht da. Schließlich muss davor etwas anderes, viel dringenderes, erledigt werden. Redet man sich zumindest solange ein, bis man es selbst glaubt (und ein weiterer Tag verstrichen ist). Künstlich herbeigeführter Zeitmangel, das zweite Symptom.

Und zu guter Letzt noch das dritte Symptom: Verdrängung. Man macht statt der Aufgabe oder des Hobbys einfach etwas anderes und verdrängt die anstehende Aufgabe ganz einfach – schlechtes Gewissen hin oder her. Ich für meinen Teil habe deshalb beschlossen, die Prokrastination vorerst anzunehmen und mich später um dieses Problem zu kümmern. Ich fahre jetzt erstmal auf Urlaub in die Sonne. Ich hab nämlich gehört, dass Sonne gut für die Genesung sein soll. Aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.😉