Gutes für kalte Tage: Überbackene Polenta mit Steinpilzen und Salsiccia

Vor einigen Wochen nahm ich an meinem ersten Online-Bloggertreffen teil – denn auch in Zeiten der Pandemie will Gutes verkostet sein und neue Rezepte ausprobiert. 🙂 Und das Ergebnis will ich euch natürlich nicht vorenthalten, und so gibt es heute auf dem Teller: Herzhafte Polenta mit Piave DOP überbacken, dazu kross gebratene Salsiccia mit frischen Steinpilzen.

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Kennt ihr den Piave DOP Käse? Er stammt aus der italienischen Provinz Belluno (benannt nach dem gleichnamigen Fluss in den Dolomiten) und ist ein geschmacklich sehr angenehmer, milder Käse, der in fünf unterschiedlichen Reifegraden erhältlich ist – in Wien kann man den Käse im 7. Bezirk kaufen. Für dieses Rezept empfiehlt sich ein etwas älterer Reifegrad, da die Polenta den Geschmack durchaus verträgt.

Als Beilage zu meiner überbackenen Polenta habe ich italienische Salsiccia ausgewählt, dazu ein paar frische Steinpilze, die ich noch aus der letzten Pilzsaison im Tiefkühler aufbewahrt hatte. Ihr könnt das Gericht aber auch mit normalen Champignons nachkochen, achtet in dem Fall aber darauf, dass ihr ordentlich Würze hinzugebt.

Zutaten (Polenta) für 4 Personen:

  • 0,5 l Milch
  • 1 l Wasser
  • 375 g Polentagrieß (vorgekocht)
  • 1 TL Salz
  • 1 Msp. Muskatnuss (gerieben)
  • Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 200 g Piave DOP Vecchio (wahlweise köntn ihr auch Grana Padano DOP verwenden)

Zubereitung:

Den Piave DOP mit einer Reibe klein reiben und auf 2 Schüsseln jeweils zur Hälfte aufteilen. Für die Polenta zunächst das Wasser und die Milch in einem großen Topf aufkochen, anschließend die Gewürze hinzugeben und den Polentagrieß unterrühren. Das Ganze unter ständigem Rühren und bei mäßiger Hitze etwa 10 Minuten quellen lassen. Sobald die Polenta angedickt ist, 100 g Piave DOP sowie die Butter unterrühren, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Sobald die Polenta Zimmertemperatur hat, die Masse auf einer mit Backpapier ausgelegten Form ca. 3-4 cm dick aufstreichen, mit dem restlichen Käse bestreuen und bei Oberhitze (oder mit der Grillfunktion) ca. 10 Minuten im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen und goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und kurz zum Stocken beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Salsiccia Würste der Länge nach halbieren, Zwiebel schälen und klein hacken, ebenso mit den Pilzen verfahren (sofern diese nicht ohnehin gewürfelt sind). In einer heißen Pfanne werden dann die Salsiccia Würste ohne Zugabe von Öl oder Butter auf beiden Seiten scharf angebraten, bis sie eine schöne Farbe annehmen. Die Würste aus der Pfanne nehmen und in derselben Pfanne die Zwiebel glasig rösten, und schließlich die Pilze hinzugeben, bis sie gut durchgebraten sind. Abschließend wieder die Würste dazu geben (wer mag, kann an dieser Stelle noch mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen – die Steinpilze bringen aber genügend Eigengeschmack mit, sodass dies in meinem Fall nicht notwendig ist).

Zum Anrichten die überbackene Polenta mit einem Messer (oder einer runden Ausstechform) aus der Form heben, auf einen Teller geben und mit jeweils zwei Salsiccia-Hälften sowie einer Portion Pilzen servieren. Mahlzeit! 🙂

Tipp: Die überbackene Polenta hält sich im Kühlschrank gelagert bis zu drei Tagen und schmeckt serviert mit einem grünen Salat auch am nächsten Tag noch hervorragend!

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Das Chutney ist im Prinzip sehr einfach herzustellen, der aufwändigste Part ist da wohl das Putzen und kleinschneiden der Paradeiser. Das Chutney ist in sauberen Einmachgläsern und kühl und trocken gelagert ca. 1 Jahr haltbar und schmeckt am besten zu kurzgebratenem Fleisch, Ofengemüse, aber auch zu Käse.

Zutaten: 

  • 2300 g grüne Paradeiser
  • 1 großer Bund Frühlingszwiebel
  • 4 EL Salz
  • 1 kg Zucker
  • 200 g Datteln
  • 1 TL Ingwer
  • 300 ml Essig
  • 2 EL scharfer Senf
  • 2 kleine rote Pfefferonischoten
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Kurkuma
  • 2 EL gelbe Currypaste
  • 3 EL Maizena

Zubereitung: 

Die Paradeiser waschen und in kleine (etwa 1 cm groß) Würfel schneiden, ebenso mit den Frühlingszwiebeln verfahren. Beides gemeinsam mit dem Salz in eine große Schüssel füllen und mehrere Stunden (am besten über Nacht) zugedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag die Masse gut ausdrücken und in einen Kochtopf umfüllen. Die Datteln, Knoblauch sowie Pfefferoni kleinschneiden und zu den Paradeisern geben. Den Zucker sowie die übrigen trockenen Gewürze (also alles, bis auf die Currypaste) hinzufügen und mit dem Essig aufgießen. Auf niedriger Stufe im offenen Topf etwa 30-40 Minuten kochen lassen, dabei immer wieder zwischendurch umrühren. Gegen Ende der Kochzeit mit der Currypaste abschmecken – ich habe etwa 2 EL genommen, je nach Geschmack und gewünschtem Schärfegrad kann man aber auch variieren.

Abschließend noch etwas Wasser mit Maizena anrühren und zu dem Chutney geben, um eine sämige Konsistenz zu erhalten. Anschließend die noch heiße Masse sofort in saubere, ausgespülte Gläser füllen und verschließen. Die Gläser für etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen, damit alles luftdicht verschlossen ist. An einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren und zur nächsten Grillfeier oder einfach zum nächsten Abendessen etwas Chutney genießen! 🙂