Advent, Advent: Der Gewinnspiel-Sieger steht fest!

Jetzt wäre es doch glatt vor lauter Weihnachtsfeierlichkeiten passiert: Dass nämlich die Verkündung des Gewinners beim Figlmüller-Gewinnspiel untergeht! 🙂 Das darf natürlich nicht sein, also darf ich euch heute kurz und bündig den Namen des Glückskinds nennen! 

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Vielen lieben Dank an all jene, die am Gewinnspiel teilgenommen und ihr Glück versucht haben. Am liebsten hätte ich euch allen ein Weihnachtsgeschenk gemacht, aber mein Glücksengerl durfte nur einen einzigen Namen aus den zahlreichen Emails und Einsendungen ziehen – und die glückliche Gewinnerin des schönen Figlmüller-Kochbuchs ist Stefanie V. (sie wurde bereits per Email verständigt)! 🙂

Allen anderen danke ich nochmals für die rege Teilnahme und darf versichern, es wird schon sehr bald wieder etwas hier auf Steirerblut & Himbeersaft verlost! 😉 Viel Glück euch allen fürs neue Jahr – rutscht gut rüber und bloß nicht hinfallen! 🙂

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Meine kleine Weihnachtsgeschichte

Vor vielen, vielen Jahren – in etwa, als ich 16 Jahre alt war – habe ich für Freunde eine kleine Weihnachtsgeschichte verfasst. Weil heute das Fest der Liebe ist, möchte ich diese Geschichte mit euch teilen (und entschuldige mich gleich vorab für den langen Text)! 🙂 Viel Spaß beim Lesen und frohe Weihnachten euch allen!

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Der Weihnachtsstern – ein Weihnachtsmärchen von Heike Rössler

Vorwort:

Weihnachten: das Fest der Liebe. Ein christliches Fest, das die Geburt des Herrn feiert. Doch Weihnachten hat es nicht immer gegeben. Diese Geschichte handelt von einer Zeit, in der die Menschen noch nicht einmal das Wort „Weihnachten“ kannten. Obwohl die Handlung im modernen Zeitalter festgelegt ist, ist der Messias noch nicht auf die Erde gekommen…

Es war zu jener Zeit einmal ein kleiner, unscheinbarer Stern, der, umgeben von Millionen und Abermillionen seiner Artgenossen, am Himmelszelt stand und leuchtete. Er war nicht besonders hübsch, strahlte nicht auffallend hell und hatte auch sonst keine hervorhebenden Eigenschaften. Er gehörte nicht einmal (und zwar sehr zu seinem Leidwesen!) einem der großartigen, prachtvollen Himmelsgebilde an, die wir Menschen so lieblos „Sternbilder“ nennen. Tieftraurig und betrübt; nur einer unter vielen seiend, stand er dort droben am Sternenhimmel und leuchtete aus Leibeskräften. Ach, wie beneidete er den strahlenden, von allen bewunderten Nordstern, den man von überall aus auf dieser Welt sehen konnte, den man bestaunte und dem all die anderen Sterne nacheiferten! Der kleine Stern schämte sich seiner; er wurde oft verlacht von seinen Sterngenossen, die dem großen oder kleinen Wagen angehörten.

Ja, sogar die Sterne aus dem Sternbild der Waage machten sich lustig über ihn. Minderwertig sollte er sein, unnütz und keiner, keiner würde es bemerken, würde er fehlen. Oft, wenn es Tag wurde und alle anderen Sterne schliefen, weinte er bittere Tränen und wünschte sich nichts sehnlicher, als jemand anderes zu sein oder auch nur einmal in den paar Sternjahren, die er noch vor sich hatte, von irgend jemandem beachtet zu werden! Der kleine Stern träumte davon, einen Namen zu bekommen, so wie all die anderen. Oder eine Sternschnuppe zu sein. Er würde über das Himmelszelt gleiten und die Menschen würden sich freuen und sich Wünsche wünschen bei seinem Anblick! Er hätte endlich auch ein bißchen Aufmerksamkeit.

Eines Nachts, kurz nachdem alle Sterne aufgegangen waren und der Himmel in ein tiefes Schwarzblau getaucht war, beschloß der Stern, zur Erde hinabzugleiten um zu sehen, ob man dort vielleicht einen mittelhell leuchtenden Stern ohne irgendwelche besonderen Fähigkeiten benötigte. So kam es, dass der kleine Stern ausgerechnet im tiefverschneiten Winter auf der Erde landete. Kalt war ihm und gegen die stockdunkle Nacht konnte sein spärliches Licht kaum etwas ausrichten. Hilflos stolperte er durch den Schnee, bis er zu einem Haus, das neben einem großen, düsteren Wald stand, kam. Vorsichtig setzte er sich aufs Fensterbrett und wagte einen Blick durch das kleine Fenster. Er erblickte einen kleinen Jungen, seine Mutter und seinen Vater. Sie saßen um das Feuer im Kamin herum und rösteten dabei ein paar Kastanien. Ach, wie schön warm muß es doch in dieser guten Stube sein, dachte der kleine Stern versonnen und fiel vor lauter Wonne mit einem leisen Plumps vom Fensterbrett in den tiefen Schnee. Keiner außer dem kleinen Jungen bemerkte das leise Geräusch draußen in der eisigen Winterlandschaft.

Neugierig öffnete der Junge die Tür und steckte seinen Kopf aus dem Türspalt, wobei ihm sogleich ein eisiger Wind das hellblonde Haar auf seinem Kopf zerzauste. Sofort entdeckte er das schwache Leuchten aus dem Schnee unterm Fensterbrett und ging darauf zu. Der kleine Stern, noch immer starr vor Schreck und Kälte, wusste nicht wie ihm geschah, als plötzlich zwei zarte Kinderhände nach ihm griffen, ihn sachte vom Schnee befreiten und ins warme Haus trugen.

Was machst du denn da, fragte die Mutter des Jungen, doch er antwortete ihr nicht und ging, den kleinen Stern unter dem Saum seines Hemdes versteckt, schnurstracks auf sein Zimmer. Wer bist du denn, fragte der kleine Junge. Ich bin ein kleiner Stern, aber ich bin hier auf der Erde weil ich jemand anderes sein möchte, antwortete der Stern. Was möchtest du denn gerne sein, wollte der Junge wissen. Der kleine Stern überlegte lange, ehe er resigniert zugeben musste, dass er das selber nicht so genau wusste. Als der Junge sah, wie traurig der Stern darüber war, beschloß er, ihm zu helfen. Am nächsten Morgen, zeitig in der Frühe, machte sich das ungleiche Paar auf dem Weg in die Stadt. Sie kamen vorbei an unendlichen Reihen von Schaufenstern, in denen die unglaublichsten Dinge feilgeboten wurden. Der kleine Stern, der zum erstenmal in seinem Leben Schuhe, Töpfe, Schränke und dergleichen sah, kam aus dem Staunen beinahe nicht mehr heraus. Bald schon erreichten die beiden den Laden des Bäckermeisters, wo der Junge Brot kaufen musste. Als sie das Geschäft betraten, wehte ihnen eine Duftwolke aus Zimt, Koriander und frischgebackenem Brot entgegen. Der kleine Stern atmete tief ein, sah sich um….und entdeckte eine große Schüssel, angefüllt mit Sternen!

Alle so groß wie er, nur glänzten sie nicht und hatten einen satten Braunton und oben drauf so etwas das aussah wie Schnee. Aufgeregt fragte der Stern den kleinen Jungen, was das sei. Das sind Zimtsterne, erklärte der Junge, die kann man essen – sie sind wunderbar süß und es gibt sie nur um diese Jahreszeit. Nein, ich will nicht gegessen werden, dachte der kleine Stern bei sich, hüpfte vom Arm des Jungen und lief hinaus aus dem Bäckerladen. So ein Zimtstern war zwar süß, aber so etwas wollte der kleine Stern dann doch nicht sein.

Er lief weiter und blieb vor einem Geschäft stehen, in dem viele bunte Stoffbahnen im Schaufenster hingen. Auf einigen davon waren auch Sterne abgebildet, viele davon, aber sie alle waren weiß und glanzlos. Sterne, die nicht glänzen und weiß sind, nein, sowas möchte ich nicht sein, dachte der kleine Stern und lief weiter.

Komische Dinger bewegten sich auf der Straße neben ihm. Wie von Zauberhand gezogen, aus glänzendem bunten Metall, wie Kisten, und darinnen saßen Menschen! Es gab große und kleine, rote und blaue, und der kleine Stern setzte sich auf den Randstein und beobachtete die fahrenden Kisten. Plötzlich entdeckte er einen Stern auf einem dieser Dinger, ganz am vorderen Ende.

Er lief ihm nach, denn dieser Stern war schöner als alle anderen, die er bisher auf der Erde gesehen hatte. Er war groß und glänzte silbern und war in einen Ring aus Silber gefaßt. Die Kiste blieb stehen und der kleine Stern sprang aufgeregt vor seinem Artgenossen hin und her, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Silberstern glänzte nur weiter und sein lebloser Glanz erschreckte den kleinen Stern mit einemmal. Dieser Stern ist zwar wunderschön, aber er scheint sich nicht bewegen zu können, überlegte der kleine Stern, Nein, so etwas möchte ich auch nicht sein und lief weiter.

Außerdem, so stellte er fest, gab es viele von diesen Sternen auf den Kisten, die sich vorbeibewegten und dabei einen Höllenlärm veranstalteten. Damit wäre er wieder nichts besonderes. Tieftraurig lief er durch die Straßen dieser großen Stadt und musste schließlich einsehen, dass er wohl nie etwas Außergewöhnliches sein würde. Er bog in eine Seitengasse ein, in der war es dunkel und eng. Inzwischen wurde es Abend und es begann zu schneien. Mutlos ließ er sich in den Schnee fallen und weinte. Er weinte und jede seiner Tränen schien sofort zu Eis zu gefrieren, kaum dass sie sein Auge verlassen hatte. So saß er da und schluchzte und fühlte sich hundeelend. Allein und frierend und keiner vermisste ihn, so dachte er. Doch halt, damit lag er falsch. Gerade, als er sich dazu durchgerungen hatte, wieder aufs Himmelszelt zurückzukehren, erschien ein Mensch vor ihm.

Eigentlich sah es kein bißchen aus wie ein Mensch, viel schöner und ein warmes Licht ging von ihm aus, er schien innerlich zu leuchten. Auf dem Rücken hatte es zwei schneeweiße Flügel und war ganz ein weißes Gewand gehüllt. Seine Füße (die übrigens keine dieser komischen Lederumhüllungen, die hierzulande wohl üblich waren, trugen) schienen den Boden nicht zu berühren. Das Wesen sprach mit dem kleinen Stern, doch sein Mund bewegte sich nicht. Da bist du ja, ich hab dich überall gesucht, sagte das Wesen. Wer bist du, fragte der fassungslose kleine Stern. Ich bin der, der dich holen kommt, damit du eine wichtige Aufgabe übernimmst; du sollst drei weisen Leuten den Weg leuchten, sprach das Wesen (wieder, ohne auch nur ein bißchen seinen Mund zu bewegen). Ich? Ich leuchte doch nicht hell genug, klagte der Stern. Jetzt schon, sprach das Wesen und kaum war der Satz ausgesprochen, schaute der kleine Stern an sich herunter und war plötzlich geblendet von dem Licht, das von ihm ausging.

Du hast dir solche Mühe gegeben, jemand besonderes zu sein und bist dabei viele Risiken eingegangen, deshalb wollte Er dich belohnen mit der Erteilung dieser Aufgabe, erklärte das Wesen und nahm ihn bei der Hand. Überglücklich und außer sich vor Freude wehrte sich der kleine Stern nicht, als das Wesen höher und höher mit ihm aufstieg, bis sie schließlich am Himmelszelt angekommen waren; er fragte auch gar nicht nach, wer denn dieser ominöse „Er“ sei.

Der kleine Stern sah sich um und konnte es kaum fassen: er leuchtete sogar noch heller als der Nordstern! Nun, siehst du diese Männer dort unten auf Erden, fragte das Wesen und riss ihn abrupt aus seinen euphorischen Gedanken. Ja, antwortete der kleine Stern, sind das die Männer, die ich führen soll? Ja, sprach das Wesen, sie müssen in eine Stadt, die Jerusalem heißt, weil sie dort einen wichtigen Auftrag erfüllen müssen; schaffst du das? Das Wesen verschwand, ohne das begeisterte „Ja!“ des kleinen Sterns noch hören zu können, so schnell und unerklärlich wie es gekommen war. Das muß ein Engel gewesen sein, dachte der kleine Stern und machte sich auf den Weg, die drei Männer zu geleiten.

Drunten, auf der Erde, traf der kleine Junge auf drei seltsame Männer, die sich anscheinend verirrt hatten und ließen ihn für ein paar Minuten nicht an seinen seltsamen kleinen Stern, der plötzlich verschwunden war, denken. Sie waren äußerst seltsam gekleidet und hatten alle drei Geschenke bei sich. Sie schienen unterschiedlicher Rasse und Herkunft zu sein, doch hatten sie alle etwas seltsam königlich-anmutiges an sich. Der kleine Junge war eigentlich auf dem Weg nach Hause und als die Männer ihn nach dem Wege in eine ihm unbekannte Stadt fragten, blickte er zum Himmel und entdeckte den kleinen, nun strahlend hell leuchtenden Stern. Er lächelte die drei Männer an, wies mit einem Kopfnicken stumm himmelwärts und machte sich weiter auf, um nach Hause zu kommen.

Einmal noch blickte er hinter sich und sah, wie die Männer dem Stern folgten, jeder sein Geschenk in der Hand. Mutter, es ist ein Wunder geschehen, sprach der kleine Junge, zu Hause angekommen, lächelte und wünschte sich insgeheim, er wäre ein Stern.

Advent, Advent – ein Gewinnspiel rennt!

Vor einigen Tagen habe ich es euch angekündigt – heute ist es endlich soweit! Im Rahmen der Geschenkideen & Inspirationen-Reihe – die ich gemeinsam mit Cat’s bits and pieces, Prettycurvysecrets, My Impressions 4U und Vienna Fashion Waltz  für euch gestaltet habe – gibt es heute ein ganz besonderes Geschenk für eine meiner Leserinnen: Das Figlmüller Kochbuch. Wiener Küche. Kochen nach Bildern!

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Von dem Kochbuch des berühmten Wiener Restaurants Figlmüller habe ich euch bereits einmal im Rahmen unserer „Tischlein deck dich“-Reihe berichtet. Das innovativ gestaltete und 230 Seiten starke Werk enthält von Generation zu Generation weitergegebene Küchengeheimnisse aus dem Hause Figlmüller und zeigt in farbenprächtigen Bildern Schritt für Schritt, wie die Gerichte zubereitet werden.

Neben klassischen Rezepten der Wiener Küche, wie Tafelspitz, Zwiebelrostbraten, Schlosserbuben oder Kaiserschmarren fehlt in „Wiener Küche: Kochen nach Bildern“ natürlich auch nicht das Rezept für das berühmte Figlmüller-Schnitzel. Fans des Wiener Gastronomie-Betriebs und Liebhabern der Wiener Küche sei dieses Buch deshalb schwer ans Herz gelegt (Klick aufs Bild öffnet die Galerie).

Das Besondere an „Wiener Küche: Kochen nach Bildern“: Um alle Kochschritte authentisch abzubilden und jedes Detail für den Leser nachvollziehbar zu machen, wurde bei der Erstellung der Fotos auf Foodstyling oder Zugabe von Farbstoffen vollkommen verzichtet! Sämtliche Rezepte wurden in einem drei Monate dauernden Prozess original zubereitet, jeder Arbeitsschritt einzeln abfotografiert und vom Figlmüller-Team auch verkostet. Die einzelnen Schritte werden mit kurzen, prägnanten Fomulierungen kommentiert – ein Glossar im Anhang erläutert Fachbegriffe.

„Wiener Küche: Kochen nach Bildern“ unterm Christbaum!

Ihr wollt „Wiener Küche: Kochen nach Bildern“ unter eurem Christbaum haben? So einfach könnt ihr dieses tolle Kochbuch gewinnen: Schickt eine Email mit eurem Namen, Adresse sowie dem Kennwort „Figlmüller“ an edelweissweihnachten@gmx.at und ihr nehmt automatisch an der Verlosung teil! Der Einsendeschluss für dieses Gewinnspiel ist der 22. Dezember 2014 (23:59 Uhr) – der oder die glückliche GewinnerIn wird dann am 24. Dezember verständigt und darf sich über ein zusätzliches Geschenk vom Christkind freuen! 🙂 Alle Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel findet ihr hier. Vielen Dank an ACTS Communication für die freundliche Unterstützung und die Bereitstellung des Gewinnspiel-Exemplars.
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Buchtipp: Antonio Fian – Das Polykrates-Syndrom

Es geschieht einem ja ab und zu, dass einem unverhofft ein kleines Goldstück in die Hände fällt. So ähnlich fühlte es sich jedenfalls für mich an, als ich „Das Polykrates-Syndrom“ von Antonio Fian durch hatte. Ein Buch, das ich hiermit Liebhabern von gut geschriebenen Krimis, Connaisseuren des schwarzen Humors sowie Satire-Fans sehr ans Herz legen möchte. 

"Das Polykrates-Syndrom" von Antonio Fian, erschienen im Droschl Verlag 2014. ISBN: 9783854209508

„Das Polykrates-Syndrom“ von Antonio Fian, 2014 erschienen im Literaturverlag Droschl. ISBN: 9783854209508

Worum geht’s?
Boy meets Girl – und plötzlich geht alles den Bach runter. Artur lebt in Wien, ist mehr oder weniger glücklich mit Rita verheiratet und führt ein Leben in einlullender Eintönigkeit als akademisch ausgebildeter Copyshop-Mitarbeiter und Nachhilfelehrer für verwöhnte Burschen aus dem 19. Bezirk. Vom Leben selbst erwartet er nicht mehr allzu viele Überraschungen, bis eines Tages eine mysteriöse Fremde – in Gestalt von Alice – den Copyshop betritt und eine Botschaft für ihn hinterlässt. Von der Neugier angetrieben, was diese Begegnung bedeuten könnte, beschließt Artur, ihr zu folgen. Durch diese Entscheidung läuft Arturs bisher geregeltes Leben vollends aus dem Ruder: Wahnwitzige Lügengeschichten, blutrünstige Morde und hinterfotzige Intrigen begleiten den Protagonisten fortan und führen den Leser schließlich zu der bitteren Erkenntnis, dass wie in Schillers Parabel, auf großes Glück nur allzu häufig großes Unglück folgt.

Kostprobe gefällig?
Sie lachte und streckte mir die Hand hin. »Ich heiße Alice.« Sie sprach es französisch, Aließ.
»Artur«, sagte ich.
Dann Händeschütteln.
Dann nichts.
Der Kellner rettete uns. Ich hatte Lust auf einen doppelten Tequila und ein Bier, aber ich befürchtete, dass sie mich dann für einen Alkoholiker halten würde, also bestellte ich Kaffee. Sie hatte ihren schon ausgetrunken und wollte jetzt ein Viertel Weiß. Meine Befürchtungen schienen überflüssig gewesen zu sein.
»Was sollte das mit dem Hemd?« nahm ich das Gespräch wieder auf.
»Es war hübscher als das, das Sie heute tragen«, sagte sie. »Nicht ganz so langweilig. Sind Sie verheiratet?«
Ich legte die Hände mit gespreizten Fingern auf den Tisch. Es beeindruckte sie wenig.
»Die meisten Männer nehmen den Ehering runter, wenn sie sich mit anderen Frauen treffen. Es ist sicherer, sich an der Kleidung zu orientieren. Nach Ihren Hemden zu urteilen, sind Sie verheiratet.«
»Ich habe auch buntere. Aber ich hatte keine Zeit, mich nach der Arbeit umzuziehen.«
»Sie sind trotzdem verheiratet, wetten?«
Ich nickte. »Seit acht Jahren. Keine Scheidung in Sicht. Ist das ein Problem?«
»Ich bin nur neugierig. Warum sind Sie mir nachgegangen?«
Unangenehme Frage. Schließlich wusste ich das selbst nicht. »Weil ich ein Idiot bin«, sagte ich.
Das war die falsche Antwort. Zwar bemühte sie sich zu lächeln, aber die Enttäuschung war ihr anzusehen. Mir war klar, dass ich ihr ein Kompliment machen musste, aber mir fiel nur ein, was der Wahrheit am nächsten kam: »Ich habe mir vorgestellt, Sie anzusprechen, auf einen Tequila einzuladen und dann mit Ihnen zu schlafen. Idiotisch genug?«

Worum geht’s wirklich?
Be careful what you wish for. Das Leben und der Alltag an sich können manchmal verdammt öde und trist sein. Doch wer wie Artur meint, der Langeweile entfliehen zu müssen, indem er sich auf ein scheinbar unbedeutendes (aber aufregendes!) Abenteuer einlässt, findet sich selbst schnell in einem Strudel von Ereignissen wider, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.

Wer hat’s geschrieben?
Antonio Fian wurde 1956 in Klagenfurt geboren und lebt seit 1976 in Wien. Der für seine Dramolette und Essays mehrfach ausgezeichnete Autor (unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik) schreibt Romane, Theater- und Hörstücke und ist auch als Kommentator für den Standard tätig. „Das Polykrates-Syndrom“ für das Fian unlängst für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 nominiert wurde. zeichnet sich durch spitze Formulierungen, schwarzen Humor und auch einen kräftigen Schuss Erotik aus.

Fazit?
Ein wunderbar kurzweiliger und spannender Krimi mit einer großen Portion Wiener Lokalkolorit, in dem sich menschliche und genuin österreichische Abgründe auftun und von Fians spitzer Feder in bester satirischer Manier durch den Kakao gezogen werden.

Wo gibt’s das Buch?
Antonio Fian: Das Polykrates-Syndrom
Roman, 2014. Erschienen im Literaturverlag Droschl.
ISBN: 9783854209508
Preis: 19€
Als Hardcover oder e-Book zu bestellen

Hurra, Hurra! Der Gewinner steht fest!

Alles hat mal ein Ende und so verhält es sich auch mit dem Gewinnspiel, das ich im Juli veranstaltet habe. Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Teilnehmer, die alle das Buch Unnützes Habsburger Wissen gewinnen wollten und die Frage beantwortet haben (die richtige Antwort lautete natürlich Mary Vetsera). 

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Am Ende ist es aber so, dass leider nur einer gewinnen kann. Ich habe also aus allen richtigen Email-Einsendungen sowie den Angaben auf der Facebook-Seite von Steirerblut und Himbeersaft den Gewinner per Zufallsprinzip ausgelost. Und der Gewinner ist – hier bitte einen Trommelwirbel dazu denken 🙂 – Bettina Eichhorn!

Sie hat mir ihre richtige Antwort per Email zugesendet und damit das Buch gewonnen! Ich gratuliere ganz herzlich und werde sie nun umgehend kontaktieren, damit ich ihr ihren Gewinn zusenden kann. Allen anderen, die bei meinem ersten Gewinnspiel leider nicht gewonnen haben, möchte ich aber nochmals ganz herzlich für ihre Teilnahme danken und ihnen für das nächste Mal viel Glück wünschen – denn eines ist sicher, auf Steirerblut und Himbeersaft wird es mit Sicherheit bald wieder etwas zu gewinnen geben! 😉

Ein Dankeschön ergeht an dieser Stelle auch an den Holzbaum Verlag sowie an die Redaktion von Stadtbekannt.at, die so freundlich waren, mir den Gewinn zur Verfügung zu stelllen!

Und alle so: Yeah, ein Gewinnspiel!

Es kommt wohl für jeden im Leben früher oder später einmal so eine Phase, in der man seinen Mitmenschen etwas zurückgeben will. Was für ein Glück für euch, liebe Leser, dass es bei mir gerade soweit ist! 😉 Denn genau aus diesem Grund könnt ihr auf Steirerblut & Himbeersaft etwas gewinnen! 🙂

Juhu, es gibt was zu gewinnen! :)

Juhu, es gibt was zu gewinnen! 🙂

 Was gibt’s denn zu gewinnen?
Der Holzbaum Verlag war so freundlich, mir ein Verlosungsexemplar des brandneuen Buches „Unnützes Habsburger Wissen“ zur Verfügung zu stellen. Dieses werde ich in der Zeit vom 15. bis zum 30. Juli 2014 verlosen. Wer also schon immer mal wissen wollte, welcher österreichische Kaiser an einer Überdosis Melonen gestorben ist und welcher aristokratische Hallodri pudelnackt (nur mit einem Säbel „bekleidet“) durch das altehrwürdige Hotel Sacher wieselte, sollte nun die Ohren spitzen! 🙂 Verfasst und herausgegeben wurde das informative und unterhaltsame Werk übrigens von den RedakteurInnen des Online-Magazins Stadtbekannt!

Als Preis winkt ein Exemplar von "Unnützes Habsburger Wissen" aus dem Holzbaum Verlag.

Als Preis winkt ein Exemplar von „Unnützes Habsburger Wissen“ aus dem Holzbaum Verlag.

Und wie kann ich diesen tollen Preis gewinnen?
Ihr müsst nur bis zum 30. Juli 2014 diese einfache Frage beantworten:

Wie hieß die Geliebte von Kronprinz Rudolf, die gemeinsam mit ihm 1889 in Schloss Mayerling Selbstmord beging?

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, habt ihr zwei Möglichkeiten:
1) Ihr loggt euch einfach auf eurem persönlichen Facebook-Profil ein, gebt der Facebook-Seite von Steirerblut und Himbeersaft ein dickes fettes „Like“ und beantwortet unter dem entsprechenden Beitrag zum Gewinnspiel die Frage ODER
2) Ihr schreibt die Antwort auf die Frage per Email an steirerblut.und.himbeersaft@gmail.com – Kennwort: Habsburger

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel findet ihr hier.

Unnützes Wissen über Wien

Wusstet ihr, dass der Wiener Prater in etwa doppelt so groß ist wie der New Yorker Central Park? Oder dass mein geliebter Augarten (in dem ich dreimal die Woche meine Laufrunden absolviere) der geographische Mittelpunkt Wiens ist? Wenn nicht, habt ihr wieder mal was gelernt! 😉 Und wer wie ich gerne ein bisschen mit seinem unnützen Allgemeinwissen angibt, dem möchte ich heute eine Buchempfehlung aussprechen!

Meinen letzten Freitagabend verbrachte ich bei einer ausgesprochen lustigen Bingolesung. Vielleicht fragt ihr euch jetzt so wie ich: Was zur Hölle ist eine Bingolesung?! Nun, das Prinzip ist recht einfach: Man schreibe etliche Passagen aus einem Ratgeber, wie dem „Unnützes WienWissen 2“ (erschienen im Holzbaum Verlag), auf Zettel und lasse sie von einem Moderator vorlesen. Das Publikum erhält vorab Zettel mit jeweils drei Passagen – sobald alle drei vorgelesen wurden, ziehe man sich die Oberbekleidung über den Kopf und laufe laut „Bingo“ schreiend durch den Raum! 😀 Weiterlesen