Klassiker der Österreich-Küche: Linsen mit Speck

Im Herbst beim Bergsteigen auf einer Hütte in den steirischen Alpen wiederentdeckt, im Winter auf dem Teller in Wien. Linsen mit Speck sind ein klassisches Gericht der österreichischen Küche, und doch war dieses Rezept für mich eine Premiere – denn selbst gekocht habe ich diese erstmals nach einem Ausflug in die Berge.

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Wer in seiner Freizeit gerne Berge erklimmt, weiß, wie gut das das einfache Essen auf der Berghütte schmeckt. Das liegt nicht nur an der Höhenluft und den Anstrengungen des Aufstiegs, sondern auch daran, dass aus wenigen Zutaten ein herzhaftes Essen zubereitet wird, das durch Einfachheit besticht. Eines dieser Gerichte sind eindeutig Linsen mit Speck. Ein erprobtes Rezept möchte ich euch heute vorstellen:

Zutaten (für ca. 6 Personen):

  • 500 g grüne oder rote Linsen (getrocknet, nicht aus der Dose)
  • 1 Liter Rindssuppe
  • 300 g Speckwürfel
  • 1 große Zwiebel (gehackt)
  • 5 kleine, saure Gurken (z.B. Cornichons)
  • 5 Stück Sardellenfilets
  • 5-8 Stück kleine Kapernbeeren
  • 1-2 EL Senf
  • 1 EL Petersilie (fein gehackt)
  • 1 EL Mehl (glatt)
  • 2 Stück Lorbeerblätter
  • 4-5 Wacholderbeeren
  • 1-2 Knoblauchzehen (gehackt)
  • Thymian
  • Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Becher Créme fraîche
  • 2 EL Butter zum anschwitzen

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Zubereitung:

Die Linsen etwa 3-4 Stunden vor der Zubereitung in lauwarmen Wasser einweichen und quellen lassen – das Rezept funktioniert am besten mit getrockneten Linsen, denn mit den Exemplaren aus der Dose wird das Ganze leider eher zu einem Brei statt zu einem herzhaften Gericht mit Biss.

Linsen abgießen und beiseite stellen. In einem großen Topf die Butter schmelzen lassen und darin die Zwiebel sowie den Speck anrösten – anschließend mit dem Mehl abstauben. Die Linsen hinzufügen und mit der heißen Rindssuppe aufgießen. Wacholderbeeren, Thymian, Salz, Pfeffer und Lorbeerblätter hinzufügen und ca. 30 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen. Nach dieser Zeit sollten die Linsen weichgekocht und die Suppe verdunstet sein. Im Bedarfsfall noch etwas Rindssuppe hinzufügen und weiterköcheln lassen, bis die Linsen weich sind und eine sämige Soße entsteht.

In der Zwischenzeit die Gurkerl, Sardellen und die Kapernbeeren klein hacken und gemeinsam mit dem Senf und der Petersilie zu einer pikanten Würzmischung vermengen.

Die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter aus dem Linsentopf entfernen und die Würzmischung hinzufügen. Mit einem kräftigen Schuss Weißweinessig und Créme fraîche abschmecken und gut verrühren. Zu dem Gericht schmecken am besten selbstgemachte Semmelknödel – oder einfach auch nur eine Scheibe Brot. Mahlzeit! 🙂

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Vielleicht kein Augenschmaus auf dem Teller, aber dafür umso mehr auf der Zunge: Herzhafte Linsen mit Speck und selbstgemachten Semmelknödeln.

Aufgetischt: Knusprige Schweinsstelze

Oktoberfest und Wiener Wiesn sind in vollem Gange – wie ihr euch mit einem leckeren Sonntagsbraten ein bisschen Zeltfeststimmung nach Hause holt, verrate ich mit meinem Rezept für eine extra-knusprige Schweinsstelze, die locker mit jener aus dem Schweizerhaus mithalten kann!

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Für diejenigen, denen der Begriff „Schweizerhaus“ nichts sagt: Das ist ein Restaurant im Wiener Prater, in dem die Schweinsstelze Tradition hat und in dem praktisch jeder der dort hinkommt – ob Tourist oder Einheimischer – dieses Gericht verspeist. Der Grund dafür ist, dass die Schweinsstelze dort innen zart, und außen sehr knusprig daherkommt. Kurzum, ein Gedicht für Fleischtiger! 🙂

Das Rezept, das ich euch hier zeige, stammt ursprünglich aus „Die gute Küche“, meinem Allzweck-Kochbuch von Plachutta, wurde aber noch etwas verfeinert, um die Kruste extra-knusprig hinzukriegen. Was soll ich sagen? Aus dem Experiment („Probieren wir halt mal, ob uns die Stelze ebenso gelingt“) wurde ein Sonntagsklassiker, den mein Liebster regelmäßig auch selbst zubereitet (und das nicht nur, weil es im Prinzip ganz einfach ist).

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So sieht übrigens die Schweinsstelze im Schweizerhaus aus – mit den klassischen Beilagen Kartoffelsalat, Krautsalat sowie scharfem Senf und frisch gerissenem Kren.

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1 Schweinsstelze (ca. 1,3-1,5 kg)
  • Salz
  • Kümmel
  • Pfeffer
  • Maiskeimöl

Beilagen:

Frischer Rettich (bei uns „Radi“ genannt), Krautsalat, Kartoffelsalat, scharfer Senf, frisch gerissener Kren

Zubereitung:

Die Schweinsstelze zunächst waschen und in reichlich Salz-Kümmel-Wasser ca. 30 Minuten lang kochen. Die Stelze anschließend aus dem Sud heben, abtropfen lassen und die Haut anschließend quer zur Fleischfaser einschneiden (nennt sich „schröpfen“). Eine ofenfeste Form oder Pfanne mit etwas Öl oder Schweineschmalz vorbereiten und die Stelze hineingeben. Das Fleisch nochmals kräftig mit Salz und Kümmel einreiben und bei ca. 220°C im Ofen braten lassen. Die Bratzeit beträgt etwa 2-2,5 Stunden, nach etwa 1 Stunde die Hitze reduzieren (auf ca. 200°C) und nach einer weiteren halben Stunde nochmals auf 180°C reduzieren. Dazwischen 2-3 mal mit dem austretenden Saft begießen.

Ca. 20 Minuten vor dem Bratende die Stelze aus dem Backofen nehmen, mit einem geschmacksneutralen Öl (z.B. Maiskeimöl) bestreichen und bei starker Oberhitze (oder Grillfunktion) bei 250°C nochmals braten. Dieser Vorgang steht so nicht im Rezeptbuch, aus sicherer Quelle hört man aber, dass es im Schweizerhaus ebenso gemacht wird, damit die Stelze beim Servieren extra-knusprig wird. 😉

Anschließend die Stelze aus dem Ofen heben, das Fleisch vom Knochen lösen und im Ganzen auf einem Servierteller drapieren. Gemeinsam mit Salat (Kraut- oder Kartoffelsalat), in dünne Scheiben geschnittenem Rettich (Radi) sowie mit scharfem Senf, frisch gerissenem Kren und einem großen Glas Bier servieren! 🙂 Mahlzeit!

Und so sieht die Schweinsstelze für zuhause aus: Außen extra-knusprig, innen zart und saftig. Ein Gedicht!

Und so sieht die Schweinsstelze für zuhause aus: Außen extra-knusprig, innen zart und saftig. Ein Gedicht!

 

Best of: Skurrile Suchbegriffe

Es ist immer wieder spannend zu erfahren, was meine Leser interessant finden. Besonders aufmerksam verfolge ich deshalb die Suchbegriffe, die auf Google eingegeben werden und die Menschen schließlich auf Steirerblut und Himbeersaft führen. Neben alltäglichen und relevanten Begriffen googeln die Leute nämlich auch ziemlich eigenartige Begriffe, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Deshalb zeige ich euch heute meine Top 10 der skurrilsten und lustigsten Suchbegriffe, die Menschen auf der Suche nach meinem Blog eingegeben haben! 🙂

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  1. Zeig mir wie Schuppen weg Show Italien
    Ein Suchbegriff zum Schmunzeln! 😀 Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, welches Ergebnis sich der Suchende von dieser Google-Suche erhofft hat – in meiner Vorstellung hüpfen aufgeregte Italiener in einer Fernsehshow umher und freuen sich wie irre, dass ihre Schuppen endlich weg sind! 😉 Noch rätselhafter ist für mich aber, wie man durch die Eingabe dieser Begriffe auf meinem Blog landen kann. Ich hoffe jedenfalls, dass dieser Leser – wer auch immer das gewesen sein mag – trotzdem eine schöne Zeit auf meinem Blog verbracht hat! 😉
  2. Astronautin
    Aus mir nicht näher bekannten Gründen suchen Menschen auf Google nach einer Astronautin – und landen auf Steirerblut und Himbeersaft. Den Grund dafür finde ich meinem Foto dieses schönen Graffitis, das im Rahmen meines Fotowalks entlang des Wiener Donaukanals entstanden ist.

    Eine unbekannte Astronautin - süß finde ich auch den Wichtel im Vordergrund! :)

    Eine unbekannte Astronautin – süß finde ich auch den Wichtel im Vordergrund! 🙂

  3. Blog herrlich herzlich
    Das ist eine Suchanfrage, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe! Ob der/die Suchende tatsächlich explizit nach meinem Blog gesucht hat, weiß ich nicht. Vermutlich gelangte er über diesen Artikel auf meinem Blog. Ganz abgesehen davon freue ich mich natürlich ganz besonders, dass mein Blog auf Google mit so positiven Begriffen assoziiert wird! 🙂
  4. Clown Sakko
    Ich trage zwar nur äußerst selten bunt karierte Clown Sakkos mit einer Plastikblume, aus der Wasser spritzt, aber ich vermute, dass für diese Verbindung meine Harlekin-Kostümierung für Halloween bzw. Fasching verantwortlich ist. 😉
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  5. 1060 Clothes teuer
    Bei manchen Google-Verbindungen muss ich kapitulieren – wie etwa bei dieser. Nur in den seltensten Fällen kaufe ich überhaupt im 6. Bezirk ein (ich meide die Riesenbaustelle auf der Mariahilferstraße, wenn es geht), und mir erschließt sich auch kein plausibler Grund, warum man explizit nach teuren Klamotten suchen sollte (und nicht etwa nach hochwertigen oder trendigen, etc.). Ich jedenfalls achte beim Klamottenkauf  lieber auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und investiere vielleicht einmal etwas mehr in gute Qualität, von der ich auch länger etwas habe. Nur teuer ist für mich kein Kaufargument.
  6. Ein paar Steinpilz Bilder kostenlos bitte keine anderen Bilder
    Es gibt auch Suchanfragen, über die ich mich persönlich ärgere. Fotos ungefragt aus dem Internet downzuloaden und für die eigenen Zwecke zu verwenden, mag zwar gang und gäbe sein, ist aber definitiv nicht die feine englische Art. Offenbar hat dem/der Suchenden meine kleine Pilzkunde sehr gut gefallen. Wenn ich allerdings jemals draufkommen sollte, dass mein Steinpilz-Foto, für das ich aufgrund der Steigung im Gelände Kopf und Kragen riskierte, ungefragt auf einer anderen Webseite veröffentlicht wird, dann rappelt’s im Karton! :/

    Der Steinpilz (auch Herrenpilz genannt) ist der König der Pilze - und die Trophäe für jeden Schwammerlsucher.

    Der Steinpilz (auch Herrenpilz genannt) ist der König der Pilze – und die Trophäe für jeden Schwammerlsucher.

  7. Was man über Wien wissen muss
    Wien, Wien – nur du allein, wirst stets die Stadt meiner Träume sein! Nicht nur in meinem Buchtipp über „Unnützes Wissen über Wien“, erfährt man allerhand Neues und Wissenswertes über diese schöne Stadt (wie etwa, dass man den Kot der Schönbrunner Elefanten um 3,50 € pro Kübel als Pflanzendünger unter dem Namen „Elefantenglück“ käuflich erwerben kann). Dass die Menschen außerdem meine Veranstaltungs- und Location-Tipps gerne annehmen, beweist dieser Google-Suchbegriff, der direkt zu meinem Blog führt. 🙂
  8. Frauen mit Dirndl von hinten
    Ohlala, was für eine zweideutige Googelei! 😉 Ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit meinem Beitrag über das korrekte Schleifenbinden beim Dirndl geschuldet! Eine auf dem Rücken gebundene Schleife tragen traditionell übrigens verwitwete Frauen, aber auch das Servicepersonal auf der Wiesn.
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  9. Oktoberfest-haben Männer auch eine Schleife als Erkennungszeichen
    Passend zum Dirndl-Suchbegriff… Zugegeben, die Idee an sich finde ich super! 😀 Andererseits bin ich überzeugt, dass die urige Männlichkeit, die eine Krachlederne (=Lederhose) ausstrahlt, durch ein süßes Schleifchen doch stark beeinträchtigt würde! 😉
  10. Armband Nichtraucher
    Ich habe mir schon öfter den Kopf zerbrochen, was dieses Nichtraucher-Armband sein soll (und wozu es gut ist), aber leider bis heute keine Antwort darauf gefunden. Ganz sicher bin ich mir deshalb auch nicht, warum dieser Suchbegriff bereits mehrere Male dazu geführt hat, dass Menschen auf Steirerblut und Himbeersaft landen! Meine einzige Erklärung: Mein allererster Blog-Beitrag über meine Anfänge als Läuferin behandelt das Thema Rauchen und stellt vermutlich den Grund, warum diese Verbindung zu Steirerblut und Himbeersaft funktioniert!

    Sie trainiert für den Frauenlauf.

    Sie trainiert für den Frauenlauf.

Landliebe: Dirndl-Aufputz zum Verlieben

Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut! Zum Abschluss unseres LANDLIEBE-Projekts darf ich euch heute Accessoires – Uhr, Schmuck und Haarschmuck – passend zum Dirndl vorstellen. 🙂 Denn wie wir wissen: Auch das schönste Dirndl ist ohne den richtigen Aufputz nur halb so schön!

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Der perfekte Haarschmuck:

Aufmerksamen LeserInnen wird es nicht entgangen sein – ich bin ein großer Fan von den Haarkränzen und Spangen von La Niña de mis Ojos, und habe auch schon einige der handgefertigten Schmuckstücke bei mir zuhause. 🙂 Für das LANDLIEBE-Shooting war die begabte Irina so freundlich, uns eine Auswahl ihrer Werkstücke zur Verfügung zu stellen. Meine Lockenpracht wurde an diesem Tag von einem entzückenden Kränzchen namens „Goldmarie“ im Zaum gehalten:

Uhr und Schmuck zum Dirndl:

Obwohl mein Festtags-Dirndl von Alpenherz ohnehin bereits recht prachtvoll ausfällt, habe ich mich bei der Wahl meines Zeitmessers für eine klassisch-elegante Uhr von Rado entschieden. Die Esenza Ceramic Touch zitiert mit ihrem weißen Perlmuttzifferblatt und den 68 Diamanten perfekt die Eleganz der glänzenden Seide des Dirndls. Aber die Uhr ist nicht nur schön, sondern auch ein echtes Technik-Highlight: die Uhrzeit wird nicht über eine Krone eingestellt (die Esenza hat nämlich gar keine), sondern dank eingebauter Touch-Technologie allein mit Wisch-Bewegungen entlang des Gehäuses (links wischen für Stunden, rechts für Minuten) gesteuert!

Ich persönlich mag an den Rado-Uhren aber ganz besonders, dass die für Gehäuse und Armband verwendete Keramik nicht nur bruchfest und federleicht ist, sondern sich auch perfekt an die Körpertemperatur anpasst – und so ganz nebenbei perfekt zu meiner Vintage-Valentino passt! 😉

Wunderbar zur Uhr passen die Armbänder und das Collier von Atelier Preciouz: In liebevoller Handarbeit stellt die sympathische Dana seit 2013 in Wien ihren Kordelschmuck her – mit wachsendem Erfolg! 🙂 Die individuell gefertigten Ketten und Armbänder bestehen übrigens aus Seide und Satin und sind ein eleganter Hingucker – nicht nur zum Dirndl! 😉

So, und das war es nun auch schon wieder mit unserem LANDLIEBE-Blogger-Projekt! Es war mir ein inneres Blumenpflücken und ich kann euch jetzt schon versprechen – wir stehen bereits in den Startlöchern zu den nächsten, kommenden Projekten und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr, liebe LeserInnen, wieder mit dabei seid! 🙂 Zum Abschluss solltet ihr aber auch noch schnell bei den anderen Bloggerinnen vorbeischauen! 😉

 

Landliebe: Hausgemachte Lebkuchenherzen

Im Rahmen der LANDLIEBE hab ich mich an ein Rezept für Lebkuchenherzen gewagt und wurde vorab schon vor große Probleme gestellt (dazu später). Weil aufgeben aber so gar nicht meine Sache ist, hab ich heute herrlich würzige Lebkuchenherzen für euch – die sofort (!) nach dem Backen weich und mit gaaaanz viel Liebe gemacht sind! 🙂

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Habt ihr schon mal versucht, Mitte August Lebkuchengewürz aufzutreiben? In den Läden der näheren Umgebung gab es zwar schon Lebkuchen und Zimtsterne zu kaufen, aber bei den Gewürzen herrschte – zumindest als ich danach suchte – gähnende Leere im Regal. Also musste ich das Lebkuchengewürz für meine Herzen selber herstellen (was eigentlich gar nicht so schwer war, da ich die meisten der Einzel-Zutaten (Zimt, Nelken, Kardamom, Koriander, Ingwerpulver, Muskatnuss, Piment) ohnehin bereits zuhause hatte. 🙂 Allein das Mörsern war ganz schön kraftraubend.

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Zutaten für den Teig (Menge reicht für ca. 7 Stück Lebkuchenherzen):

  • 400 g Roggenmehl (klappt auch mit Weizenmehl)
  • 100 g geriebene Haselnüsse
  • 100 g Staubzucker
  • 50 g Lebkuchengewürz
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 50 g Butter
  • 300 g Honig
  • 2 Eier
  • Wasser
  • 1 Ei zum Glasieren

Für die Verzierung:

  • Schokoladekuvertüre
  • Saft einer halben Zitrone
  • Staubzucker
  • Zuckerblüten und -perlen
  • Zuckerschrift

Zubereitung:

Für den Teig zunächst die trockenen Zutaten (Mehl, Nüsse, Zucker, Gewürz und Backpulver) miteinander vermischen und mit der Butter abbröseln (also mit den Händen einarbeiten). Anschließend eine Mulde formen und Eier und Honig dazu geben. Die Zutaten sorgfältig vermengen (ist zwar eine klebrige Angelegenheit, funktioniert aber mit den Händen am besten) und mit etwas Wasser zu einer geschmeidigen, mittelfesten Masse verarbeiten. Der Teig sollte weder zu flüssig noch zu fest sein, da sich das negativ auf die Beschaffenheit der Lebkuchenherzen auswirkt. Den Teig mit einem Tuch oder Alufolie abdecken und für etwa 48 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche nicht zu dünn ausrollen (kleiner Tipp: wenn man das Nudelholz vor dem ausrollen etwas befeuchtet, klebt es nicht) – der Teig sollte ungefähr 1 cm dick sein. Mit Mehl bestreuen und vorsichtig entlang einer Schablone (Karton in Herzform) mit einem Messer einzelne Herzen ausschneiden, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der verkehrten Seite eines Teelöffels zwei Löcher einstechen (durch die zieht man nach dem Backen die Bänder zum Umhängen). Die Herzen anschließend mit dem versprudelten Ei glasieren (bringt Glanz) und bei ca. 180 Grad rund 10-12 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen die Herzen mit der Schokoladekuvertüre überziehen und erneut trocknen lassen. Für die Verzierung den Saft einer halben Zitrone mit Staubzucker vermischen (nach und nach hinzugeben, sodass eine zähflüssige Masse entsteht). Die Zuckerglasur in einen Spritzbeutel füllen und je nach Gusto Muster oder Kleckse auf das Herz auftragen, und mit Zuckerperlen oder -blüten verzieren. Fertig! 🙂

Meine fertigen Lebkuchenherzen - zwar nicht perfekt, aber dafür mit ganz viel Liebe gemacht! :)

Meine fertigen Lebkuchenherzen – zwar nicht perfekt, aber dafür mit ganz viel Liebe gemacht! 🙂

Ob die Lebkuchenherzen geschmeckt haben? Ich würde mal sagen, ja! ;)

Ob die Lebkuchenherzen geschmeckt haben? Ich würde mal sagen, ja! 😉

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Auf Prettycurvysecrets findet ihr heute übrigens eine kleine Einführung in die Weindekantierung, auf dedicated to findet ihr ein wunderschönes Hochzeitsdirndl, der Vienna Fashion Waltz zeigt seine Beauty-Geheimnisse und Myimpressions4U präsentiert eine Dirndl-Frisur inklusive passender Accessoires! 🙂 Schaut doch mal rein!

 

Landliebe: Im Festtags-Dirndl auf die Wiesn

Um den Buam auf der Wiesn ein anerkennendes „Na, aber Holla!“ zu entlocken, ist ein elegantes Dirndl von Vorteil. Heute ist es an mir, euch im Rahmen der LANDLIEBE ein prachtvolles Festtags-Dirndl zu präsentieren, mit dem ihr garantiert für Aufsehen sorgen werdet! 😉

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Das Dirndl, das mir für das Shooting zur Verfügung gestellt wurde, stammt von Alpenherz, einer Dirndl-Manufaktur aus dem Allgäu. Sandra Abt und Verena Bub stellen dort seit 2011 in liebevoller Handarbeit ihre Couture-Dirndl und Trachten her. Das elegante Dirndl, das ich trage, trägt den klingenden Namen Viktoria und besteht zu 100 % aus bestickter Seide und ist mit dem Stehkragen und der festlichen apricotfarbenen Spitzen-Schürze sicherlich DER Hingucker auf dem Oktoberfest, kann sich aber auch auf rustikalen Bällen sehen lassen.

Die Alpenherz-Dirndl können in regulären Größen online bestellt werden, sind traditionell geschnitten und dank der verwendeten Stoffe doch sehr modern. Weil ein Dirndl allerdings stets perfekt sitzen sollte (und sich etwa bei mir der Kragen im Rücken etwas gestaucht hat), finde ich es auch einen schönen Bonus, dass kleine Änderungsarbeiten im Preis inklusive sind.

Zum sandfarbenen Dirndl darf man bei der Auswahl der Schuhe ruhig mal etwas tiefer in den Farbtopf greifen. Die High-Heels aus limettenfarbenem Lackleder sind von Natalie Rox aus dem siebten Wiener Bezirk und derzeit im Sale um 95 € zu haben! Sie tragen zufälligerweise auch denselben Namen wie mein Dirndl: nämlich Victoria! 😉 Wenn ihr jedoch meint, dass euch der Farbmix zu gewagt ist: Bei Natalie Rox gibt es einen Online-Schuh-Konfigurator, bei dem ihr ganz einfach aus verschiedenen Modellen, Materialien und Farben wählen und so eurer eigenes, ganz persönliches Paar Schuhe kreieren könnt! 🙂 Dieses wird dann ganz nach euren Vorgaben hergestellt und ist mit Sicherheit ein echtes Unikat.

Mehr zu den Accessoires, die ich bei dem Fotoshooting auf dem Weingut Esterházy getragen habe, erfahrt ihr noch am Ende dieser Woche auf meinem Blog! 😉 Besucht doch in der Zwischenzeit meine Pinterest-Auswahl an Dirndlkleidern, Trachten-Accessoires und Frisuren, Myimpressions4U, die euch heute einen Rotwein vorstellt, guckt euch bei Vienna Fashion Waltz ein paar schöne Accessoires zum Dirndl ab, bereitet euch eine italienische Brettljause á la prettycurvysecrets zu oder schaut euch bei dedicated to ein paar Make up- und Frisurentipps an! 🙂

 

Landliebe: Dirndl-Fein mit Haut und Haar

Startschuss zum Blogger-Projekt LANDLIEBE! 🙂 Von mir gibt’s zum Einstand Inspirationen für ein elegantes Wiesn-Make-up. Wer auf dem Herbstfest im Dirndl eine fesche Figur abgeben will, der sollte sich nämlich frühzeitig überlegen, welches Make-Up zum Outfit passt. 

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Endlich ist es soweit! Gemeinsam mit meinen lieben Bloggerkolleginnen von Prettycurvysecrets, Vienna Fashion Waltz, Myimpressions4U, Cat’s bits & pieces und DedicatedTo startet in dieser Woche unser Landliebe-Projekt. Wir zeigen euch täglich die schönsten Dirndl-Trends, passende Schuhe und Accessoires, Rezepte und Event-Tipps und vieles mehr! 🙂

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V.l.n.r.: Jade Maybelline 14h Lippenstift // Jessica Nagellack „NY State of mind“ // Catrice Made to stay Highlighter // Max Factor Masterpiece Cremelidschatten „Gold-Green“ // Manhattan 2in1 Perfect Teint // Manhattan Eyemazing Mascara // Catrice Flüssig-Eyeliner //

Nachdem die Augenpartie mit einem Highlighter (ich benutze dafür gerne den Made to Stay Highlighter von Catrice) in Szene gesetzt werden, betone ich die Lider mit einem eleganten Lidschatten in einem dezenten Gold-Grün-Ton. Überzeugt hat mich der Max Factor Masterpiece Cremelidschatten, der wie ein Lipgloss aufgetragen wird und auch nach Stunden noch hält, nicht verschmiert und sich vor allem nicht unschön in der Lidfalte absetzt – ein starkes Argument, das leider nicht alle Cremelidschatten erfüllen können.

Damit die Wimpern nicht zu kurz kommen, benutze ich derzeit den Manhattan Eyemazing Mascara und ziehe mit dem Flüssig-Eyeliner von Catrice einen dünnen Lidstrich. Weil’s bei mir immer schnell gehen muss und ich für Grundierung keine Zeit verschwenden will, ist das 2 in 1 Perfect Teint Puder Make Up von Manhattan bereits seit Jahren mein treuer Begleiter.

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Auf die Lippen kommt mein Alltime-Favorite, der Superstay 14h von Jade Maybelline, den ich mittlerweile in mehreren Farbvarianten zuhause habe – und weil das Augen Make-up bei meinem Wiesn-Styling recht dezent ausfällt, greife ich gerne beim Lippenstift zu einem kräftigen Farbton.

Zu guter Letzt dürfen natürlich auch die Fingernägel eine Portion Farbe abbekommen. Jessica Cosmetics war so freundlich und hat mir eines ihrer Produkte zum Testen zugesandt: der Nagellack im eleganten Grauton („NY State of Mind“ aus der aktuellen Herbstkollektion) hält ausgesprochen gut und splittert nicht ab (Geschirrspül-erprobt, sozusagen). Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war der intensive Lösungsmittel-Geruch beim Auftragen, der verfliegt zum Glück jedoch recht schnell, und entsprechend kann ich das Produkt mit gutem Gewissen weiterempfehlen! 🙂

So, das war der erste Beitrag von mir beim Landliebe Blogger-Projekt. Morgen zeige ich euch ein elegantes Festtags-Dirndl – ihr dürft also schon mal gespannt sein! 😉 Und wenn ihr wissen wollt, was auf den anderen Blogs passiert, solltet ihr unbedingt mal reinschauen! 🙂