Easy-peasy selbst gemacht: Senfgurken aus dem Garten

Wie viele andere habe auch ich den Sommer nicht zur Gänze auf Balkonien, sondern auch in südlicheren Gefilden Europas verbracht. Zwar hatte mein Dachgarten während meiner Abwesenheit gute Betreuung, aber es wurde in dieser Zeit auch nicht geerntet. Was zur Folge hatte, dass einige meiner Gurken an der Pflanze gelb wurden. Doch was tun mit dem holzigen Gemüse? Wegwerfen ist keine Option, also habe ich sie kurzerhand als Senfgurken eingemacht!

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Für die eingelegten Senfgurken eignen sich vor allem überreife, gelbe Gemüsegurken. Diese schmecken zwar roh nicht mehr wirklich gut – allerdings eignen sie sich hervorragend zum einlegen. Grüne Gurken, so haben mir erfahrene GärtnerInnen versichert, können durchs einlegen nämlich leicht „schlatzig“ werden, wohingegen das gelbe Gemüse knackig-frisch bleibt. Bei der Recherche nach einem guten Rezept habe ich festgestellt, dass es unterschiedliche Methoden zum einlegen des Gemüses gibt. Im Endeffekt habe ich mich für ein Basisrezept aus dem Internet entschieden, das ich etwas adaptiert habe (so enthält mein Rezept wesentlich weniger Zucker als das Original).

Und ich entschied mich weiters für die kalte Variante (man kann die Gurken nämlich auch vor dem Einlegen kochen). Die „kalte Variante“ dauert zwar etwas länger, bis die Senfgurken durchziehen, allerdings bringt es auch den Vorteil mit sich, dass das Gemüse tatsächlich knackig bleibt. Eines haben aber alle Rezepte gemein: sie gehen unheimlich schnell und man braucht nur wenige Zutaten zum einlegen. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich es definitiv schon früher gemacht! 🙂

Zutaten (für 2×500 ml Gläser):

  • 2 mittelgroße gelbe Gurken
  • 2 mittelgroße Zwiebel
  • 250 ml Weingeist- oder Kräuteressig (z.B. von Mautner Markhof)
  • 250 ml Wasser
  • 130 g Zucker
  • 1 EL Senfkörner (z.B. von Kotányi)
  • 2 Stück kleine Lorbeerblätter
  • 1,5 TL Salz
  • 8 Stück Pfefferkörner (schwarz)
  • 50 g gemischte Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch, etc.)

Zubereitung:

Zunächst die Gurken schälen, der Länge nach halbieren und in ca. 5-10mm große Stücke schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls schälen, halbieren und in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Beide Zutaten in einer Schüssel sorgfältig miteinander vermischen Die sauberen, heiß ausgewaschenen Gläser bereitstellen und die Gurken-Zwiebel-Mischung gleichmäßig auf beide Gläser verteilen.

In der Zwischenzeit die gemischten Kräuter waschen und klein hacken. Ich hatte zum Zeitpunkt des Einlegens keine frischen Kräuter zur Hand und habe deshalb kurzerhand zu einer TK-Kräutermischung gegriffen (ihr solltet nur darauf achten, dass in der Mischung Dill enthalten ist, dieses Kraut unterstützt den Einlegeessig geschmacklich hervorragend).

Den Essig gemeinsam mit dem Wasser in einem Topf geben, den Zucker hinzufügen und unter regelmäßigem Rühren aufkochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen und Salz, Pfeffer sowie Senfkörner dazugeben und verrühren. Am Schluss kommen die Kräuter in den Würzessig. In jedes vorbereitete Gurkenglas kommt nun ein Lorbeerblatt, darüber die noch heiße Flüssigkeit gießen und das Glas sofort fest verschließen. Anschließend müssen die Senfgurken noch etwa 10-14 Tage kühl und dunkel (am besten im Kühlschrank) gelagert werden, bis sie schön durchgezogen und verzehrbereit sind. Mahlzeit! 🙂


P.S.: Ich hatte im Vorfeld übrigens starke Bedenken, ob dieses Rezept wirklich gelingt, immerhin hatte ich selbst noch nie sauer eingelegtes Gemüse gemacht. Allerdings war bei der Verkostung sofort überzeugt und bedaure es nun, dass ich keine gelben Gurken mehr im Dachgarten habe (fürs nächste Jahr habe ich mir daher vorgenommen, absichtlich mehr Gurken am Strauch gelb werden zu lassen). 🙂 Ich persönlich benutze zum Haltbarmachen von Gemüse oder Obst gerne leere, sauber ausgewaschene Gurken- oder Marmeladengläser. Allerdings sind diese in der Regel relativ klein (mit einer Füllmenge von maximal 500ml) – um eine größere Gurkenmenge verarbeiten zu können, sollte ich mir also für die nächste Saison dringend noch ein großes Einmachglas zulegen. Aktuell gibt es solche großen Einmachgläser übrigens auch gerade Tchibo – eventuell hole ich mir demnächst noch eines – auf Vorrat! 😉

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