DIY Weihnachts-Türkranz ohne Heißklebepistole

Ihr sucht nach einer schnellen und individuellen Weihnachtsdekoration für eure Haustür? Wie wäre es mit einem selbst geschmückten Türkranz, der ganz ohne Heißkleber auskommt und obendrein mit minimalen Kosten und Aufwand verbunden ist? Bitte sehr, hier kommt mein DIY-Weihnachts-Türkranz ohne Schnick-Schnack und Kleben! 

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Ihr braucht:

  • Weidenkranz (gibt’s als weiße Variante bei Butlers oder in Natur bei Depot)
  • Verschiedenfarbige Kordeln und Geschenksbänder (gibt’s z.B. von Tedi, Ikea, Depot oder Butlers) oder Geschenksband-Reste
  • Passende Weihnachtsanhänger wie kleine Kugeln, Geschenksanhänger oder ähnliches
  • Basteldraht
  • Schere und Klebeband
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Die „Zutaten“ für dieses DIY: Geschenkbänder in unterschiedlichen Farben und Ausführungen, auch Kordelreste kamen zum Einsatz.

Und so wird’s gemacht:

Das Prinzip des Türkranzes ohne Heißkleber ist einfach: Es wird nicht geklebt, sondern geknotet. Das funktioniert erstaunlich gut und lässt einem so auch die Möglichkeit, die Bänder später wieder abzumachen und den Kranz für eine andere Jahreszeit (oder in anderen Farbkombinationen) zu dekorieren. Zuerst von einem dicken Geschenkband ein etwa 50 cm langes Stück abschneiden und als Aufhängung zweifach um den Kranz wickeln und auf der Rückseite verknoten. Ich habe zu diesem Zweck eine alte Halskette zweckentfremdet und sie als Aufhängung genutzt. Und das ist auch schon der Hauptteil der Arbeit.

Denn nun könnt ihr beginnen, jene Geschenkbänder, die ihr auf dem Kranz haben wollt, ganz nach Lust und Laune ein-, zwei- oder mehrfach um den Kranz zu wickeln. Dabei etwa 10 cm vom Band an der Rückseite des Kranzes überstehen lassen, gut festhalten und die Bänder straff um den Kranz wickeln. Auf gewünschter Länge abschneiden, mit dem Anfangsstück verknoten und fertig.

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So sieht die Rückseite des Türkranzes aus. Die Kordeln und Geschenkbänder werden mittels Knoten zusammengehalten. Die steiferen Kordeln wurden mit Klebeband fixiert.

Ich habe für meinen Kranz Geschenkbänder in zarten Rosé-, Silber- und Goldtönen ausgewählt, und ihn lediglich mit ein paar Dekokugeln und -päckchen (gibt’s u.a. bei Nanu Nana) verziert. Befestigt wurden diese mit Basteldraht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? 😉 Viel Spaß beim Nachbasteln und eine schöne Vorweihnachtszeit!

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Voilá, mein fertiger Türkranz. Die asymmetrische Anordnung der Bänder ist übrigens durchaus gewollt – gefällt er euch? 🙂

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Süß & steirisch: Kürbiskernkekse mit Marmeladefüllung und Schokoglasur

Kaum zu glauben, aber in 3 Wochen ist doch tatsächlich schon wieder der erste Advent! Höchste Zeit also, die Backutensilien herauszukramen und sich langsam aber sicher ans Backwerk zu machen. 🙂 Als sanften Auftakt stelle ich euch heute ein Rezept vor für extra saftige Kürbiskern-Kekse mit einer Füllung aus selbst gemachter Ribisel-Marmelade und mit knackiger Schokoglasur. Na, wie klingt das? 😉

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Zutaten (für ca. 20 Stück doppelbödige Kekse): 

  • 300 g Mehl (glatt)
  • 200 g Butter
  • 100 g Staubzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 100 g Kürbiskerne (fein oder grob gemahlen)
  • 2 EL gutes Kürbiskernöl
  • Ribiselmarmelade zum Füllen (alternativ geht auch Marillenmarmelade)
  • Dunkle Schokolade-Kuvertüre für die Glasur
Gute Zutaten für herrlich saftige Kekse.

Gute Zutaten für herrlich saftige Kekse.

Zubereitung: 

Für den Mürbteig das Mehl, Kürbiskerne Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Die kalte Butter in kleine Stücke hacken und auf dem Gemisch verteilen. Nun eine Mulde in der Mitte der Schüssel formen und das Kürbiskernöl hinzufügen. Alle Zutaten mit der Hand gründlich zu einem Teig verkneten (der Teig ist dann fertig, wenn er sich ohne Probleme von der Schüsselwand löst. Den Teig zu einer Kugel formen, in Alufolie einschlagen und mindestens 1-2 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

Teig herausnehmen und erneut gut und kräftig durchkneten, bis der Teig geschmeidig ist. Anschließend mit einem Nudelwalker auf einer antihaftbeschichteten Backunterlage ca. 2 mm dick ausrollen und mit Keks-Ausstechern jeweils zwei Stück (Ober- und Unterseite) einer Form ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Übrigens: Sollte der Teig während des Ausstechens zu warm werden, einfach kurz zurück in den Kühlschrank damit, nach einer kurzen Pause kann man problemlos weitermachen. Die Kekse mit einem Spatel vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech heben und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180°C (Ober- und Unterhitze) rund 8 Minuten backen lassen. Kekse aus dem Ofen nehmen und gründlich abkühlen lassen.

Im Anschluss jeweils zwei zueinander passende Kekse mit einem Klecks Marmelade aufeinander befestigen und am besten über Nacht antrocknen lassen. Am nächsten Tag die Kuvertüre im Wasserbad oder Mikrowelle (nach Packungsanleitung) schmelzen lassen und die Kekse entweder vollständig mit Schokolade glasieren oder nur halb hinein tunken. Anschließend kann man die Kekse noch mit Zuckerperlen verzieren. Meine Kekse stellen ja die Tiere des Waldes dar, also habe ich den Bären, Füchsen, Igeln und Rehen mit Zuckerperlen kleine Gesichter gegeben. Gefallen sie euch? 🙂 Die süßen Ausstechformen bekommt ihr übrigens ab kommender Woche bei Tchibo.

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So sehen übrigens meine süßen Bewohner des Waldes aus: Die grüne Farbe kommt vom Kernöl und den Kürbiskernen, und gefüllt sind sie natürlich mit süß-säuerlicher (am besten selbst gemachter) Marmelade.

Last but not least: Ihr könnt gewinnen!

Wichtiger Hinweis für meine treuen LeserInnen: Dieser Beitrag erschien im Rahmen der diesjährigen Tchibo Blogparade zum Thema „So süß kann Vorfreude sein“ – und ab kommenden Mittwoch (9.11.2016) könnt ihr direkt am Tchibo Blog für mich bzw. mein Rezept voten. Unter allen Teilnehmern an der Abstimmung wird ein Backset von Tchibo verlost! 🙂 Es lohnt sich also für euch, mir eure Stimme zu geben! 😉 Also, vielen Dank im Vorhinein für eure Stimme, viel Glück beim Gewinnspiel und habt eine schöne vorweihnachtliche Zeit!

Backe, Backe Kuchen! :) Mit den praktischen Helferlein von Tchibo (vielen Dank an dieser Stelle) macht das Keksebacken gleich noch viel mehr Spaß!

Backe, Backe Kuchen! 🙂 Mit den praktischen Helferlein von Tchibo (vielen Dank an dieser Stelle) macht das Keksebacken gleich noch viel mehr Spaß!

Resteküche: Tiramisu aus Lebkuchen- und Keksresten

Das Rezept, das ich euch heute zeige, hab ich vor einigen Wochen selbst benötigt (man merkt es auch schnell an den Zutaten) 😉 doch es funktioniert nicht nur mit Lebkuchen, sondern auch mit trockenen Keksen, Kuchenresten und ähnlichem, was nach größeren Feiern zurückbleibt. Mein Rezept für das Lebkuchen-Tiramisu ist nicht nur deppensicher, sondern auch ohne viel Aufwand gemacht! 

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Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht: Aber in den vergangenen Wochen nach den Feiertagen, der Völlerei und kalorienreichen Geschenken war ich froh, erstmal keine Kekse, Lebkuchen oder ähnlichen Süßkram zu sehen und habe darüber fast eine Schachtel mit allerhand Keksen und Lebkuchenresten vergessen.  Doch was tun mit dem Mix aus selbst gebackenen und gekauften Leckereien, die bereits trocken und eher hart als zart sind? Mein Rezept der Stunde: Ein feines und deppensicheres Tiramisu mit Rum, Kaffee und Kakao – aber ohne Ei!

Rezept Lebkuchen-Tiramisu ohne Ei

Ich habe die Tiramisu mit einem Mix aus gekauften Lebkuchen mit dunkler Kuvertüre sowie selbst gebackenem Lebkuchen mit Zuckerguss probiert. Die Schokolade-Kuvertüre bleibt bei diesem Rezept herrlich knackig – das schmeckt überraschend anders als normales Tiramisu. Im Kühlschrank ist die Tiramisu zugedeckt mindestens drei Tage haltbar – perfekt, um Reste zu verwerten. Ich habe die Tiramisu in Einzel-Portionen in kleinen Gläschen (die man etwa bei den Gü-Desserts dazu erhält und die auch hitzeresistent sind!) zubereitet.

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Perfekte Resteverwertung: Lebkuchenreste zu einem Tiramisu verarbeiten. Den Bourbon-Vanille-Zucker könnt ihr übrigens ganz einfach selbst herstellen, indem ihr ausgeschabte Bourbonvanille-Schoten in einem geschlossenen Glas zum Zucker zugebt.

Zutaten (für etwa 10-12 Portionen): 

  • 400 g Keks- oder Lebkuchenreste
  • 150 g Bourbon-Vanille-Zucker (oder Staubzucker)
  • 1 TL Zimt
  • 250 ml Schlagobers (Schlagsahne)
  • 250 g Topfen (Speisetopfen)
  • 250 g Mascarpone
  • 2-3 EL Rum (z.B. von Appleton Estate)
  • 1/2 Tasse Espresso oder starken Kaffee, kalt
  • Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung:

Zunächst die Keks- und Lebkuchenreste mit einem Messer in ca. 0,5 cm große Würfel hacken und in eine passende Auflaufform einfüllen. Dabei die Keksreste, mit sanften Druck auf dem Boden des Gefäßes drücken, sodass eine kompakte, gleichmäßig dicke Masse den Boden bedeckt. In einem separaten Gefäß Topfen, Mascarpone und Schlagobers zusammengeben und mit einem Mixer gleichmäßig verrühren, Zimt und Zucker einrieseln lassen, bis eine homogene Masse entsteht. Kühl stellen.

Den kalten Espresso mit dem Rum (unbedingt guten Rum verwenden! – ich verwende für solche Zwecke den Appleton Estate Signature Blend, der mit seinem fruchtigen Aroma perfekt für solche Zwecke ist) verquirlen und mit dem Löffel über dem Lebkuchen-Boden verteilen. Nicht zuviel Würz-Kaffee auf einmal verwenden, der Boden soll zwar gut durchtränkt sein, darf aber auch nicht in Flüssigkeit stehen.

Darüber mit einem Back-Spatel eine Schicht Mascarpone-Zimt-Creme auftragen und gleichmäßig verteilen. Anschließend eine weitere Schicht Lebkuichen-Stücke auftragen, mit Würz-Kaffee übergießen, usw. Mit einer Schicht Creme abschließen. Mit gesiebtem Kakaopulver bestreuen. Anschließend die Form mit Alufolie bedecken und mindestens 3 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. Kalt servieren, Mahlzeit! 🙂

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Tiramisu aus Lebkuchenresten und ohne Ei.

 

Weihnachtsstress? Dagegen hab ich ein Rezept!

„Deine Erinnerung: Du hast diese Woche 10 Veranstaltungen“. Ich liebe Weihnachten, die Wochen im Advent, in denen alles glitzert und nach Keksen duftet. Was ich an der Vorweihnachtszeit jedoch nicht so gerne mag, sind die vielen Events und Einladungen sowie die „Das-müssen-wir-noch-vor-Jahresende-fertig-kriegen“-Mentalität. Jede Woche eine Neueröffnung, alle drei Tage eine Punsch-Einladung.. ich habe dieses Jahr deshalb für mich beschlossen, mich dem Stress zu verweigern – und trinke stattdessen lieber ein Gläschen Rosé-Sekt rosa Pfeffer. Ideal auch für spontane Gäste!

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Die Vorweihnachtszeit ist kurz, aber bei mir, wie den meisten auch, dicht gedrängt: Weihnachtsfeiern hier, Einladungen zum Punsch und zur Restauranteröffnung dort und Familien- und Freundschaftsbesuche allenortens. Dass über all diesen Dingen die Zeit für sich selbst auf der Strecke bleibt, ist natürlich ein First-World-Problem. Anderswo haben die Menschen ganz andere Sorgen, das ist mir bewusst. Wer allerdings über all den schlechten Dingen, die man jeden Tag lesen muss, behauptet zu vergessen, wie sehr einen Stress – körperlich und seelisch – beeinträchtigen kann, der leugnet eine wichtige Wahrheit über sich selbst. Manchmal muss man einfach abschalten, egal wie schwer es einem fällt.

Was mir beim abschalten hilft: süße Kekse backen, zum Friseur gehen und zum Abschluss des Tages ein Glas Sekt genießen.
Wie gut, dass ich erst unlängst bei einem wirklich tollen Blogger-Event (organisiert von den fabelhaften Ladys von Oh Darling, let’s celebrate) von der österreichischen Sektmarke Hochriegl mit einem Fläschchen Rosé-Sekt ausgestattet wurde! 😉

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Damit das Ganze aber nicht fad wird, trinke ich den Sekt natürlich nicht einfach so: Sekt Rosé mit Himbeeren und rosa Beeren sind eine angenehm-fruchtige Überraschung und werden auch den eingefleischten Sekt-Fan noch überraschen!
Das Rezept habe ich bei einem Blogger-Event von Kotányi im Sommer kennen- und lieben gelernt. Anders, als viele glauben, sind rosa Beeren, die häufig einer Bunten-Pfeffer-Mischung beigemengt sind, nämlich gar kein Pfeffer. Sie wachsen auf dem brasilianischen Pfefferbaum und sind geschmacklich beim Wacholder angesiedelt, eine leicht pfeffrige Note ist aber auch ihnen nicht abzuschreiben. Meiner Meinung nach ein idealer Begleiter zu Rosé-Sekt und Himbeeren.

Zutaten:

  • 1 Flasche Hochriegl Rosé Sekt
  • Frische Himbeeren (TK geht auch)
  • Rosa Beeren (Kotányi)
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Sekt mit rosa Beeren.

Zubereitung:
Pro Glas 3 Himbeeren und 3-6 rosa Beeren bereit legen. Mit eisgekühltem Rosé-Sekt auffüllen – fertig. Prost!

Noch 50 Tage bis Weihnachten: Zeit, den Adventkalender vorzubereiten

Ich gebe es offen zu: Weihnachten ist für mich ein ganz großes Ding und ich dekoriere nicht nur ein bisschen, ich führe ein WDV durch (kurz für Weihnachtsdekorationsverfahren). 😉 Ein Pudel mit Tutu und Perlenkette als Christbaumkugel? Geht immer. Glitzernde Lichterketten? Immer her damit. Weihnachtskitsch in jeder Ecke? Aber sicher doch! Ehrensache, dass ich da viel Wert auf einen Adventkalender lege, der selbst befüllt wird. Weil der erste Dezember auch schon praktisch um die Ecke ist (und der mit Schokolade gefüllte Papp-Kalender für wahre Weihnachts-Fans wie mich nicht in Frage kommt), ist jetzt die beste Zeit, den Adventkalender für die Liebsten vorzubereiten.

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Mittlerweile gibt es ja viele verschiedene Adventkalender zum Selbst-Befüllen in allen Farben und Formen. Mir persönlich ist es wichtig, dass die einzelnen Säckchen/Taschen oder Laden nicht zu klein geraten, aber gleichzeitig der Kalender nicht zu groß ist (Stichwort: Platzsparende Aufbewahrung unterm Jahr). Ich habe mich in diesem Jahr für einen mittelgroßen Papp-Kalender mit Schubfächern in Baumform von Tchibo entschieden, den es in dieser Woche zu kaufen gibt. Mit ein bisschen Spitzenborte, Deko-Knöpfen, Goldmarker und buntem Papier habe ich diesen individuell gestaltet. Jetzt habe ich noch genügend Zeit, die „Füllung“ zu besorgen und dann darf der erste Dezember kommen. Wie gefällt euch mein Kalender? 🙂

Den Adventkalender aus Pappe mit Schiebetürchen gibt es derzeit bei Tchibo zu kaufen.

Den Adventkalender aus Pappe mit Schiebetürchen gibt es derzeit bei Tchibo zu kaufen.

Advent, Advent: Der Gewinnspiel-Sieger steht fest!

Jetzt wäre es doch glatt vor lauter Weihnachtsfeierlichkeiten passiert: Dass nämlich die Verkündung des Gewinners beim Figlmüller-Gewinnspiel untergeht! 🙂 Das darf natürlich nicht sein, also darf ich euch heute kurz und bündig den Namen des Glückskinds nennen! 

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Vielen lieben Dank an all jene, die am Gewinnspiel teilgenommen und ihr Glück versucht haben. Am liebsten hätte ich euch allen ein Weihnachtsgeschenk gemacht, aber mein Glücksengerl durfte nur einen einzigen Namen aus den zahlreichen Emails und Einsendungen ziehen – und die glückliche Gewinnerin des schönen Figlmüller-Kochbuchs ist Stefanie V. (sie wurde bereits per Email verständigt)! 🙂

Allen anderen danke ich nochmals für die rege Teilnahme und darf versichern, es wird schon sehr bald wieder etwas hier auf Steirerblut & Himbeersaft verlost! 😉 Viel Glück euch allen fürs neue Jahr – rutscht gut rüber und bloß nicht hinfallen! 🙂

Meine kleine Weihnachtsgeschichte

Vor vielen, vielen Jahren – in etwa, als ich 16 Jahre alt war – habe ich für Freunde eine kleine Weihnachtsgeschichte verfasst. Weil heute das Fest der Liebe ist, möchte ich diese Geschichte mit euch teilen (und entschuldige mich gleich vorab für den langen Text)! 🙂 Viel Spaß beim Lesen und frohe Weihnachten euch allen!

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Der Weihnachtsstern – ein Weihnachtsmärchen von Heike Rössler

Vorwort:

Weihnachten: das Fest der Liebe. Ein christliches Fest, das die Geburt des Herrn feiert. Doch Weihnachten hat es nicht immer gegeben. Diese Geschichte handelt von einer Zeit, in der die Menschen noch nicht einmal das Wort „Weihnachten“ kannten. Obwohl die Handlung im modernen Zeitalter festgelegt ist, ist der Messias noch nicht auf die Erde gekommen…

Es war zu jener Zeit einmal ein kleiner, unscheinbarer Stern, der, umgeben von Millionen und Abermillionen seiner Artgenossen, am Himmelszelt stand und leuchtete. Er war nicht besonders hübsch, strahlte nicht auffallend hell und hatte auch sonst keine hervorhebenden Eigenschaften. Er gehörte nicht einmal (und zwar sehr zu seinem Leidwesen!) einem der großartigen, prachtvollen Himmelsgebilde an, die wir Menschen so lieblos „Sternbilder“ nennen. Tieftraurig und betrübt; nur einer unter vielen seiend, stand er dort droben am Sternenhimmel und leuchtete aus Leibeskräften. Ach, wie beneidete er den strahlenden, von allen bewunderten Nordstern, den man von überall aus auf dieser Welt sehen konnte, den man bestaunte und dem all die anderen Sterne nacheiferten! Der kleine Stern schämte sich seiner; er wurde oft verlacht von seinen Sterngenossen, die dem großen oder kleinen Wagen angehörten.

Ja, sogar die Sterne aus dem Sternbild der Waage machten sich lustig über ihn. Minderwertig sollte er sein, unnütz und keiner, keiner würde es bemerken, würde er fehlen. Oft, wenn es Tag wurde und alle anderen Sterne schliefen, weinte er bittere Tränen und wünschte sich nichts sehnlicher, als jemand anderes zu sein oder auch nur einmal in den paar Sternjahren, die er noch vor sich hatte, von irgend jemandem beachtet zu werden! Der kleine Stern träumte davon, einen Namen zu bekommen, so wie all die anderen. Oder eine Sternschnuppe zu sein. Er würde über das Himmelszelt gleiten und die Menschen würden sich freuen und sich Wünsche wünschen bei seinem Anblick! Er hätte endlich auch ein bißchen Aufmerksamkeit.

Eines Nachts, kurz nachdem alle Sterne aufgegangen waren und der Himmel in ein tiefes Schwarzblau getaucht war, beschloß der Stern, zur Erde hinabzugleiten um zu sehen, ob man dort vielleicht einen mittelhell leuchtenden Stern ohne irgendwelche besonderen Fähigkeiten benötigte. So kam es, dass der kleine Stern ausgerechnet im tiefverschneiten Winter auf der Erde landete. Kalt war ihm und gegen die stockdunkle Nacht konnte sein spärliches Licht kaum etwas ausrichten. Hilflos stolperte er durch den Schnee, bis er zu einem Haus, das neben einem großen, düsteren Wald stand, kam. Vorsichtig setzte er sich aufs Fensterbrett und wagte einen Blick durch das kleine Fenster. Er erblickte einen kleinen Jungen, seine Mutter und seinen Vater. Sie saßen um das Feuer im Kamin herum und rösteten dabei ein paar Kastanien. Ach, wie schön warm muß es doch in dieser guten Stube sein, dachte der kleine Stern versonnen und fiel vor lauter Wonne mit einem leisen Plumps vom Fensterbrett in den tiefen Schnee. Keiner außer dem kleinen Jungen bemerkte das leise Geräusch draußen in der eisigen Winterlandschaft.

Neugierig öffnete der Junge die Tür und steckte seinen Kopf aus dem Türspalt, wobei ihm sogleich ein eisiger Wind das hellblonde Haar auf seinem Kopf zerzauste. Sofort entdeckte er das schwache Leuchten aus dem Schnee unterm Fensterbrett und ging darauf zu. Der kleine Stern, noch immer starr vor Schreck und Kälte, wusste nicht wie ihm geschah, als plötzlich zwei zarte Kinderhände nach ihm griffen, ihn sachte vom Schnee befreiten und ins warme Haus trugen.

Was machst du denn da, fragte die Mutter des Jungen, doch er antwortete ihr nicht und ging, den kleinen Stern unter dem Saum seines Hemdes versteckt, schnurstracks auf sein Zimmer. Wer bist du denn, fragte der kleine Junge. Ich bin ein kleiner Stern, aber ich bin hier auf der Erde weil ich jemand anderes sein möchte, antwortete der Stern. Was möchtest du denn gerne sein, wollte der Junge wissen. Der kleine Stern überlegte lange, ehe er resigniert zugeben musste, dass er das selber nicht so genau wusste. Als der Junge sah, wie traurig der Stern darüber war, beschloß er, ihm zu helfen. Am nächsten Morgen, zeitig in der Frühe, machte sich das ungleiche Paar auf dem Weg in die Stadt. Sie kamen vorbei an unendlichen Reihen von Schaufenstern, in denen die unglaublichsten Dinge feilgeboten wurden. Der kleine Stern, der zum erstenmal in seinem Leben Schuhe, Töpfe, Schränke und dergleichen sah, kam aus dem Staunen beinahe nicht mehr heraus. Bald schon erreichten die beiden den Laden des Bäckermeisters, wo der Junge Brot kaufen musste. Als sie das Geschäft betraten, wehte ihnen eine Duftwolke aus Zimt, Koriander und frischgebackenem Brot entgegen. Der kleine Stern atmete tief ein, sah sich um….und entdeckte eine große Schüssel, angefüllt mit Sternen!

Alle so groß wie er, nur glänzten sie nicht und hatten einen satten Braunton und oben drauf so etwas das aussah wie Schnee. Aufgeregt fragte der Stern den kleinen Jungen, was das sei. Das sind Zimtsterne, erklärte der Junge, die kann man essen – sie sind wunderbar süß und es gibt sie nur um diese Jahreszeit. Nein, ich will nicht gegessen werden, dachte der kleine Stern bei sich, hüpfte vom Arm des Jungen und lief hinaus aus dem Bäckerladen. So ein Zimtstern war zwar süß, aber so etwas wollte der kleine Stern dann doch nicht sein.

Er lief weiter und blieb vor einem Geschäft stehen, in dem viele bunte Stoffbahnen im Schaufenster hingen. Auf einigen davon waren auch Sterne abgebildet, viele davon, aber sie alle waren weiß und glanzlos. Sterne, die nicht glänzen und weiß sind, nein, sowas möchte ich nicht sein, dachte der kleine Stern und lief weiter.

Komische Dinger bewegten sich auf der Straße neben ihm. Wie von Zauberhand gezogen, aus glänzendem bunten Metall, wie Kisten, und darinnen saßen Menschen! Es gab große und kleine, rote und blaue, und der kleine Stern setzte sich auf den Randstein und beobachtete die fahrenden Kisten. Plötzlich entdeckte er einen Stern auf einem dieser Dinger, ganz am vorderen Ende.

Er lief ihm nach, denn dieser Stern war schöner als alle anderen, die er bisher auf der Erde gesehen hatte. Er war groß und glänzte silbern und war in einen Ring aus Silber gefaßt. Die Kiste blieb stehen und der kleine Stern sprang aufgeregt vor seinem Artgenossen hin und her, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Silberstern glänzte nur weiter und sein lebloser Glanz erschreckte den kleinen Stern mit einemmal. Dieser Stern ist zwar wunderschön, aber er scheint sich nicht bewegen zu können, überlegte der kleine Stern, Nein, so etwas möchte ich auch nicht sein und lief weiter.

Außerdem, so stellte er fest, gab es viele von diesen Sternen auf den Kisten, die sich vorbeibewegten und dabei einen Höllenlärm veranstalteten. Damit wäre er wieder nichts besonderes. Tieftraurig lief er durch die Straßen dieser großen Stadt und musste schließlich einsehen, dass er wohl nie etwas Außergewöhnliches sein würde. Er bog in eine Seitengasse ein, in der war es dunkel und eng. Inzwischen wurde es Abend und es begann zu schneien. Mutlos ließ er sich in den Schnee fallen und weinte. Er weinte und jede seiner Tränen schien sofort zu Eis zu gefrieren, kaum dass sie sein Auge verlassen hatte. So saß er da und schluchzte und fühlte sich hundeelend. Allein und frierend und keiner vermisste ihn, so dachte er. Doch halt, damit lag er falsch. Gerade, als er sich dazu durchgerungen hatte, wieder aufs Himmelszelt zurückzukehren, erschien ein Mensch vor ihm.

Eigentlich sah es kein bißchen aus wie ein Mensch, viel schöner und ein warmes Licht ging von ihm aus, er schien innerlich zu leuchten. Auf dem Rücken hatte es zwei schneeweiße Flügel und war ganz ein weißes Gewand gehüllt. Seine Füße (die übrigens keine dieser komischen Lederumhüllungen, die hierzulande wohl üblich waren, trugen) schienen den Boden nicht zu berühren. Das Wesen sprach mit dem kleinen Stern, doch sein Mund bewegte sich nicht. Da bist du ja, ich hab dich überall gesucht, sagte das Wesen. Wer bist du, fragte der fassungslose kleine Stern. Ich bin der, der dich holen kommt, damit du eine wichtige Aufgabe übernimmst; du sollst drei weisen Leuten den Weg leuchten, sprach das Wesen (wieder, ohne auch nur ein bißchen seinen Mund zu bewegen). Ich? Ich leuchte doch nicht hell genug, klagte der Stern. Jetzt schon, sprach das Wesen und kaum war der Satz ausgesprochen, schaute der kleine Stern an sich herunter und war plötzlich geblendet von dem Licht, das von ihm ausging.

Du hast dir solche Mühe gegeben, jemand besonderes zu sein und bist dabei viele Risiken eingegangen, deshalb wollte Er dich belohnen mit der Erteilung dieser Aufgabe, erklärte das Wesen und nahm ihn bei der Hand. Überglücklich und außer sich vor Freude wehrte sich der kleine Stern nicht, als das Wesen höher und höher mit ihm aufstieg, bis sie schließlich am Himmelszelt angekommen waren; er fragte auch gar nicht nach, wer denn dieser ominöse „Er“ sei.

Der kleine Stern sah sich um und konnte es kaum fassen: er leuchtete sogar noch heller als der Nordstern! Nun, siehst du diese Männer dort unten auf Erden, fragte das Wesen und riss ihn abrupt aus seinen euphorischen Gedanken. Ja, antwortete der kleine Stern, sind das die Männer, die ich führen soll? Ja, sprach das Wesen, sie müssen in eine Stadt, die Jerusalem heißt, weil sie dort einen wichtigen Auftrag erfüllen müssen; schaffst du das? Das Wesen verschwand, ohne das begeisterte „Ja!“ des kleinen Sterns noch hören zu können, so schnell und unerklärlich wie es gekommen war. Das muß ein Engel gewesen sein, dachte der kleine Stern und machte sich auf den Weg, die drei Männer zu geleiten.

Drunten, auf der Erde, traf der kleine Junge auf drei seltsame Männer, die sich anscheinend verirrt hatten und ließen ihn für ein paar Minuten nicht an seinen seltsamen kleinen Stern, der plötzlich verschwunden war, denken. Sie waren äußerst seltsam gekleidet und hatten alle drei Geschenke bei sich. Sie schienen unterschiedlicher Rasse und Herkunft zu sein, doch hatten sie alle etwas seltsam königlich-anmutiges an sich. Der kleine Junge war eigentlich auf dem Weg nach Hause und als die Männer ihn nach dem Wege in eine ihm unbekannte Stadt fragten, blickte er zum Himmel und entdeckte den kleinen, nun strahlend hell leuchtenden Stern. Er lächelte die drei Männer an, wies mit einem Kopfnicken stumm himmelwärts und machte sich weiter auf, um nach Hause zu kommen.

Einmal noch blickte er hinter sich und sah, wie die Männer dem Stern folgten, jeder sein Geschenk in der Hand. Mutter, es ist ein Wunder geschehen, sprach der kleine Junge, zu Hause angekommen, lächelte und wünschte sich insgeheim, er wäre ein Stern.