Frühlingszeit ist Marktzeit: Die Pflichttermine fürs Frühjahr

Der Frühling steht in den Startlöchern und damit steigt auch wieder die Lust, mehr Zeit draußen zu verbringen. Höchste Zeit also, euch meine Pflichttermine für die vielen anstehenden Floh- und Designmärkte aber auch kulinarischen Highlights des Frühjahrs 2016 zu verraten – dieses Mal sogar mit einem Steiermark-Schwerpunkt! 😉

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Steiermark Spezial in der Markterei

Die Markterei in Wien ist ein regelmäßig stattfindender, temporärer Nachbarschaftsmarkt und bietet regionale und saisonale Schmankerl aller Art, Gastrobetriebe und Marktstandler ergänzen einander perfekt. Seit dem Herbst 2015 findet die Markterei immer am Wochenende in der Alten Post im ersten Bezirk in Wien (Dominikanerbastei 11 / Postgasse 8). Am 2. April findet dort erstmals das „Kernöl is coming! Steiermark Spezial“ statt. Angepriesen werden steirische Käse, Pasteten, Bier, Wein, Senf, Essig, Marmeladen & Pesti, Grubenkraut und feine Öle: Für mich als Steirermädel ein Pflichttermin!

Ort: Markterei in der Alten Post
Wann: 2. April 2016, 10-18 Uhr (Gastronomie bis 22 Uhr)
Weitere Infos: http://www.markterei.at/

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WAMP Designmarkt

Der WAMP Designmarkt kommt auch in diesem Frühjahr wieder nach Wien! Junge Kreative und Designlabels bieten auf dem Platz vor dem Museumsquartier ihre Produkte und Waren an. Vor allem für Fashionistas auf der Suche nach dem nächsten It-Teil ein Muss!

Ort: Vor dem Museumsquartier Wien
Wann: 9. April 2016
Weitere Infos: http://wamp.at/de
Weitere Termine: 14. Mai 2016 // 11. Juni 2016

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Mondscheinbazar Nachtflohmarkt

Der Mondscheinbazar zieht um! Fanden die ersten Mondscheinbazare in der Ankerbrotfabrik im 10. Bezirk statt, geht die nächste Episode im Gschwandner im 17. Bezirk über die Bühne. Ob und wie sich die verkleinerte Location auf den Flohmarkt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Dass der gewohnt große Ansturm allerdings nachlassen wird, ist eher nicht zu erwarten.

Ort: Das Gschwandner, Geblergasse 38-40, 1170 Wien
Wann: 9. April 2016, 17-23 Uhr
Weitere Infos: http://www.mondscheinbazar.at/

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Steiermark Frühling am Wiener Rathausplatz

Wer das Steiermarkdorf auf dem Wiener Rathausplatz bislang noch nicht entdeckt hat, der sollte sich den Termin vom 14. bis 17. April dick im Kalender anstreichen. Traditionelles Handwerk, Kulinarik und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wird auf dem Rathausplatz zelebriert. Das heimliche Highlight der Rathausplatz-Events für alle Wiener – und für mich ein willkommener Anlass, das Dirndl auszupacken! 😉

Wo: Rathausplatz, 1010 Wien
Wann: 14.-17. April 2016
Weitere Infos: http://www.steiermarkdorf.at/de

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Neubaugassenflohmarkt

Einer meiner liebsten Flohmärkte in Wien ist der große Neubaugassenflohmarkt, der zweimal im Jahr auf der gesamten Länge der Wiener Neubaugasse (beginnend auf Höhe Mariahilferstraße) stattfindet. Vom kuriosen Flohmarktfundstück über eine Second-Hand-Modenschau (am 29.4. im Humana-Store Ecke Neubaugasse/Lerchenfelderstraße) bis hin zu kulinarischen Gaumenfreuden bietet der Neubaugassenflohmarkt für jeden Geschmack etwas.

Wo: Neubaugasse Wien
Wann: 29.-30. April 2016
Weitere Infos: http://www.neubaugasse.at/flohmarkt

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Genussfestival im Wiener Stadtpark

Die Veranstalter des Genussfestivals hat sich auf die Fahnen geschrieben, auf der Fläche des Wiener Stadtparks ganz Österreich zur kulinarischen Erkundung abzubilden. Im vergangenen Jahr habe ich diese Challenge bei feinstem Kaiserwetter erstmals selbst unter die Lupe genommen und bin mit einem Schlag zum Fan geworden: Wildschweinwürste aus Niederösterreich, Uhudler aus dem Burgenland oder steirischer Schilcher: Beim Genussfestival gibt es die besten regionalen Köstlichkeiten aller 9 Bundesländer entweder zur Direktverkosten im Stadtpark oder zum Nachhause-nehmen. Ich freu mich schon!

Wo: Wiener Stadtpark
Wann: 6.-8. Mai 2016
Weitere Infos: http://www.genuss-festival.at/

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Fesch’Markt in Linz, Graz und Wien

Der beliebte Fesch’Markt findet auch in diesem Frühjahr wieder an unterschiedlichen Standorten in ganz Österreich statt. Den Anfang macht Linz (Premiere für die Oberösterreicher!)  am Wochenende vom 29. April bis 1. Mai. Nach Wien kommt der Fesch’Markt wieder mit seiner gelungenen Mischung aus Mode, Design und Kulinarik vom 17.-19. Juni.

FESCH’MARKT Linz #1 / 29. April – 01. Mai 2016 / Tabakfabrik
FESCH’MARKT Graz #5 / 20.-22. Mai 2016 / Seifenfabrik
FESCH’MARKT Wien #12 / 17.-19. Juni 2016 / Ottakringer Brauerei
Weitere Infos: http://www.feschmarkt.info/

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Klassiker der Österreich-Küche: Linsen mit Speck

Im Herbst beim Bergsteigen auf einer Hütte in den steirischen Alpen wiederentdeckt, im Winter auf dem Teller in Wien. Linsen mit Speck sind ein klassisches Gericht der österreichischen Küche, und doch war dieses Rezept für mich eine Premiere – denn selbst gekocht habe ich diese erstmals nach einem Ausflug in die Berge.

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Wer in seiner Freizeit gerne Berge erklimmt, weiß, wie gut das das einfache Essen auf der Berghütte schmeckt. Das liegt nicht nur an der Höhenluft und den Anstrengungen des Aufstiegs, sondern auch daran, dass aus wenigen Zutaten ein herzhaftes Essen zubereitet wird, das durch Einfachheit besticht. Eines dieser Gerichte sind eindeutig Linsen mit Speck. Ein erprobtes Rezept möchte ich euch heute vorstellen:

Zutaten (für ca. 6 Personen):

  • 500 g grüne oder rote Linsen (getrocknet, nicht aus der Dose)
  • 1 Liter Rindssuppe
  • 300 g Speckwürfel
  • 1 große Zwiebel (gehackt)
  • 5 kleine, saure Gurken (z.B. Cornichons)
  • 5 Stück Sardellenfilets
  • 5-8 Stück kleine Kapernbeeren
  • 1-2 EL Senf
  • 1 EL Petersilie (fein gehackt)
  • 1 EL Mehl (glatt)
  • 2 Stück Lorbeerblätter
  • 4-5 Wacholderbeeren
  • 1-2 Knoblauchzehen (gehackt)
  • Thymian
  • Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Becher Créme fraîche
  • 2 EL Butter zum anschwitzen

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Zubereitung:

Die Linsen etwa 3-4 Stunden vor der Zubereitung in lauwarmen Wasser einweichen und quellen lassen – das Rezept funktioniert am besten mit getrockneten Linsen, denn mit den Exemplaren aus der Dose wird das Ganze leider eher zu einem Brei statt zu einem herzhaften Gericht mit Biss.

Linsen abgießen und beiseite stellen. In einem großen Topf die Butter schmelzen lassen und darin die Zwiebel sowie den Speck anrösten – anschließend mit dem Mehl abstauben. Die Linsen hinzufügen und mit der heißen Rindssuppe aufgießen. Wacholderbeeren, Thymian, Salz, Pfeffer und Lorbeerblätter hinzufügen und ca. 30 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen. Nach dieser Zeit sollten die Linsen weichgekocht und die Suppe verdunstet sein. Im Bedarfsfall noch etwas Rindssuppe hinzufügen und weiterköcheln lassen, bis die Linsen weich sind und eine sämige Soße entsteht.

In der Zwischenzeit die Gurkerl, Sardellen und die Kapernbeeren klein hacken und gemeinsam mit dem Senf und der Petersilie zu einer pikanten Würzmischung vermengen.

Die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter aus dem Linsentopf entfernen und die Würzmischung hinzufügen. Mit einem kräftigen Schuss Weißweinessig und Créme fraîche abschmecken und gut verrühren. Zu dem Gericht schmecken am besten selbstgemachte Semmelknödel – oder einfach auch nur eine Scheibe Brot. Mahlzeit! 🙂

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Vielleicht kein Augenschmaus auf dem Teller, aber dafür umso mehr auf der Zunge: Herzhafte Linsen mit Speck und selbstgemachten Semmelknödeln.

Herbstküche: Panierte Kürbis-Schnitzel mit Kernöldip

Bevor es in die Zielgerade auf Weihnachten mit all der feinen Adventbäckerei, Zimtgeruch im Haus und Punsch auf der Terrasse geht, gibt’s von mir noch einmal ein Rezept zur Herbstküche. Mit den Schnitzeln vom Hokkaido-Kürbis in einer knusprigen Panade aus gehackten Kürbiskernen und dem Kernöl-Joghurt-Dip lässt sich die Farbenpracht des Herbstlaubs auch auf dem Teller genießen.

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Der Herbst ist ja an und für sich eine verschwenderische Phase – da kann man gerne auch mal was draus machen! Die panierten Kürbissschnitzel schmecken herrlich nussig und schmecken auch noch am nächsten Tag.

Zutaten ( Vorspeise: 4 Personen, Hauptgang: 2 Personen): 

  • 1 Hokkaidokürbis, mittelgroß
  • 1 große Tasse Kürbiskerne, gehackt
  • 1 große Tasse Semmelbrösel
  • Mehl zum Panieren
  • 1 großes Ei
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Für den Dip:

  • 400 ml griechischer Joghurt
  • 2-3 EL Kürbiskerne, gehackt
  • Kürbiskernöl
  • Salz, Pfeffer
Herbst auf dem Teller: Hokkaidokürbis schmeckt herrlich nussig und fein.

Herbst auf dem Teller: Hokkaidokürbis schmeckt herrlich nussig und fein.

Zubereitung:

Zunächst den Hokkaidokürbis halbieren, die Kerne mit einem Löffel entfernen und mit einem scharfen Messer schälen. Anschließend in ca. 2,5 cm dicke Spalten schneiden und in kochendem Wasser 5 Minuten lang blanchieren. In Eiswasser abschrecken, mit einem Küchentuch trocken tupfen und beiseite stellen.

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Für die Panade die gehackten Kürbiskerne und die Semmelbrösel miteinander vermengen und in einem tiefen Teller zum Panieren bereit stellen. Das Ei mit Salz und Pfeffer in einem weiteren tiefen Teller verquirlen und genau wie einen Teller Mehl bereit stellen. Die trockenen Kürbisspalten nun abwechselnd durch Mehl und Ei ziehen, schließlich großzügig mit der Brösel-Kürbiskern-Mischung bestreuen.

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Schnitzel vom Hokkaido in knuspriger Kürbiskernpanade.

Die fertigen Schnitzel werden anschließend in einer Pfanne mit heißem Pflanzenöl herausgebraten (mittlere Hitze), bis sie goldgebräunt  sind. Aus der Pfanne heben und auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Joghurt-Kernöl-Dip in the making.

Joghurt-Kernöl-Dip in the making.

Für den Dip den griechischen Joghurt in eine Schüssel füllen, mit Salz und Pfeffer würzen und die gehackten Kürbiskerne unterrühren. Einen anständigen Schuß Kürbiskernöl einrühren, bis ein homogener Dip entsteht.

Die panierten Kürbisschnitzel mit dem Dip auf einem Teller anrichten und servieren. Dazu passt ein einfacher Vogerlsalat (= Feldsalat) mit einer Marinade aus (NoNa!) Kürbiskernöl, weißem Balsamicoessig und Salz. Mahlzeit! 🙂

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Zu Schnitzeln und Dip passt Vogerlsalat mit einer Kernöl-Balsamicoessig-Marinade.

 

Brunchen wie ein König: Eier-Tartelettes im Speckmantel

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht – aber meinen Freund kann ich mit einem gesundem Frühstück (Birchermüsli, Chiasamen-Pudding oä) nicht hinterm Ofen hervor locken. Vielmehr bevorzugt er (wie gefühlte 99% aller Männer) am Morgen Deftiges, wie Eier und Speck. Weil ein Spiegelei mit Speckstreifen nun an sich aber gar nichts Besonderes ist, zeige ich euch heute mein Rezept für köstliche Eier-Tartelettes im Speckmantel! 

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Dieses Rezept habe ich von meiner Mama (Dankeschön an dieser Stelle!), und seit wir es zu Ostern probiert haben, gibt es bei uns jeden Sonntag zum Brunch das Gleiche: die leckeren Eier-Tartelettes im Speckmantel an einem schönen, herzhaften Vogerlsalat. Das Schöne an ihnen ist, dass sie im Nullkommanichts zuzubereiten sind, und sich nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Vorspeise gut eignen.

Zutaten (pro Person):

  • 1-2 Scheiben Schinkenspeck (am besten schmeckt Prosciutto – nicht zu dünn geschnitten!)
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Handvoll Vogerlsalat
  • Kürbiskernöl
  • Weißer Balsamico-Essig
  • Frühstücksbrötchen

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Zubereitung: 

Ein Blatt Backpapier in mehrere Quadrate schneiden (pro Person wird ein Quadrat benötigt), dieses unter fließendem Wasser zerknüllen und in eine Muffin-Backform einfügen. Den Schinkenspeck (je nach Scheibengröße) zuschneiden und jeweils zwei Scheiben kreuzförmig in die Muffin-Mulden legen, sodass eine mit Speck ausgeformte „Schüssel“ entsteht. Das Ei hineinschlagen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Bei ca. 200° C (Umluft) ca. 18-20 Minuten im Ofen backen (das Eigelb sollte innen noch flüssig sein).

In der Zwischenzeit den Vogerlsalat waschen, schleudern und mit einer Marinade aus Salz, Pfeffer, weißem Balsamico und Kürbiskernöl würzen. Die fertig gebackenen Eier-Tartelettes aus dem Ofen nehmen und gemeinsam mit dem Vogerlsalat und Frühstücksbrötchen servieren. Mahlzeit! 🙂

Die fertigen Eier-Tartelettes im Speckmantel an einem herrlich kernigen Vogerlsalat.

Die fertigen Eier-Tartelettes im Speckmantel an einem herrlich kernigen Vogerlsalat.

 

 

Mein erster Blog-Geburtstag!

Zu später Stunde gibt es heute von mir eine frohe Botschaft: Es freut mich, mitteilen zu dürfen, dass Steirerblut & Himbeersaft heute sein erstes Jubiläum feiert! 🙂 Denn genau heute vor einem Jahr, am 7. Februar 2014, ging mein erster Beitrag online! 

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Ein Riesen-Dankeschön gilt euch, meinen lieben LeserInnen! 🙂 Denn ihr habt mir im vergangenen Jahr nicht nur die Treue gehalten und fleißig Zuspruch erteilt, sondern durch Kommentare und Likes viel Input geliefert, welche Themen ihr besonders interessant findet. Durch die Arbeit an meinem Blog habe ich umgekehrt viel über die Blogosphäre, den Umgang mit sozialen Medien (die ja ein wesentlicher Bestandteil meines Studiums waren) und auch über mich selbst gelernt. Dafür ein herzliches Danke, Danke, Danke! 🙂

Ich verspreche, dass ich euch weiterhin mit spannenden und informativen Beiträgen, Koch- und Backrezepten unterhalten werde und freue mich, wenn ihr mir und Steirerblut & HImbeersaft weiterhin die Stange haltet! Auf ein neues, spannendes Jahr – und dass noch viele weitere folgen mögen!

Danke, eure Heike

Süß, saftig, steirisch: Apfel-Muffins mit geriebenen Kürbiskernen

Zwischendurch überkommt einen einfach die Lust auf etwas Süßes – da kommt ein schnelles Rezept für Apfel-Muffins mit geriebenen Kürbiskernen  und einer kleinen Prise Zimt gerade recht. Süß, saftig, steirisch: Echte Steirer-Muffins halt! 😉

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Manchmal beschert einem der Zufall die schönsten Rezepte – das Basisrezept zu diesen Muffins bekam ich von einer Facebook-Freundin, nachdem mir beim Einkäufe-nach-Hause-tragen zwei Eier kaputt gegangen waren und ich keine Ahnung hatte, was ich mit den beschädigten Eiern anfangen sollte. 🙂 Als Steirermädel, das ich bin, habe ich sogleich eine Packung geriebene Kürbiskerne aus dem Vorratsschrank gezaubert und zum Teig gemischt. Herausgekommen sind herrlich saftige und flaumige Steirer-Muffins – die euch hoffentlich genauso gut schmecken wie mir! 🙂

Zutaten: 

  • 2 Eier
  • 3/4 Tasse Staubzucker
  • 1,5 Tassen Mehl
  • 1/2 Pckg. Backpulver
  • 1 Pckg. Vanillezucker
  • 1/2 Tasse Sonnenblumenöl (oder Maiskeimöl)
  • 2 mittelgroße Äpfel (säuerlich)
  • 1 Tasse geriebene Kürbiskerne (oder Haselnüsse)
  • 1 Msp. Zimt

Zubereitung (für 12 Stück):

Zunächst die trockenen Zutaten (Zucker, Mehl, Backpulver, Zimt, Kürbiskerne bzw. Nüsse und Vanillezucker) miteinander vermengen. Anschließend das Ei und das Öl unterrühren, bis ein flaumiger Teig entsteht. Die Äpfel waschen, klein reiben und unter die Masse heben. Den Teig in ein mit Förmchen ausgelegtes Muffinblech füllen (Form zu 2/3 ausfüllen) und bei 180° C ca. 10-12 Minuten lang backen.

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Meine kleine Weihnachtsgeschichte

Vor vielen, vielen Jahren – in etwa, als ich 16 Jahre alt war – habe ich für Freunde eine kleine Weihnachtsgeschichte verfasst. Weil heute das Fest der Liebe ist, möchte ich diese Geschichte mit euch teilen (und entschuldige mich gleich vorab für den langen Text)! 🙂 Viel Spaß beim Lesen und frohe Weihnachten euch allen!

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Der Weihnachtsstern – ein Weihnachtsmärchen von Heike Rössler

Vorwort:

Weihnachten: das Fest der Liebe. Ein christliches Fest, das die Geburt des Herrn feiert. Doch Weihnachten hat es nicht immer gegeben. Diese Geschichte handelt von einer Zeit, in der die Menschen noch nicht einmal das Wort „Weihnachten“ kannten. Obwohl die Handlung im modernen Zeitalter festgelegt ist, ist der Messias noch nicht auf die Erde gekommen…

Es war zu jener Zeit einmal ein kleiner, unscheinbarer Stern, der, umgeben von Millionen und Abermillionen seiner Artgenossen, am Himmelszelt stand und leuchtete. Er war nicht besonders hübsch, strahlte nicht auffallend hell und hatte auch sonst keine hervorhebenden Eigenschaften. Er gehörte nicht einmal (und zwar sehr zu seinem Leidwesen!) einem der großartigen, prachtvollen Himmelsgebilde an, die wir Menschen so lieblos „Sternbilder“ nennen. Tieftraurig und betrübt; nur einer unter vielen seiend, stand er dort droben am Sternenhimmel und leuchtete aus Leibeskräften. Ach, wie beneidete er den strahlenden, von allen bewunderten Nordstern, den man von überall aus auf dieser Welt sehen konnte, den man bestaunte und dem all die anderen Sterne nacheiferten! Der kleine Stern schämte sich seiner; er wurde oft verlacht von seinen Sterngenossen, die dem großen oder kleinen Wagen angehörten.

Ja, sogar die Sterne aus dem Sternbild der Waage machten sich lustig über ihn. Minderwertig sollte er sein, unnütz und keiner, keiner würde es bemerken, würde er fehlen. Oft, wenn es Tag wurde und alle anderen Sterne schliefen, weinte er bittere Tränen und wünschte sich nichts sehnlicher, als jemand anderes zu sein oder auch nur einmal in den paar Sternjahren, die er noch vor sich hatte, von irgend jemandem beachtet zu werden! Der kleine Stern träumte davon, einen Namen zu bekommen, so wie all die anderen. Oder eine Sternschnuppe zu sein. Er würde über das Himmelszelt gleiten und die Menschen würden sich freuen und sich Wünsche wünschen bei seinem Anblick! Er hätte endlich auch ein bißchen Aufmerksamkeit.

Eines Nachts, kurz nachdem alle Sterne aufgegangen waren und der Himmel in ein tiefes Schwarzblau getaucht war, beschloß der Stern, zur Erde hinabzugleiten um zu sehen, ob man dort vielleicht einen mittelhell leuchtenden Stern ohne irgendwelche besonderen Fähigkeiten benötigte. So kam es, dass der kleine Stern ausgerechnet im tiefverschneiten Winter auf der Erde landete. Kalt war ihm und gegen die stockdunkle Nacht konnte sein spärliches Licht kaum etwas ausrichten. Hilflos stolperte er durch den Schnee, bis er zu einem Haus, das neben einem großen, düsteren Wald stand, kam. Vorsichtig setzte er sich aufs Fensterbrett und wagte einen Blick durch das kleine Fenster. Er erblickte einen kleinen Jungen, seine Mutter und seinen Vater. Sie saßen um das Feuer im Kamin herum und rösteten dabei ein paar Kastanien. Ach, wie schön warm muß es doch in dieser guten Stube sein, dachte der kleine Stern versonnen und fiel vor lauter Wonne mit einem leisen Plumps vom Fensterbrett in den tiefen Schnee. Keiner außer dem kleinen Jungen bemerkte das leise Geräusch draußen in der eisigen Winterlandschaft.

Neugierig öffnete der Junge die Tür und steckte seinen Kopf aus dem Türspalt, wobei ihm sogleich ein eisiger Wind das hellblonde Haar auf seinem Kopf zerzauste. Sofort entdeckte er das schwache Leuchten aus dem Schnee unterm Fensterbrett und ging darauf zu. Der kleine Stern, noch immer starr vor Schreck und Kälte, wusste nicht wie ihm geschah, als plötzlich zwei zarte Kinderhände nach ihm griffen, ihn sachte vom Schnee befreiten und ins warme Haus trugen.

Was machst du denn da, fragte die Mutter des Jungen, doch er antwortete ihr nicht und ging, den kleinen Stern unter dem Saum seines Hemdes versteckt, schnurstracks auf sein Zimmer. Wer bist du denn, fragte der kleine Junge. Ich bin ein kleiner Stern, aber ich bin hier auf der Erde weil ich jemand anderes sein möchte, antwortete der Stern. Was möchtest du denn gerne sein, wollte der Junge wissen. Der kleine Stern überlegte lange, ehe er resigniert zugeben musste, dass er das selber nicht so genau wusste. Als der Junge sah, wie traurig der Stern darüber war, beschloß er, ihm zu helfen. Am nächsten Morgen, zeitig in der Frühe, machte sich das ungleiche Paar auf dem Weg in die Stadt. Sie kamen vorbei an unendlichen Reihen von Schaufenstern, in denen die unglaublichsten Dinge feilgeboten wurden. Der kleine Stern, der zum erstenmal in seinem Leben Schuhe, Töpfe, Schränke und dergleichen sah, kam aus dem Staunen beinahe nicht mehr heraus. Bald schon erreichten die beiden den Laden des Bäckermeisters, wo der Junge Brot kaufen musste. Als sie das Geschäft betraten, wehte ihnen eine Duftwolke aus Zimt, Koriander und frischgebackenem Brot entgegen. Der kleine Stern atmete tief ein, sah sich um….und entdeckte eine große Schüssel, angefüllt mit Sternen!

Alle so groß wie er, nur glänzten sie nicht und hatten einen satten Braunton und oben drauf so etwas das aussah wie Schnee. Aufgeregt fragte der Stern den kleinen Jungen, was das sei. Das sind Zimtsterne, erklärte der Junge, die kann man essen – sie sind wunderbar süß und es gibt sie nur um diese Jahreszeit. Nein, ich will nicht gegessen werden, dachte der kleine Stern bei sich, hüpfte vom Arm des Jungen und lief hinaus aus dem Bäckerladen. So ein Zimtstern war zwar süß, aber so etwas wollte der kleine Stern dann doch nicht sein.

Er lief weiter und blieb vor einem Geschäft stehen, in dem viele bunte Stoffbahnen im Schaufenster hingen. Auf einigen davon waren auch Sterne abgebildet, viele davon, aber sie alle waren weiß und glanzlos. Sterne, die nicht glänzen und weiß sind, nein, sowas möchte ich nicht sein, dachte der kleine Stern und lief weiter.

Komische Dinger bewegten sich auf der Straße neben ihm. Wie von Zauberhand gezogen, aus glänzendem bunten Metall, wie Kisten, und darinnen saßen Menschen! Es gab große und kleine, rote und blaue, und der kleine Stern setzte sich auf den Randstein und beobachtete die fahrenden Kisten. Plötzlich entdeckte er einen Stern auf einem dieser Dinger, ganz am vorderen Ende.

Er lief ihm nach, denn dieser Stern war schöner als alle anderen, die er bisher auf der Erde gesehen hatte. Er war groß und glänzte silbern und war in einen Ring aus Silber gefaßt. Die Kiste blieb stehen und der kleine Stern sprang aufgeregt vor seinem Artgenossen hin und her, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Silberstern glänzte nur weiter und sein lebloser Glanz erschreckte den kleinen Stern mit einemmal. Dieser Stern ist zwar wunderschön, aber er scheint sich nicht bewegen zu können, überlegte der kleine Stern, Nein, so etwas möchte ich auch nicht sein und lief weiter.

Außerdem, so stellte er fest, gab es viele von diesen Sternen auf den Kisten, die sich vorbeibewegten und dabei einen Höllenlärm veranstalteten. Damit wäre er wieder nichts besonderes. Tieftraurig lief er durch die Straßen dieser großen Stadt und musste schließlich einsehen, dass er wohl nie etwas Außergewöhnliches sein würde. Er bog in eine Seitengasse ein, in der war es dunkel und eng. Inzwischen wurde es Abend und es begann zu schneien. Mutlos ließ er sich in den Schnee fallen und weinte. Er weinte und jede seiner Tränen schien sofort zu Eis zu gefrieren, kaum dass sie sein Auge verlassen hatte. So saß er da und schluchzte und fühlte sich hundeelend. Allein und frierend und keiner vermisste ihn, so dachte er. Doch halt, damit lag er falsch. Gerade, als er sich dazu durchgerungen hatte, wieder aufs Himmelszelt zurückzukehren, erschien ein Mensch vor ihm.

Eigentlich sah es kein bißchen aus wie ein Mensch, viel schöner und ein warmes Licht ging von ihm aus, er schien innerlich zu leuchten. Auf dem Rücken hatte es zwei schneeweiße Flügel und war ganz ein weißes Gewand gehüllt. Seine Füße (die übrigens keine dieser komischen Lederumhüllungen, die hierzulande wohl üblich waren, trugen) schienen den Boden nicht zu berühren. Das Wesen sprach mit dem kleinen Stern, doch sein Mund bewegte sich nicht. Da bist du ja, ich hab dich überall gesucht, sagte das Wesen. Wer bist du, fragte der fassungslose kleine Stern. Ich bin der, der dich holen kommt, damit du eine wichtige Aufgabe übernimmst; du sollst drei weisen Leuten den Weg leuchten, sprach das Wesen (wieder, ohne auch nur ein bißchen seinen Mund zu bewegen). Ich? Ich leuchte doch nicht hell genug, klagte der Stern. Jetzt schon, sprach das Wesen und kaum war der Satz ausgesprochen, schaute der kleine Stern an sich herunter und war plötzlich geblendet von dem Licht, das von ihm ausging.

Du hast dir solche Mühe gegeben, jemand besonderes zu sein und bist dabei viele Risiken eingegangen, deshalb wollte Er dich belohnen mit der Erteilung dieser Aufgabe, erklärte das Wesen und nahm ihn bei der Hand. Überglücklich und außer sich vor Freude wehrte sich der kleine Stern nicht, als das Wesen höher und höher mit ihm aufstieg, bis sie schließlich am Himmelszelt angekommen waren; er fragte auch gar nicht nach, wer denn dieser ominöse „Er“ sei.

Der kleine Stern sah sich um und konnte es kaum fassen: er leuchtete sogar noch heller als der Nordstern! Nun, siehst du diese Männer dort unten auf Erden, fragte das Wesen und riss ihn abrupt aus seinen euphorischen Gedanken. Ja, antwortete der kleine Stern, sind das die Männer, die ich führen soll? Ja, sprach das Wesen, sie müssen in eine Stadt, die Jerusalem heißt, weil sie dort einen wichtigen Auftrag erfüllen müssen; schaffst du das? Das Wesen verschwand, ohne das begeisterte „Ja!“ des kleinen Sterns noch hören zu können, so schnell und unerklärlich wie es gekommen war. Das muß ein Engel gewesen sein, dachte der kleine Stern und machte sich auf den Weg, die drei Männer zu geleiten.

Drunten, auf der Erde, traf der kleine Junge auf drei seltsame Männer, die sich anscheinend verirrt hatten und ließen ihn für ein paar Minuten nicht an seinen seltsamen kleinen Stern, der plötzlich verschwunden war, denken. Sie waren äußerst seltsam gekleidet und hatten alle drei Geschenke bei sich. Sie schienen unterschiedlicher Rasse und Herkunft zu sein, doch hatten sie alle etwas seltsam königlich-anmutiges an sich. Der kleine Junge war eigentlich auf dem Weg nach Hause und als die Männer ihn nach dem Wege in eine ihm unbekannte Stadt fragten, blickte er zum Himmel und entdeckte den kleinen, nun strahlend hell leuchtenden Stern. Er lächelte die drei Männer an, wies mit einem Kopfnicken stumm himmelwärts und machte sich weiter auf, um nach Hause zu kommen.

Einmal noch blickte er hinter sich und sah, wie die Männer dem Stern folgten, jeder sein Geschenk in der Hand. Mutter, es ist ein Wunder geschehen, sprach der kleine Junge, zu Hause angekommen, lächelte und wünschte sich insgeheim, er wäre ein Stern.

Coming soon: 1 Kürbis, 3 Gänge

Herbstzeit ist Kürbiszeit – und weil diese Wahrheit unumstößlich ist, präsentiere ich euch ab morgen an drei aufeinanderfolgenden Tagen Rezepte für ein echt steirisches Menü unter dem Motto „Ein Kürbis, drei Gänge“! 🙂 Ihr dürft gespannt sein – schaut vorbei! 

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Schnelles Dessert: Lebkuchen-Crumble mit hausgemachtem Zwetschkenkompott

Foodblogs, wie zum Beispiel Glasgeflüster, sind meine liebsten Inspirationsquellen für neue Rezeptideen. Als ich unlängst steirische Zwetschken ergatterte, die sich als sehr saure Früchtchen erwiesen, verarbeitete ich sie ganz einfach zu einem süßen Kompott! Und was macht man am besten damit? Richtig, ein Ratz-Fatz-Dessert: Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott! 

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Zutaten (für ca. 1 Liter Kompott):
1 kg frische Zwetschken
2 EL Zucker
1 Stange Zimt (fingerbreit)
0,75 l Wasser
2-3 große Weck-Gläser (500 ml) mit Schraubverschluss
Rum zum Desinfizieren

Zubereitung:
Die Zwetschken waschen, entkernen und vierteln. Die Zwetschken gemeinsam mit Wasser, Zucker und der Zimtstange in einem großen Topf erhitzen und einmal aufkochen lassen. Anschließend die Hitze reduzieren und etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Zwetschken bissfest sind.

Die Zimtstange entfernen und das noch heiße Kompott in die sauberen und mit heißem Wasser ausgespülten Weckgläser füllen. Den Deckel der Gläser mit ein wenig Rum desinfizieren, die Gläser damit fest verschließen und sofort auf den Kopf stellen. Dadurch bildet sich ein Vakuum und das Kompott kann im Kühlschrank etwa 2-3 Monate aufbewahrt werden.
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Dessert-Vorschlag: Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott

Für ein super-schnelles und einfaches Dessert eignet sich mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott ganz besonders. Von der Lebkuchenbäckerei blieben mir noch einige (inzwischen trocken gewordene) Stücke an Lebkuchen übrig. Diese habe ich für mein Crumble in mundgerechte Brocken zerkleinert, in Dessert-Gläschen gefüllt und mit einer guten Portion Kompott bedeckt. Noch etwas Staubzucker darüber und fertig ist das saftig-süße Dessert! 🙂

Übrigens: Statt Lebkuchen kann man natürlich auch andere Kuchenreste (wie zB Schoko- oder Nusskuchen) nehmen – eine sehr schmackhafte Resteverwertung!

Mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott. Mit dieser Variante wird auch aus trockenem Schokokuchen ein saftiges Dessert!

Mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott. Mit dieser Variante wird auch aus trockenem Schokokuchen ein saftiges Dessert!

5 Tipps für Ordnung im Foto-Archiv

Vor Kurzem besuchte ich den Ausstellungsraum des Foto-Projekts von FJ Schwarzenbacher im 9. Wiener Bezirk. Im „Privatfoto-Archiv“ werden die Besucher aufgefordert, alte Fotos mitzubringen und ihre persönliche Verbindung dazu mit Schwarzenbacher teilen. Die Fotos werden als Leihgabe zum Teil der Ausstellung und dienen nachkommenden Besuchern als Anschauungsmaterial. Bereits im Vorfeld setzt man sich als Besucher sehr intensiv mit den eigenen fotografischen Erinnerungen auseinander und fragt sich beim Betrachten der ausgestellten (unkommentierten) Fotos, warum gerade dieses Bild für andere Menschen so wertvoll ist. Ein sehr bewegendes und spannendes Foto-Projekt, das mich nicht nur mit vielen, fast vergessenen Erinnerungen konfrontierte, sondern auch mit einem heillosen Bilderchaos, für dessen Bewältigung ich euch heute Tipps geben möchte.

Steirerblut_Und_Himbeersaft_5_Tipps_für_Ordnung_Im_Fotoarchiv_Copyright_Heike_Rössler

  1. Verschafft euch einen Überblick!

    Der vermutlich wichtigste Schritt ist es, das vorhandene Material zu sichten. Das umfasst nicht nur bestehende Alben, Fotokisten sondern auch den Karton mit Negativen, der ganz hinten im Schrank verstaubt (sofern das heutzutage überhaupt noch jemand besitzt). Und natürlich auch das digitale Bilder-Chaos auf dem Heim-PC.

  2. Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor!

    Ganz im Ernst: Riesen-Projekte, bei denen kein Ende in Sicht ist, werden ungern begonnen und selbst dann meistens auf halbem Weg aufgegeben. Deshalb gilt die Prämisse, lieber einen Schritt nach dem anderen zu machen. Also besser zunächst das Chaos mit den bereits ausgearbeiteten Fotos bewältigen und erst in einem weiteren Schritt die digitalen Bilder sortieren – oder umgekehrt.

  3. Besorgt euch schöne Fotoalben.

    Kein Mensch will unschöne Dinge im Regal stehen haben. Ein schönes Fotoalbum hebt den Wert der Erinnerungen und man nimmt es auch immer wieder gern zur Hand. Pro Fotoalbum empfiehlt sich ein Thema, etwa ein Album mit Erinnerungen an die Familie, ein weiteres für die Bilder aus der Kindheit und Schulzeit, ein weiteres für Urlaubsfotos, Hochzeit, usw.. Thematisch oder chronologisch geordnet finden sich auch alte Erinnerungen spielend leicht wieder! Zusätzlich braucht ihr Fotoecken (gibt’s beim Schreibwarenhändler) zum Einkleben und unter Umständen Edding (falls ihr etwas neben die Fotos schreiben möchtet).

  4. Besorgt euch Schuhkartons und Kugelschreiber!

    Sowohl für digitale als auch analoge Fotos gilt: Wer mit System sortiert, spart Zeit und Nerven. Für mich hat sich das Schuhkarton-Prinzip aus zwei Gründen bewährt: Erstens hat man so keine einsturzgefährdeten Bilderstapel rumliegen und zweitens kann man – wenn überraschend Gäste kommen – die Kartons ganz schnell wegpacken.
    Ihr braucht also mindestens drei Schuhkartons und Trennbalken (einfach aus Karton breitere Streifen ausschneiden):
    Wichtige Bilder: Geht die Fotos der Reihe nach durch, beschriftet sie auf der Rückseite mit Datum, Ort und Personennamen (so ihr die noch wisst) und legt die Bilder hochkant chronologisch sortiert, in den Karton. Zwischen jedes Jahr kommt ein Trennbalken. Große Familienereignisse (wie Hochzeiten, Taufe, Urlaub, oä) bekommen einen eigenen Trennbalken.
    „Vielleicht“-Bilder: Schnappschüsse von Sonnenuntergängen, an die man sich nicht mehr erinnern kann, Blumensträußen oder Stillleben wandern in einen „Vielleicht“-Karton. Solche Fotos eignen sich gut als Füller am Ende von Fotoalben, wenn auf den letzten beiden Seiten noch Platz ist. In diesen Karton kommen auch alle Fotos, an deren Jahreszahl man sich nicht mehr genau erinnern kann.
    Weg-Damit-Bilder: Das ist der Karton für die Fotos, die direkt nach dem Sortieren in die Papiertonne wandern, also verwackelt, unscharf, schlecht ausgeleuchtet sind oder an die jede Erinnerung fehlt.
    P.S.: Das Schuhkarton-Prinzip lässt sich auch für digitale Bilder anwenden. Ich habe etwa alle meine Fotos nach Jahren, sowie in Unterverzeichnissen nach Ereignissen sortiert. Neue Bilder werden sofort entsprechend abgespeichert – so finde ich auch die Schnappschüsse aus längst vergangenen Tagen wieder! Für die Bearbeitung eurer – neu einsortierten – Fotos empfehlen sich diverse Apps, wie zum Beispiel diese hier. Und: Schlechte Bilder sowie Dubletten lösche ich sofort, kein Mensch braucht dasselbe Bild in x-facher Ausführung!

  5. Neue Erinnerungen schaffen!

    Dank Handycam und Digitaltechnik wird heute soviel geknipst wie nie zuvor. Jedoch schaut man sich die wenigsten Bilder nach dem Veröffentlichen auf Instagram noch an. Um auch für die Zukunft bleibende Erinnerungen zu schaffen, empfiehlt sich die Ausarbeitung eines gebundenen Fotobuchs – das kann man hier online erledigen. Die Bücher gibt es in unterschiedlichen Formaten, Qualität und Preislagen. Ein Fotobuch hat für mich mehrere Vorteile: Man spart Zeit, muss nicht erst Fotos ausdrucken und in ein Album kleben, neue Foto-Stapel werden vermieden und man kann die Bücher beim Kaffeeklatsch herumreichen oder sogar verschenken! 🙂

Meine schönsten Urlaubserinnerungen - endlich kompakt zusammen in einem Fotobuch. :)

Meine schönsten Urlaubserinnerungen – endlich kompakt zusammen in einem hübsch gestalteten Fotobuch. 🙂

Wer übrigens Lust bekommen hat, selbst Fotos zum Privat-Fotoarchiv von FJ Schwarzenbacher beizusteuern (oder einfach nur zu schauen, ob er meine Erinnerungen findet) 😉 Das Mitmachen ist ganz einfach! Einfach im eigenen Karton mit Fotos zuhause stöbern und eine Reise in die Vergangenheit machen. 5 Fotos auswählen, die man dem Privat-Fotoarchiv zur Verfügung stellen möchte und einen Termin ausmachen – am besten per Email  (efjot@yahoo.de) oder per Post an: Privatfotoarchiv, Rögergasse 32, 1090 Wien. Viel Spaß! 🙂

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