Eine kleine Pilzkunde

Sommerzeit bedeutet Schwammerlzeit. Die Menschheit lässt sich ja grob in zwei Gruppen einteilen: Da wären zum einen diejenigen, die leidenschaftlich gern in den Wäldern herumkrabbeln, klettern und sich selbst auf die Suche nach Schwammerln und Pilzen machen und die anderen, die zwar gerne Pilzgerichte verspeisen, das Sammeln jedoch anderen überlassen. Ich gehöre jedenfalls zur ersten Gattung und möchte euch heute in einer kleinen Pilzkunde einige Schwammerl und Pilze vorstellen, die in den Wäldern der Steiermark vorkommen (kein Anspruch auf Vollständigkeit). 

Steirerblut_und_Himbeersaft_Kleine_Pilzkunde_Aufmacher_Copyright_Heike_Rössler

Anfangs muss ich jetzt einmal ein bisschen strenger mit euch sein (das bin ich aber nur, weil ich möchte, dass es euch gut geht und ihr den Pilzgenuss später nicht bereut! 😉 ). Denn grundsätzlich gilt bei der Pilzsuche: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Nimm deshalb ausschließlich jene Pilze mit, von denen du dir ABSOLUT sicher bist, dass sie nicht giftig sind. Alles andere lässt du stehen. Kein mutwilliges Zertrampeln, kein Zuerst-abschneiden-und-dann-entscheiden-ob-der-Pilz-essbar-ist, gar nichts.

Riskiere außerdem nicht dein Leben, nur weil du auf dem steilen, rutschigen Abhang einen stattlichen Steinpilz entdeckt hast. Großstädter (bzw. Menschen, die sich selten bis gar nie in den Bergen aufhalten) unterschätzen oft die Gefahren, die mit einem Sturz im Berg einhergehen – einen Abhang mit gebrochenem Knöchel (oder schlimmerem) hinabzusteigen, ist jedoch eine äußerst schmerzhafte und ziemlich verzichtbare Angelegenheit. Folgenden Satz, den ich von meinen Großeltern oft gehört habe, sollte man deshalb bei jeder Wanderung in den Bergen (und dazu gehört auch das Schwammerlsuchen jenseits der 500 Meter Seehöhe) stets im Hinterkopf behalten: Der Berg verzeiht nichts. Deshalb sind anständige Bergschuhe Pflicht, Sneakers oder gar Flip-Flops (hab ich alles schon erlebt! 😉 ) haben im Wald nichts verloren und stellen eine Gefahr für Leib und Leben dar.

Nachdem wir die Sicherheitsangelegenheiten geklärt haben, kommen wir zum Wesentlichen. 🙂 Immer dabei haben sollte der findige Schwammerlsucher diese drei Utensilien:

  • einen Korb (wahlweise auch ein Jutesackerl) zum Aufbewahren der Pilze – Plastiksackerl sind ein No-Go, die Pilze fangen an zu schwitzen und verderben, ehe man wieder in der eigenen Küche angekommen ist,
  • ein Messer, um die Schwammerl aus der Erde zu schneiden (die nachhaltigste Erntemethode – denn im Folgejahr können dort wieder Pilze sprießen! 🙂 ) und vor Ort gleich zu putzen (denn mal ganz ehrlich, warum sollte man den ganzen Dreck zuerst nachhause schleppen, um die Schwammerl dort in mühsamer Kleinarbeit davon zu befreien?! Eben!)
  • und das Handy. Zwar hat man in den Wäldern oft nur schlechten Empfang, im Ernstfall kann das Mobiltelefon aber Leben retten (oder die GPS-Funktion einen zumindest vor einer Nacht im Freien bewahren).

Bedenke außerdem, dass du immer nur so viele Schwammerl mitnimmst (in der Steiermark und in Salzburg sind pro Person und Tag maximal 2 Kilogramm erlaubt), wie du auch selbst verzehren kannst.

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Grüße aus der Sommerfrische!

In den letzten Tagen ist es etwas stiller als sonst geworden auf meinem kleinen Blog – das liegt in erster Linie daran, dass ich derzeit auf Sommerfrische in der Steiermark weile. 🙂 In ein paar Tagen werde ich allerdings wieder zurück in Wien sein und euch wie gewohnt mit neuen Posts verwöhnen – darunter auch die Kürung des Gewinners beim „Unnützes Habsburger Wissen“-Gewinnspiel! 😉 Also, liebe Leser, bitte bleibt mir gewogen – zum Trost schicke ich euch – quasi als virtuelle Postkarte – Impressionen von einem erfrischenden Bergquell, die ich heute bei meiner Wanderung auf den Thalerkogel im Herz-Berg-Land mit der Kamera eingefangen habe. 

Sommer, Sonne, Steiermark - Herz, was willst du mehr?! :)

Sommer, Sonne, Steiermark – Herz, was willst du mehr?! 🙂