Resteküche: Tiramisu aus Lebkuchen- und Keksresten

Das Rezept, das ich euch heute zeige, hab ich vor einigen Wochen selbst benötigt (man merkt es auch schnell an den Zutaten) 😉 doch es funktioniert nicht nur mit Lebkuchen, sondern auch mit trockenen Keksen, Kuchenresten und ähnlichem, was nach größeren Feiern zurückbleibt. Mein Rezept für das Lebkuchen-Tiramisu ist nicht nur deppensicher, sondern auch ohne viel Aufwand gemacht! 

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Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht: Aber in den vergangenen Wochen nach den Feiertagen, der Völlerei und kalorienreichen Geschenken war ich froh, erstmal keine Kekse, Lebkuchen oder ähnlichen Süßkram zu sehen und habe darüber fast eine Schachtel mit allerhand Keksen und Lebkuchenresten vergessen.  Doch was tun mit dem Mix aus selbst gebackenen und gekauften Leckereien, die bereits trocken und eher hart als zart sind? Mein Rezept der Stunde: Ein feines und deppensicheres Tiramisu mit Rum, Kaffee und Kakao – aber ohne Ei!

Rezept Lebkuchen-Tiramisu ohne Ei

Ich habe die Tiramisu mit einem Mix aus gekauften Lebkuchen mit dunkler Kuvertüre sowie selbst gebackenem Lebkuchen mit Zuckerguss probiert. Die Schokolade-Kuvertüre bleibt bei diesem Rezept herrlich knackig – das schmeckt überraschend anders als normales Tiramisu. Im Kühlschrank ist die Tiramisu zugedeckt mindestens drei Tage haltbar – perfekt, um Reste zu verwerten. Ich habe die Tiramisu in Einzel-Portionen in kleinen Gläschen (die man etwa bei den Gü-Desserts dazu erhält und die auch hitzeresistent sind!) zubereitet.

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Perfekte Resteverwertung: Lebkuchenreste zu einem Tiramisu verarbeiten. Den Bourbon-Vanille-Zucker könnt ihr übrigens ganz einfach selbst herstellen, indem ihr ausgeschabte Bourbonvanille-Schoten in einem geschlossenen Glas zum Zucker zugebt.

Zutaten (für etwa 10-12 Portionen): 

  • 400 g Keks- oder Lebkuchenreste
  • 150 g Bourbon-Vanille-Zucker (oder Staubzucker)
  • 1 TL Zimt
  • 250 ml Schlagobers (Schlagsahne)
  • 250 g Topfen (Speisetopfen)
  • 250 g Mascarpone
  • 2-3 EL Rum (z.B. von Appleton Estate)
  • 1/2 Tasse Espresso oder starken Kaffee, kalt
  • Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung:

Zunächst die Keks- und Lebkuchenreste mit einem Messer in ca. 0,5 cm große Würfel hacken und in eine passende Auflaufform einfüllen. Dabei die Keksreste, mit sanften Druck auf dem Boden des Gefäßes drücken, sodass eine kompakte, gleichmäßig dicke Masse den Boden bedeckt. In einem separaten Gefäß Topfen, Mascarpone und Schlagobers zusammengeben und mit einem Mixer gleichmäßig verrühren, Zimt und Zucker einrieseln lassen, bis eine homogene Masse entsteht. Kühl stellen.

Den kalten Espresso mit dem Rum (unbedingt guten Rum verwenden! – ich verwende für solche Zwecke den Appleton Estate Signature Blend, der mit seinem fruchtigen Aroma perfekt für solche Zwecke ist) verquirlen und mit dem Löffel über dem Lebkuchen-Boden verteilen. Nicht zuviel Würz-Kaffee auf einmal verwenden, der Boden soll zwar gut durchtränkt sein, darf aber auch nicht in Flüssigkeit stehen.

Darüber mit einem Back-Spatel eine Schicht Mascarpone-Zimt-Creme auftragen und gleichmäßig verteilen. Anschließend eine weitere Schicht Lebkuichen-Stücke auftragen, mit Würz-Kaffee übergießen, usw. Mit einer Schicht Creme abschließen. Mit gesiebtem Kakaopulver bestreuen. Anschließend die Form mit Alufolie bedecken und mindestens 3 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. Kalt servieren, Mahlzeit! 🙂

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Tiramisu aus Lebkuchenresten und ohne Ei.

 

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Schnelles Dessert: Lebkuchen-Crumble mit hausgemachtem Zwetschkenkompott

Foodblogs, wie zum Beispiel Glasgeflüster, sind meine liebsten Inspirationsquellen für neue Rezeptideen. Als ich unlängst steirische Zwetschken ergatterte, die sich als sehr saure Früchtchen erwiesen, verarbeitete ich sie ganz einfach zu einem süßen Kompott! Und was macht man am besten damit? Richtig, ein Ratz-Fatz-Dessert: Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott! 

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Zutaten (für ca. 1 Liter Kompott):
1 kg frische Zwetschken
2 EL Zucker
1 Stange Zimt (fingerbreit)
0,75 l Wasser
2-3 große Weck-Gläser (500 ml) mit Schraubverschluss
Rum zum Desinfizieren

Zubereitung:
Die Zwetschken waschen, entkernen und vierteln. Die Zwetschken gemeinsam mit Wasser, Zucker und der Zimtstange in einem großen Topf erhitzen und einmal aufkochen lassen. Anschließend die Hitze reduzieren und etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Zwetschken bissfest sind.

Die Zimtstange entfernen und das noch heiße Kompott in die sauberen und mit heißem Wasser ausgespülten Weckgläser füllen. Den Deckel der Gläser mit ein wenig Rum desinfizieren, die Gläser damit fest verschließen und sofort auf den Kopf stellen. Dadurch bildet sich ein Vakuum und das Kompott kann im Kühlschrank etwa 2-3 Monate aufbewahrt werden.
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Dessert-Vorschlag: Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott

Für ein super-schnelles und einfaches Dessert eignet sich mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott ganz besonders. Von der Lebkuchenbäckerei blieben mir noch einige (inzwischen trocken gewordene) Stücke an Lebkuchen übrig. Diese habe ich für mein Crumble in mundgerechte Brocken zerkleinert, in Dessert-Gläschen gefüllt und mit einer guten Portion Kompott bedeckt. Noch etwas Staubzucker darüber und fertig ist das saftig-süße Dessert! 🙂

Übrigens: Statt Lebkuchen kann man natürlich auch andere Kuchenreste (wie zB Schoko- oder Nusskuchen) nehmen – eine sehr schmackhafte Resteverwertung!

Mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott. Mit dieser Variante wird auch aus trockenem Schokokuchen ein saftiges Dessert!

Mein Lebkuchen-Crumble mit Zwetschkenkompott. Mit dieser Variante wird auch aus trockenem Schokokuchen ein saftiges Dessert!

Landliebe: Hausgemachte Lebkuchenherzen

Im Rahmen der LANDLIEBE hab ich mich an ein Rezept für Lebkuchenherzen gewagt und wurde vorab schon vor große Probleme gestellt (dazu später). Weil aufgeben aber so gar nicht meine Sache ist, hab ich heute herrlich würzige Lebkuchenherzen für euch – die sofort (!) nach dem Backen weich und mit gaaaanz viel Liebe gemacht sind! 🙂

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Habt ihr schon mal versucht, Mitte August Lebkuchengewürz aufzutreiben? In den Läden der näheren Umgebung gab es zwar schon Lebkuchen und Zimtsterne zu kaufen, aber bei den Gewürzen herrschte – zumindest als ich danach suchte – gähnende Leere im Regal. Also musste ich das Lebkuchengewürz für meine Herzen selber herstellen (was eigentlich gar nicht so schwer war, da ich die meisten der Einzel-Zutaten (Zimt, Nelken, Kardamom, Koriander, Ingwerpulver, Muskatnuss, Piment) ohnehin bereits zuhause hatte. 🙂 Allein das Mörsern war ganz schön kraftraubend.

Steirerblut_und_Himbeersaft_Rezept_Lebkuchenherzen_Lebkuchengewürz_selbst_gemörsert_Copyright_Heike_Rössler

Zutaten für den Teig (Menge reicht für ca. 7 Stück Lebkuchenherzen):

  • 400 g Roggenmehl (klappt auch mit Weizenmehl)
  • 100 g geriebene Haselnüsse
  • 100 g Staubzucker
  • 50 g Lebkuchengewürz
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 50 g Butter
  • 300 g Honig
  • 2 Eier
  • Wasser
  • 1 Ei zum Glasieren

Für die Verzierung:

  • Schokoladekuvertüre
  • Saft einer halben Zitrone
  • Staubzucker
  • Zuckerblüten und -perlen
  • Zuckerschrift

Zubereitung:

Für den Teig zunächst die trockenen Zutaten (Mehl, Nüsse, Zucker, Gewürz und Backpulver) miteinander vermischen und mit der Butter abbröseln (also mit den Händen einarbeiten). Anschließend eine Mulde formen und Eier und Honig dazu geben. Die Zutaten sorgfältig vermengen (ist zwar eine klebrige Angelegenheit, funktioniert aber mit den Händen am besten) und mit etwas Wasser zu einer geschmeidigen, mittelfesten Masse verarbeiten. Der Teig sollte weder zu flüssig noch zu fest sein, da sich das negativ auf die Beschaffenheit der Lebkuchenherzen auswirkt. Den Teig mit einem Tuch oder Alufolie abdecken und für etwa 48 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche nicht zu dünn ausrollen (kleiner Tipp: wenn man das Nudelholz vor dem ausrollen etwas befeuchtet, klebt es nicht) – der Teig sollte ungefähr 1 cm dick sein. Mit Mehl bestreuen und vorsichtig entlang einer Schablone (Karton in Herzform) mit einem Messer einzelne Herzen ausschneiden, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der verkehrten Seite eines Teelöffels zwei Löcher einstechen (durch die zieht man nach dem Backen die Bänder zum Umhängen). Die Herzen anschließend mit dem versprudelten Ei glasieren (bringt Glanz) und bei ca. 180 Grad rund 10-12 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen die Herzen mit der Schokoladekuvertüre überziehen und erneut trocknen lassen. Für die Verzierung den Saft einer halben Zitrone mit Staubzucker vermischen (nach und nach hinzugeben, sodass eine zähflüssige Masse entsteht). Die Zuckerglasur in einen Spritzbeutel füllen und je nach Gusto Muster oder Kleckse auf das Herz auftragen, und mit Zuckerperlen oder -blüten verzieren. Fertig! 🙂

Meine fertigen Lebkuchenherzen - zwar nicht perfekt, aber dafür mit ganz viel Liebe gemacht! :)

Meine fertigen Lebkuchenherzen – zwar nicht perfekt, aber dafür mit ganz viel Liebe gemacht! 🙂

Ob die Lebkuchenherzen geschmeckt haben? Ich würde mal sagen, ja! ;)

Ob die Lebkuchenherzen geschmeckt haben? Ich würde mal sagen, ja! 😉

Steirerblut_Und_HImbeersaft_Landliebe_Rezept_Lebkuchenherzen_Alle_Copyright_Catherine_Ebser

Auf Prettycurvysecrets findet ihr heute übrigens eine kleine Einführung in die Weindekantierung, auf dedicated to findet ihr ein wunderschönes Hochzeitsdirndl, der Vienna Fashion Waltz zeigt seine Beauty-Geheimnisse und Myimpressions4U präsentiert eine Dirndl-Frisur inklusive passender Accessoires! 🙂 Schaut doch mal rein!