DIY: Sonnenschutz für Dachschrägen

„Es gibt Leute, die sich darüber freuen, dass es jetzt endlich wieder sommerlich-heiße Temperaturen gibt – und es gibt Menschen in Dachgeschosswohnungen.“ – solche und ähnliche Witze habt ihr vielleicht schon mal gehört. Und ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht, denn es gibt wahrlich angenehmeres, als in einer überhitzten Wohnung sein zu müssen. Mit meinem Life Hack zeige ich euch heute eine einfache und billige Lösung, mit der ihr mit ein bisschen Geschick auch eure Dachschrägen sommersicher machen könnt – und das sogar ohne Nähmaschine!

Dieses Projekt habe ich bereits im letzten Sommer realisiert. Auf die Idee gebracht hat mich meine liebe Mama, die mir eine Nähbeilage der „Burda“ vom Februar 1995 (!!!) vorbeigebracht hat (dickes Bussi dafür! 🙂 ). Zum Glück – denn bereits beim Einzug in die Dachgeschosswohnung im August des Vorjahres hatte sich unmissverständlich gezeigt: Wir brauchen unbedingt einen Sonnenschutz vor den zahlreichen Dachschrägen-Fenstern! Doch Außenjalousien für Dachfenster sind kostspielig und die Montage von permanenten Innenlösungen ist im Mietvertrag häufig untersagt.

Vorhänge ohne Nähmaschine

Heute zeige ich euch einmal einen kleinen Einblick in mein Zuhause und vielleicht könnt ihr dieses günstige und effektive DIY Projekt auch selbst gut gebrauchen. 🙂 Und das Beste ist, dass ihr dafür nicht einmal zwingend eine Nähmaschine oder außerordentliches handwerkliches Geschick benötigt! Ihr könnt die Vorhangnähte nämlich entweder mit einer einfachen Nähmaschine schnell und easy umnähen oder einfach eine Rolle Saumband (das mit dem Bügeleisen angebracht wird) zur Hand nehmen – Das hält übrigens mindestens genausogut. 😉

Unser (ostseitig gelegenes) Wohnzimmer im Sommer: Schattig und kühl – hier lässt es sich aushalten.

Pro Fenster braucht ihr:

  • 2 Stück Gardinenstangen (hier gibt’s preislich hohe Unterschiede, für dieses Projekt tut’s aber auch das Modell IRJA von Ikea)
  • 1 Vorhangschal (vor allem, wenn ihr nur einen braucht, erfüllt ein günstiger Ikea Vorhang für’s Wohnzimmer ebenso den Zweck)
  • Eventuell: Saumband zum Umnähen

Außerdem:

  • Stichsäge mit Metall-Sägeblatt
  • Bohrmaschine
  • Dübel und Schrauben
  • Maßband, Wasserwaage
  • Bleistift
  • Schere, Nähseide
  • Eventuell: Nähmschine

So geht’s:

  1. Fenstermaße nehmen: Zunächst messt ihr die Fensterluke oder den Außenrahmen der Fenster ab. Die Vorhangstange sollte auf eine Länge gekürzt werden, sodass die Stange am Ende ca. 10 cm links und rechts über den Rahmen hinausteht, damit der Vorhang später das gesamte Fenster abdeckt.
  2. Halterung anbringen: Dazu setzt ihr ausgehend von der Ecke der Dachluke (bzw. des Fensterrahmens) mit euren vorher genommenen Maßen an und geht mit dem Maßband 5 cm nach oben sowie 5 cm nach außen. Markiert diese Stellen mit einem Bleistift. Ihr solltet also am Ende jeweils leicht versetzt über und unter jeder Ecke des Fensters eine Markierung haben.
  3. Vorhangstangen zuschneiden: Die Vorhangstangen kürzt ihr mit einer Stichsäge auf die gewünschte Länge. Keine Angst, wenn die Kante nicht komplett gerade gerät, das lässt sich mit (auch separat erhältlichen) Deko-Endstücken gut kaschieren. Scharfe Kanten mit einer Feile bearbeiten.
  4. Montage: Je nach Beschaffenheit eurer Wände habt ihr euch hoffentlich passende Dübel und Schrauben besorgt. Mit einer Bohrmaschine sollte euch das Anbringen nach Verpackungsanleitung der Vorhangstangen-Halterung mit passenden Dübeln und Schrauben aber nicht allzu schwer fallen. Sorgsames Ausmessen zahlt sich jetzt aus! Tipp: Vor dem Bohren mit einer Wasserwaage überprüfen, dass die Halterungen auch wirklich auf einer Höhe sind. Vorhangstangen in die Halterungen einsetzen.
  5. Vorhängmaße nehmen: Dazu hängt ihr jetzt einfach die Vorhangschal-Schlaufen an der eben über dem Fenster montierten Vorhangstange auf und zieht den Vorhang anschließend unten straff hinter die zweite Vorhangstange. Markiert mit einer Stecknadel die letztendlich gewünschte Länge des Vorhangs.
  6. Vorhänge kürzen: Ich habe meine Vorhänge 50 cm gekürzt – umbügeln mit einem heißen Bügeleisen erleichtert ihr euch das spätere gerade Kürzen enorm. Vor dem Abschneiden unbedingt ein paar Zentimeter Nahtzugabe zur gewünschten Länge dazurechnen und den Stoff kürzen. Die Enden nun entweder mit der Nähmaschine endeln und doppelt umnähen oder doppelt eingeschlagen mit dem Saumband und Bügeleisen abschließen.
  7. Fertig! Nun nur noch den Schlaufenvorhang aufhängen und unten hinter der Vorhangstange einhängen. Jetzt kann der Sommer kommen! 🙂

Der fertige Sonnenschutz für die Dachschräge – ohne Nähmaschine!

Die Enden werden mit Tischdeckengewichten beschwert.

Sonnen- und Sichtschutz: DIY Vorhang für Dachfenster!

Das gehört der Vergangenheit an! 😉

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Aufs Beste eingerichtet: Meine kleine Instagram-Welt

Auf meinem Blog ist es etwas ruhiger geworden – wer mir auf Instagram folgt, kann erahnen, warum das so war und was sich in letzter Zeit alles ereignet hat. Weil nicht jeder einen Account beim Bilder-Netzwerk hat, zeige ich euch künftig kurze Zusammenfassungen meiner kleinen Instagram-Welt. Den Anfang macht eine Collage mit Impressionen meines Einrichtungsstils – inklusive Flohmarkt-Tipps für Wien und Österreich.

Steirerblut_und_Himbeersaft_Instagram_Aufmacher_Copyright_Heike_rössler

Dass ich ein Vintage-Afficionando bin, dürfte nach dem Anschauen dieser Fotos jedem klar sein. 😉 Ich bin ein großer Fan von Flohmärkten aller Art und liebe es, stundenlang auf Märkten herumzuspazieren, alte Schätze zu entdecken und Kisten mit angestaubtem Kram zu durchwühlen. Dass mein Umfeld nicht immer zu 100% nachvollziehen kann, warum ich gerade diesen vermeintlichen Staubfänger jetzt auch noch unbedingt besitzen muss, kann ich verstehen. Zu meiner Verteidigung sei aber gesagt: Ich kaufe auch auf Flohmärkten nicht wahllos ein, sondern frage mich stets, ob ich für das Ding wirklich Verwendung habe und ob es zu meiner Sammlung passt. Schwer widerstehen kann ich allerdings bei Krickerln und Bilderrahmen.

Wie sieht es bei euch aus, kauft ihr auch gerne auf Flohmärkten ein? 🙂 Und wenn ja, wonach guckt ihr am liebsten?

Meine liebsten Flohmärkte:

  • In ganz Österreich: Pfarrflohmärkte.
    In unserem schönen Land hat so ziemlich jedes Dorf mindestens eine Kirche. Die regionalen Pfarrgemeinden nutzen Flohmärkte dazu, um Geld in die Kasse zu bekommen und damit karitative Zwecke zu unterstützen. Die Waren für den Flohmarkt werden von der Gemeinde kostenlos gestellt. Im Allgemeinen sind Pfarrflohmärkte deshalb die beste Gelegenheit, um günstige Flohmarktschnäppchen zu machen (und tut mit seinem Geld ganz obendrein noch Gutes). Infos über Flohmärkte in eurer Nähe findet ihr hier.
  • In Wien: Flohmarkt am Naschmarkt.
     Zwar nicht der billigste Markt, jedoch der regelmäßigste, weil jeden Samstag stattfindend (und obendrein zentral gut zu erreichen). Schnäppchen sind dort allerdings kaum zu machen – ganz im Gegenteil: auf dem Naschmarkt gilt besondere Vorsicht bei der Auswahl der Artikel, da viele Händler ihren Ramsch als „Antiquitäten“ für teures Geld an Touristen verscherbeln wollen. Trotzdem einer meiner Favoriten-Märkte (auch wegen der langen Öffnungszeiten bis weit in die Nachmittagsstunden hinein). Hier gibt’s Infos zu Anreise und Öffnungszeiten.
  • In Wien: Mondscheinbazar Nachtflohmarkt. 
    Den Mondscheinbazar gibt es seit Herbst 2014 und ich kann mit Stolz behaupten, auf dem allerersten Bazar selbst als Ausstellerin mitgewirkt zu haben! 😉 Ein wirklich schöner Event, mit unterschiedlichen Händlern (vom Flohmarkttrödel bis zu Künstlern, die ihre Werke ausstellen), gepaart mit Musik und kulinarischen Schmankerln. Das Ganze stattfindend zu einer Zeit (nämlich ab 17 Uhr), zu der ich auch viel lieber unterwegs bin als in den frühen Morgenstunden. Hier geht’s zur Homepage.

Weis(s)heiten: Winterzeit ist Kuschelzeit

Im den stressigen Tagen zwischen Heiligabend und Neujahr vergisst man ja gerne einmal, zwischendurch innezuhalten und zu entspannen. Ein Kuschelabend mit dem Liebsten auf der Couch hilft, sich darauf zu besinnen, worum es an Weihnachten eigentlich tatsächlich geht: Nämlich um die Liebe. Am besten kuschelt es sich in einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer – worunter ich mir in etwa das hier vorstelle! 😉

Winterzeit ist Kuschelzeit

 

Die passende Couch für das Wohnzimmer zu finden, grenzt zumindest für mich an eine Mission Impossible. Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange ich nach einer passenden Sitzgarnitur suchen musste, bis ich sie fand (das lief in etwa so ab wie hier – ich bevorzuge ebenfalls aschgrau) 😉 Aber das kommt wohl davon, wenn man so wie ich, großen Wert auf eine gemütliche und stimmungsvolle Einrichtung legt. Schöne Kissen, eine gemütliche Kuscheldecke und heimelige Teelichthalter, wie ich sie mir ausgesucht habe, findet ihr übrigens beim Ottoversand. Mit diesen Utensilien ausgestattet, lässt es sich ganz hervorragend kuscheln. Na, was haltet ihr von meinem Einrichtungs-Szenario? 🙂