Warten auf den Frühling

Dieser Winter hat es ganz schön in sich – ich denke, ich bin wohl nicht die einzige, die sich in letzter Zeit verstärkt nach dem Frühling gesehnt hat… anlässlich meines kleinen Gewinnspiels haben mir einige Menschen mitgeteilt, worauf sie sich besonders freuen – und was soll ich sagen?! Diese E-Mails haben mich träumen lassen – von warmen Sonnenstrahlen auf der Haut und vom Geschmack der ersten Eiscreme des Jahres. Das Warten auf den Frühling hat begonnen.
 Steirerblut_und_Himbeersaft_Warten_auf_den_Frühling_Wien_Campus_Uni_Copyright_Heike_Rössler
 Verlost habe ich vor Kurzem ein schönes Seidenhalstuch von Omega – und ich freue mich, an dieser Stelle gleich die Gewinnerin bekannt geben zu dürfen! 🙂 Meine Blogger-Kollegin, das Fräulein von Nebenan, hat mir folgende Zeilen geschrieben und damit das weiße Seidentuch mit zartlila Schmetterlingsmotiv gewonnen – Gratuliere! „Weil im Frühling der Winterschlaf endet, und obwohl die Frühjahrsmüdigkeit beginnt – das Leben doch wieder sonniger wird.“

 

Und in der Tat ist kaum eine andere Jahreszeit so eng mit neuen Hoffnungen und dem Wandel an sich verbunden wie der Frühling. Die Vorfreude auf das vor einem Liegende, gepaart mit der Sehnsucht nach den ersten Sonnenstunden, der Wärme von Sonne auf der Haut und der damit verknüpften Aufbruchsstimmung. So hat mir etwa eine Leserin geschrieben, dass sie sich freut, wenn im Frühling die Menschen endlich aus dem Winterschlaf erwachen und etwas von dem Glück, das sie beim Anblick der Blumen und Knospen bekommen, an die Menschen in ihrem Umfeld weitergeben – eine schöne Idee, die ich gerne unterschreibe!

Und noch einen weiteren Gedanken möchte ich mit euch teilen: Eine Teilnehmerin schrieb mir ihren Wunsch, dass mit dem Eis des Winters auch ein bisschen etwas von dem schmelzen möge, das uns davon abhält, einen Schritt aufeinander zuzugehen. Mehr Miteinander, weniger Egoismus. Ich denke, dass solche Gedanken angesichts der Ereignisse unlängst in Paris – die nicht nur mich schwer erschüttert haben –  umso wertvoller sind. Ein bisschen mehr Verständnis für seine Mitmenschen aufzubringen; ein wenig mehr Geduld mit- und Toleranz füreinander, das kann auf gar keinen Fall schaden.

Ich hoffe also in diesem Sinne, genauso wie viele andere auch, auf einen friedlichen und wunderschönen Frühling für uns alle – und hoffe, dass sich das Warten lohnt! Was ich persönlich mit dem Frühling verbinde, möchte ich euch heute ohne große Worte zeigen – dafür mit Bildern eines Shootings, entstanden an einem fabelhaften Tag im März 2014 (Klick aufs Bild öffnet die Galerie)!

Gesunder Start ins neue Jahr: Salat Süß-Sauer mit Avocado und Sojasprossen

Kurz nach den Festtagen verfallen gefühlte 90 % der Frauen derzeit dem Wahn, nun „detoxen“ zu müssen. Da wochenlang auf feste Nahrung zu verzichten, für mich keine echte Option ist, zeige ich euch heute stattdessen ein Rezept für einen gesunden und knackigen Salat mit asiatisch inspiriertem Süß-Sauer-Dressing, der garantiert kein schlechtes Gewissen macht – und noch dazu vegan ist! 😉

Steirerblut_und_Himbeersaft_Rezept_grüner_Salat_süß_sauer_Avocado_Sojasprossen_asiatisch_Copyright_Heike_Rössler

Ganz in Grün kommt mein asiatisch inspirierter Salat mit Gurke und Sojasprossen daher. Dank der Avocado sättigt der Salat auch, und serviert mit einer Scheibe frischem Brot esse ich den Salat gerne als Mittagsmahlzeit! 🙂 Ich hoffe, er schmeckt euch!

Zutaten (für 2 Personen):

  • 100 g Sojasprossen (gewaschen)
  • 100 g Vogerlsalat
  • 1 Avocado
  • 1/2 Gurke
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 1 EL Zucker
  • 3-4 EL Essig
  • 1-2  EL Sesamöl
Steirerblut_und_Himbeersaft_grüner_Salat_Avocado_Sojasprossen_asiatisch_süß_sauer_Zutaten_Copyright_Heike_Rössler

Grün, Grüner, Salat süß-sauer!

Zubereitung:

Alle Zutaten waschen und gut abtrocknen. Die Gurke, Avocado und Frühlingszwiebel in kleine Stücke schneiden und gemeinsam mit dem Vogerlsalat und den Sojasprossen in eine große Salatschüssel füllen. In der Zwischenzeit den Essig in einem Topf aufkochen lassen. Sobald der Essig kocht, den Zucker hinzugeben und verrühren. Die Essig-Zucker-Mischung auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat und der scharfe Essiggeruch verflogen ist (ca. 1-2 Minuten). Die noch warme Marinade über den Salat geben, Sesamöl hinzufügen und gut verrühren. Mit einer Scheibe frischem Brot (mit Aufstrich oder Frischkäse bestrichen) servieren.

Noch einmal schnell Spargel!

Kurz vor dem Johannistag – dem offiziell letzten Tag der Spargelernte am 24. Juni – zeige ich euch noch rasch ein super-einfaches und schmackhaftes Spargelrisotto-Rezept, das entweder vegetarisch genossen oder aber mit Schinken verfeinert serviert werden kann! 🙂

Steirerblut_und_himbeersaft_Rezept_Spargelrisotto_vegetarisch_alternativ_mit_Schinken_Copyright_Heike_rössler

Risotto hatten in meinen Augen jahrelang einen ziemlich schlechten Ruf: Mühsames Schnibbeln von Gemüse, gefolgt von stundenlangem Umrühren in Kochtöpfen und Schwitzen am Herd. Entsprechend kam das italienische Reisgericht bei mir auch nur äußerst selten bis gar nicht auf den Teller. Das hat sich erst geändert, als mir eine Kollegin vor ein paar Jahren ein Rezept aus dem Kochbuch der berühmten „Harry’s Bar“ in Venedig (in der auch der beliebte Bellini Cocktail erfunden wurde) mitgebracht hat. Weiterlesen

Moderner Trachtenlook für Großstadtpflänzchen

Ach, wie schön ist die Steiermark im Frühling… Der Einladung zum Geburtstagsfest einer lieben Freundin ins wunderbare Ratsch an der Weinstraße bin ich deshalb nur allzu gern gefolgt. Den Dresscode „Dirndl & Lederhose“ habe ich zum Anlass genommen, meine Version eines trachtigen Outfits zu tragen. Denn sind wir mal ehrlich: Auch Tracht darf sich weiterentwickeln und modern interpretiert werden! 🙂

Steiermark_Outfit_Dirndl_Modern_Faszinator_Copyright_Heike_Rössler

 

Der Frühling in der Untersteiermark ist farbenprächtig und beeindruckend, allerorten blühen Obstbäume und Wiesenblumen. Das alleine wäre schon ein Grund, einen der vielen Buschenschanken (die in Wien Heurigen heißen) – sofern sie denn „ausg’steckt“ (also geöffnet) haben – zu besuchen. Für mich war es aber das Geburtstagsfest einer lieben Freundin, das mich unlängst ins schöne Ratsch an der Weinstraße verschlug. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und es regnete zwischendurch immer wieder, aber für mich war es eine willkommene Abwechslung zur Großstadt, in der ich mich ja meistens aufhalte. Dem Dresscode „Dirndl & Lederhose“ nachzukommen, bereitete mir erstmal einiges Kopfzerbrechen, immerhin besitze ich mittlerweile doch bereits fünf Dirndl… 😉  Letztendlich habe ich mich aber dazu entschlossen, an diesem Tag die klassische Tracht im Schrank zu lassen und stattdessen einen modern interpretierten Trachtenlook für Großstadtpflänzchen zu tragen!

Mein Lieblingsstück an diesem Outfit ist ganz klar der spitzenbesetzte Trachtenrock, den ich im vergangenen Sommer gemeinsam mit meiner Mama – der an dieser Stelle ein großes Dankeschön für ihre tatkräftige Unterstützung und ihr Know-How gebührt 🙂 – selbst genäht habe. Den dunkelblauen Blazer mit Dreiviertelarm (Second Hand, von einer guten Freundin geerbt) habe ich für das Outfit mit einem weißen Spitzentop (H&M) und einem roséfarbenen Gürtel (Mango) kombiniert. Perfekt dazu passt Perlenschmuck und die altrosa Handtasche (Accessorize).

Die Broschen sind vom Vintage-Flohmarkt und passen haargenau zu meinem brandneuen Fascinator (ja, das heißt wirklich so!), den die begabte Irina von La niña de mis ojos in Handarbeit kreiert hat. Dank der Seidenbänder lässt sich der biegsame Haarreifen an die Kopfform anpassen, ist äußerst bequem und verrutscht kaum. Aktuelle Neuheiten sowie die gesamte Kollektion der La niña de mis ojos-Haarkränze, Kämme und Fascinatoren (die auf Kundenwunsch in unterschiedlichen Farben hergestellt werden können) findet ihr übrigens auch auf ihrem Facebook-Profil!

Was sagt ihr zu meinem modernen Trachtenlook – ich hoffe, er gefällt euch?! 🙂 Alles Liebe und viel Sonnenschein, eure Heike!

A walk in the park

Nun, das Wiener Wetter hat ja in den vergangenen Tagen alle Stückerln gespielt – mal Sonnenschein und 20 Grad, dann plötzlich wieder Gewitter, gefolgt von Nebel und schneidend kaltem Wind. Nun, ich habe wenigstens einen dieser schönen Tage dazu genutzt, einen langen Spaziergang durch meinen geliebten Augarten zu unternehmen und für euch ein paar Bilder zu machen! 

 

Im Augarten stehen zwei der insgesamt sechs Flaktürme, die in Wien noch erhalten sind. Ein weiterer, der im siebten Wiener Bezirk steht, ist manchen von euch vielleicht bekannt – denn in ihm befindet sich das Haus des Meeres. Leider stehen die beiden Ungetümer im Augarten – die meine Laufpartnerin und ich gerne als „Franz Josef“ und „Sissi“ titulieren 😉 – leer, da über die Nutzung Uneinigkeit herrscht und sie teilweise einsturzgefährdet sind.

Für mich gehören sie aber einfach zum Augarten dazu, genau wie die Familien, die sich tagsüber auf den großzügigen Wiesen in der Sonne tummeln, die Fußball spielenden Kinder, die alten Männer mit ihren Boulekugeln oder die Bunkerei, ein sehr gemütliches Lokal im Augarten mit seinem herrlichen Gastgarten unter Kastanien, unter die man im Sommer gerne flüchtet. Und obwohl der Park vor allem an sonnigen Tagen immer gut besucht ist, bleiben einem Touristenmassen á la Schönbrunn im Augarten zum Glück erspart. Nun, vielleicht könnt ihr beim Durchsehen der Fotos nachvollziehen, warum ich „meinen“ Augarten so gerne habe und wünsche mir und euch, dass wir bald wieder einen fabelhaften Sonnentag genießen können! 🙂

Das Jeanshemd – eine Geschichte voller Missverständnisse…

Wer wie ich in den 1990er Jahren groß geworden ist, hat meist ein anerzogenes Misstrauen gegenüber Jeanshemden. Zu präsent ist die Erinnerung an den damals omnipräsenten Jeans-Overkill: Karottenhosen zu Jeanshemd und Jeansjacke. Seit Kurzem hängen die Jeanshemden aber wieder in allen Läden. Was ist davon nun zu halten?

Jeanshemden - in vornehmlich hellen Waschungen - sind derzeit allgegenwärtig. Was soll man davon halten? Und vor allem: Wie soll man die Teile kombinieren?

Jeanshemden – in vornehmlich hellen Waschungen – sind derzeit allgegenwärtig. Was soll man davon halten? Und vor allem: Wie soll man die Teile kombinieren?

Diesem Modetrend bin ich bislang mehr oder weniger ratlos gegenüber gestanden. Da ich aber bereits seit Längerem selbst ein hellblaues Jeanshemd mit Dreiviertelarm im Kleiderschrank hängen habe (der Grund für diese Anschaffung war die Einladung zu einer Bad-Taste-Party, für die ich das Hemd damals sehr passend fand), ließ ich mich beim Eintrudeln der Frühjahrskataloge von Mango und H&M auf ein Experiment ein: Ist es möglich, diese Relikte der 1990er Jahre stilvoll zu kombinieren?

Mein Jeanshemd: Helle Waschung und Dreiviertelarm - von der New Yorker-Eigenmarke Fishbone (ja. die gibt es tatsächlich immer noch!)

Mein Jeanshemd: Helle Waschung und Dreiviertelarm – von der New Yorker-Eigenmarke Fishbone (ja. die gibt es tatsächlich immer noch!)

Schwarz – Blau – Gelb
Eines der größten Probleme, die ich mit hellen Jeanswaschungen habe, ist, dass sie sehr schnell „ethno“ und altbacken wirken können. Meine Lösung für dieses Problem habe ich gefunden, indem ich das hellblaue Jeanshemd mit einem gelben T-Shirt darunter kombiniert habe, das zwar nur hervorblitzt, aber dem ganzen Outfit Reiz verleiht. Für die Veloursjacke, Stiefel und Tasche habe Brauntöne gewählt (Schwarz hätte zu hart gewirkt). Der Faltenrock, den ich trage, stammt aus der Frühlingssaison 2013 von Hallhuber. Er ist auch mein erklärtes Lieblingsteil, was nicht nur an der täuschend echten Lederoptik, sondern auch an den praktischen seitlich angesetzten Eingriffstaschen liegt. Wobei ich gerade in beim Kauf von Fake-Lederröcken gar nicht oft genug betonen kann, dass es sich hier ganz besonders lohnt, in gute Qualität – oder gleich in Echtleder – zu investieren! Das lohnt sich, denn wer will schon mit einem Teil herumlaufen, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass es nicht mehr als 15 Euro gekostet hat?! Ähnliche Röcke wie meinen gibt es auf jeden Fall hier und hier. Gelbe T-Shirts für den Look kann man günstig hier nachshoppen.

Jeanshemd von Fishbone,  Faltenrock von Hallhuber, gelbes T-Shirt von Only, camelfarbene Veloursjacke von H&M, Stiefel von Stiefelkönig, Kette von Thomas Sabo.

Jeanshemd von Fishbone, Faltenrock von Hallhuber, gelbes T-Shirt von Only, camelfarbene Veloursjacke von H&M, Stiefel von Stiefelkönig, Kette von Thomas Sabo.

Was haltet ihr von dem Style? Ich persönlich mag die Kombination von Hellblau, Gelb und Schwarz und freue mich auf jeden Fall darauf, sie bald wieder ausführen zu können (sofern es denn das Wetter zulässt)! 🙂 Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. Alles Liebe, eure Heike