5 Tipps für Ordnung im Foto-Archiv

Vor Kurzem besuchte ich den Ausstellungsraum des Foto-Projekts von FJ Schwarzenbacher im 9. Wiener Bezirk. Im „Privatfoto-Archiv“ werden die Besucher aufgefordert, alte Fotos mitzubringen und ihre persönliche Verbindung dazu mit Schwarzenbacher teilen. Die Fotos werden als Leihgabe zum Teil der Ausstellung und dienen nachkommenden Besuchern als Anschauungsmaterial. Bereits im Vorfeld setzt man sich als Besucher sehr intensiv mit den eigenen fotografischen Erinnerungen auseinander und fragt sich beim Betrachten der ausgestellten (unkommentierten) Fotos, warum gerade dieses Bild für andere Menschen so wertvoll ist. Ein sehr bewegendes und spannendes Foto-Projekt, das mich nicht nur mit vielen, fast vergessenen Erinnerungen konfrontierte, sondern auch mit einem heillosen Bilderchaos, für dessen Bewältigung ich euch heute Tipps geben möchte.

Steirerblut_Und_Himbeersaft_5_Tipps_für_Ordnung_Im_Fotoarchiv_Copyright_Heike_Rössler

  1. Verschafft euch einen Überblick!

    Der vermutlich wichtigste Schritt ist es, das vorhandene Material zu sichten. Das umfasst nicht nur bestehende Alben, Fotokisten sondern auch den Karton mit Negativen, der ganz hinten im Schrank verstaubt (sofern das heutzutage überhaupt noch jemand besitzt). Und natürlich auch das digitale Bilder-Chaos auf dem Heim-PC.

  2. Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor!

    Ganz im Ernst: Riesen-Projekte, bei denen kein Ende in Sicht ist, werden ungern begonnen und selbst dann meistens auf halbem Weg aufgegeben. Deshalb gilt die Prämisse, lieber einen Schritt nach dem anderen zu machen. Also besser zunächst das Chaos mit den bereits ausgearbeiteten Fotos bewältigen und erst in einem weiteren Schritt die digitalen Bilder sortieren – oder umgekehrt.

  3. Besorgt euch schöne Fotoalben.

    Kein Mensch will unschöne Dinge im Regal stehen haben. Ein schönes Fotoalbum hebt den Wert der Erinnerungen und man nimmt es auch immer wieder gern zur Hand. Pro Fotoalbum empfiehlt sich ein Thema, etwa ein Album mit Erinnerungen an die Familie, ein weiteres für die Bilder aus der Kindheit und Schulzeit, ein weiteres für Urlaubsfotos, Hochzeit, usw.. Thematisch oder chronologisch geordnet finden sich auch alte Erinnerungen spielend leicht wieder! Zusätzlich braucht ihr Fotoecken (gibt’s beim Schreibwarenhändler) zum Einkleben und unter Umständen Edding (falls ihr etwas neben die Fotos schreiben möchtet).

  4. Besorgt euch Schuhkartons und Kugelschreiber!

    Sowohl für digitale als auch analoge Fotos gilt: Wer mit System sortiert, spart Zeit und Nerven. Für mich hat sich das Schuhkarton-Prinzip aus zwei Gründen bewährt: Erstens hat man so keine einsturzgefährdeten Bilderstapel rumliegen und zweitens kann man – wenn überraschend Gäste kommen – die Kartons ganz schnell wegpacken.
    Ihr braucht also mindestens drei Schuhkartons und Trennbalken (einfach aus Karton breitere Streifen ausschneiden):
    Wichtige Bilder: Geht die Fotos der Reihe nach durch, beschriftet sie auf der Rückseite mit Datum, Ort und Personennamen (so ihr die noch wisst) und legt die Bilder hochkant chronologisch sortiert, in den Karton. Zwischen jedes Jahr kommt ein Trennbalken. Große Familienereignisse (wie Hochzeiten, Taufe, Urlaub, oä) bekommen einen eigenen Trennbalken.
    „Vielleicht“-Bilder: Schnappschüsse von Sonnenuntergängen, an die man sich nicht mehr erinnern kann, Blumensträußen oder Stillleben wandern in einen „Vielleicht“-Karton. Solche Fotos eignen sich gut als Füller am Ende von Fotoalben, wenn auf den letzten beiden Seiten noch Platz ist. In diesen Karton kommen auch alle Fotos, an deren Jahreszahl man sich nicht mehr genau erinnern kann.
    Weg-Damit-Bilder: Das ist der Karton für die Fotos, die direkt nach dem Sortieren in die Papiertonne wandern, also verwackelt, unscharf, schlecht ausgeleuchtet sind oder an die jede Erinnerung fehlt.
    P.S.: Das Schuhkarton-Prinzip lässt sich auch für digitale Bilder anwenden. Ich habe etwa alle meine Fotos nach Jahren, sowie in Unterverzeichnissen nach Ereignissen sortiert. Neue Bilder werden sofort entsprechend abgespeichert – so finde ich auch die Schnappschüsse aus längst vergangenen Tagen wieder! Für die Bearbeitung eurer – neu einsortierten – Fotos empfehlen sich diverse Apps, wie zum Beispiel diese hier. Und: Schlechte Bilder sowie Dubletten lösche ich sofort, kein Mensch braucht dasselbe Bild in x-facher Ausführung!

  5. Neue Erinnerungen schaffen!

    Dank Handycam und Digitaltechnik wird heute soviel geknipst wie nie zuvor. Jedoch schaut man sich die wenigsten Bilder nach dem Veröffentlichen auf Instagram noch an. Um auch für die Zukunft bleibende Erinnerungen zu schaffen, empfiehlt sich die Ausarbeitung eines gebundenen Fotobuchs – das kann man hier online erledigen. Die Bücher gibt es in unterschiedlichen Formaten, Qualität und Preislagen. Ein Fotobuch hat für mich mehrere Vorteile: Man spart Zeit, muss nicht erst Fotos ausdrucken und in ein Album kleben, neue Foto-Stapel werden vermieden und man kann die Bücher beim Kaffeeklatsch herumreichen oder sogar verschenken! 🙂

Meine schönsten Urlaubserinnerungen - endlich kompakt zusammen in einem Fotobuch. :)

Meine schönsten Urlaubserinnerungen – endlich kompakt zusammen in einem hübsch gestalteten Fotobuch. 🙂

Wer übrigens Lust bekommen hat, selbst Fotos zum Privat-Fotoarchiv von FJ Schwarzenbacher beizusteuern (oder einfach nur zu schauen, ob er meine Erinnerungen findet) 😉 Das Mitmachen ist ganz einfach! Einfach im eigenen Karton mit Fotos zuhause stöbern und eine Reise in die Vergangenheit machen. 5 Fotos auswählen, die man dem Privat-Fotoarchiv zur Verfügung stellen möchte und einen Termin ausmachen – am besten per Email  (efjot@yahoo.de) oder per Post an: Privatfotoarchiv, Rögergasse 32, 1090 Wien. Viel Spaß! 🙂

Steirerblut_und_himbeersaft_Installation_Privatfotoarchiv_by_FJ_Schwarzenbacher_Copyright_Heike_Rössler

Design wie die Großen: Canva kann’s!

Eines der liebsten Online-Tools, mit denen ich mich gerade beschäftige, möchte ich euch heute vorstellen: Canva. Für diejenigen unter euch, die es noch nicht kennen: Damit kann man spielend leicht und kostenlos schöne Bilder für Pinterest, Social Media und Präsentationen erstellen! 🙂 

Mein neues Steirerblut & Himbeersaft-Logo für Facebook. Einfach und schnell mit Canva kreiert.

Mein neues Steirerblut & Himbeersaft-Logo für Facebook. Einfach und schnell mit Canva kreiert.

Meinen aufmerksamen Lesern wird es wohl nicht entgangen sein, dass sich das Erscheinungsbild meines Blogs sowie der Fotos darauf in letzter Zeit etwas – sagen wir mal – professionalisiert hat. 😉 Das liegt nun aber bei weitem nicht daran, dass ich plötzlich zur Königin des Photoshop avanciert bin, sondern vielmehr an einem praktischen und gleichzeitig kostenlosen Tool, über das ich neulich gestolpert bin, und das ich euch heute vorstellen möchte.

Weiterlesen

„Leg‘ einen Filter drüber und gut is‘!“

Immer wieder werde ich gefragt, mit welcher Bildbearbeitungs-Software ich eigentlich arbeite – heute möchte ich euch mit PicsArt Photo Studio eine App empfehlen, die im Handumdrehen aus langweiligen Fotos kleine hübsche Schätze macht!

Der Vorher/Nachher-Vergleich zeigt eindeutig, wo PicsArt seine Stärken zeigt. Hier wurde übrigens der Effekt-Filter "Cinerama" sowie die Maske "Bokeh 26" zum Einsatz.

Der Vorher/Nachher-Vergleich zeigt eindeutig, wo PicsArt seine Stärken hat. Bei diesem Bild kamen übrigens der Effekt-Filter „Cinerama“ sowie die Maske „Bokeh 26“ zum Einsatz – gedauert hat das Ganze gerade einmal 2 Minuten.

Wer schon einmal mit Photoshop gearbeitet hat, der weiß, dass professionelle Bildbearbeitung bei Weitem kein Pappenstiel ist. Umso schöner, dass es mittlerweile Apps für das Smartphone gibt, die es auch Nicht-Grafikern ermöglicht, ohne große Vorkenntnisse die eigenen 08/15-Schnappschüsse in ansprechende Fotos zu verwandeln.

Die PicsArt Photo Photo Studio App wird als kostenloser Download sowohl für Android als auch iPhone bereit gestellt. Unterschiedliche Licht- und Farbeffekte (inkl. praktischer Miniatur-Voransicht) können gewählt werden, Rahmen um das Bild gelegt und Texte oder Stempel eingefügt werden: PicsArt bietet einen großen Blumenstrauß an Möglichkeiten, die übersichtlich angeordnet sind, sodass man als User auch schnell den Dreh raus hat. Es gilt: Am besten einfach mal ausprobieren!

Datenschutz & Werbung
Außerdem – und dieser Punkt ist mir persönlich besonders wichtig – habe ich als User die Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden, ob und wann ich meine Fotos online veröffentlichen möchte. Man benötigt für PicsArt nicht zwingend ein eigenes Online-Konto (wie etwa beim gehypten Bilderdienst Instagram). Dadurch hat man zwar die Möglichkeit, seine Fotos mit anderen Mitgliedern der PicsArt-Community zu teilen, es ist aber kein Muss. Ein weiterer Pluspunkt ist die Werbung, die sich bei PicsArt in moderaten Grenzen hält. Fazit: eine rundum gelungene App, die jeder auf dem Smartphone haben sollte, der Wert auf ästhetische Fotos legt! 😉