Grüne Paradeiser verwerten? Ich hab da mal ein Rezept!

Wenn ihr zuhause in eurem Garten oder auf dem Balkon bzw. der Terrasse Pflanzen zieht und der Herbst langsam ins Land zieht, kennt ihr das Problem vermutlich: Manche Paradeiser (Tomaten) wollen einfach nicht und nicht mehr rot werden. Doch was tun mit den vielen grünen Früchten, die zum wegwerfen viel zu schade sind? Man kann sie zum einen an einem dunklen, kühlen Ort nachreifen lassen (der Nachteil: geschmacklich geben sie auch im erröteten Zustand nicht besonders viel her). Oder man bereitet sie süß-sauer im Glas zu!

Die Zubereitung von eingelegtem Gemüse ist keine Hexerei, und lohnt sich vor allem gegen Ende der Erntezeit im Sommer, weil zu dieser Zeit häufig frisches Gemüse im Überfluss vorhanden ist. Vor einiger Zeit habe ich euch deshalb bereits mein Rezept für eingelegte Senfgurken vorgestellt – das nun folgende ist eine Variante dieses Rezepts und war ein Schuss ins Blaue. Denn ehrlich gesagt, wusste ich im Vorfeld nicht, ob das Experiment auch gelingt, die Paradeiser ihre Knackigkeit behalten und die Mischung hinhaut. Mittlerweile kann ich beruhigt verkünden: Es hat geklappt, die eingelegten Paradeiser sind herrlich süß-sauer geraten und passen hervorragend zu Schnittkäse, Salami oder einfach pur aus dem Glas!

 

Aber sind die nicht giftig?

Falls ihr euch denkt: Aber grüne Tomaten sind doch giftig! Das stimmt zum Teil – das in ihnen enthaltene Solanin kann in größeren Mengen genossen tatsächlich zu Magenproblemen führen (und im Extremfall sogar tödlich sein). Ihr müsstet allerdings (als erwachsene Person) fast einen Dreiviertelkilo (625 g) grüne Paradeiser auf einen Sitz verzehren, damit überhaupt Vergiftungssymptome auftreten. Da es allerdings unwahrscheinlich ist, dass ihr soviele eingelegte Tomaten auf einmal esst, müsst ihr also nicht wirklich Angst davor haben, die eingelegten grünen Paradeiser zu genießen! Schwangere Frauen, Kinder oder Menschen mit Verdauungsproblemen sollten die eingelegten Tomaten allerdings vorsichtshalber meiden.

Zutaten (für 2 große Gläser á 500ml):

  • 250 g grüne Paradeiser
  • 2 mittelgroße Zwiebel
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 250 ml Weingeist- oder Kräuteressig
  • 250 ml Wasser
  • 120 g Zucker
  • 1 EL Senfkörner
  • 2 Stück kleine Lorbeerblätter
  • 1,5 TL Salz
  • 8 Stück Pfefferkörner (schwarz)
  • 50 g gemischte Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch, etc.)

Zubereitung:

Zunächst die Paradeiser gründlich waschen und in dünne Scheiben schneiden – bei größeren Tomaten empfiehlt es sich, diese zuerst in Scheiben zu schneiden und anschließend zu würfeln. Die Zwiebeln ebenfalls schälen, vierteln und nudelig schneiden. Den Knoblauch schälen und die Zehen vierteln. Die Kräuter klein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel sorgfältig miteinander vermischen. Die sauberen, heiß ausgewaschenen Gläser bereitstellen und die Mischung gleichmäßig auf beide Gläser verteilen.

Den Essig gemeinsam mit dem Wasser in einem Topf geben, den Zucker hinzufügen und unter regelmäßigem Rühren aufkochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen und Salz, Pfeffer sowie Senfkörner dazugeben und verrühren. In jedes vorbereitete Glas kommt nun ein Lorbeerblatt, darüber die noch heiße Flüssigkeit gießen und das Glas sofort fest verschließen. Anschließend müssen die grünen Paradeiser noch etwa 10-14 Tage kühl und dunkel (am besten im Kühlschrank) gelagert werden, bis sie schön durchgezogen und verzehrbereit sind. Die Tomaten sind eingelegt (mit Vakuum) ca. 1 Jahr haltbar.

Die eingelegten grünen Paradeiser schmecken hervorragend zu Hartkäse oder der Brettljause.

Ihr mögt kein sauer eingelegtes Gemüse? Dann probiert doch einfach mein Rezept für ein Chutney aus grünen Paradeisern! Es passt herrlich zu Gegrilltem und ist eine gute Verwertungsidee für größere Mengen an unreifen Tomaten!

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